Unsinn

Lang, lang hab ich nichts geschrieben aber im Allgemeinen rege ich mich hier ja dezent über die Unstimmigkeiten in der Welt auf und nun ist es mal wieder so weit. Während ich mich seit kurzem an der journalistischen Qualität der Neuen Osnabrücker Zeitung erfreuen kann – dazu vielleicht später mehr – habe ich eben auf der Spiegel Online Startseite (!) in der Technik-Rubrik den Artikel zu Apples Presse-Event am Mittwoch entdeckt. Zunächst dachte ich, ich könnte es bei einem ausdrucksstarken Twitterbeitrag belassen, aber dann habe ich mich doch hinreißen lassen, den Artikel zu lesen. Offenbar hätte ich besser Journalismus studieren sollen oder was immer die beiden Autoren für eine Qualifikation haben, derartigen Unsinn zu verzapfen. Ich darf zitieren und kommentieren.

Apple-Tablet
Wunderflunder mit Schnick und Schnack

Einladung zum Apple-Event: Es wird bunt

iPad, iSlate, iTablet – die Technikwelt wird gebannt nach San Francisco schauen, wenn Steve Jobs am Mittwoch das neuste Apple-Spielzeug vorstellt. Bislang kursieren nur wenige Informationen über das Gerät – doch daraus lässt sich ableiten, was es können wird und wie es aussehen soll.

Entzückend. Allein der sachlich gehaltene Teil der Überschrift “Apple-Tablet” entbehrt jeder gesicherten Grundlage. Tatsache ist, für die Leser die sich nicht für derlei Dinge interessieren, dass Apple im Allgemeinen keinerlei Produktankündigungen *vor* Presse-Events macht. Genausowenig hier. Es wird zwar gemunkelt, dass Apple plant, ein solches Gerät vorzustellen aber viel lustiger fände ich es mittlerweile, wenn dort etwas ganz anderes präsentiert werden würde. Zunächst um diesen Boulevard-Journalismus endgültig zu entlarven, nebensächlich natürlich um meinen Geldbeutel zu schonen. Bezüglich der eigentlichen Artikelüberschrift spare ich mir jedweden Kommentar. Der erste Satz des Artikels ist ebenfalls völlig aus der Luft gegriffen, vielmehr wird dem Leser suggeriert es wäre sicher, dass ein wie auch immer zu benennendes Gerät vorgestellt würde. Immerhin – das muss man den Autoren zu Gute halten – relativieren die Autoren im Nachsatz, dass alles Folgende eigentlich keine Tatsachen-Grundlage hat, und daher auch nicht lesenswert ist. Ich habe es mir trotzdem angetan.

So viel ist klar: Apples Tablet wird anders sein, anders aussehen und anders funktionieren als die Geräte der Konkurrenz.

Ah so, das ist also klar. Mit wem konkurriert Apple denn eigentlich dann?

Es wird kein E-Book-Reader sein, auch wenn es sich als solcher eignen wird. Es wird aber auch kein Touch-PC sein, auch wenn es Eigenschaften solcher in sich tragen wird. Stattdessen wird dass iPad, iSlate, iTablet oder wie auch immer es heißen wird, irgendwo zwischen diesen Gerätegattungen angesiedelt sein – und das wird es einzigartig machen.

Ah so, es kann also das eine sein oder das andere, vermutlich eine Mischung – und was macht es nun einzigartig? Andere Tablets kann man sicher nur entweder zum E-Book-Lesen nutzen oder als Touch-PC…

Das fängt schon bei seinem Farbbildschirm an. Der, da stimmen alle Berichte überein, wird eine Diagonale von etwa zehn bis elf Zoll aufweisen, also viel größer sein als die Displays aktueller E-Book-Reader. Die haben meist nur fünf bis sechs Zoll große Bildschirme. Die zusätzliche Fläche wird nicht nur das Lesen leichter machen, sondern sich vor allem beim Websurfen, E-Mails schreiben, Filme gucken und Spielen positiv bemerkbar machen.

Alle (ebenfalls spekulativen) Berichte stimmen also überein. Der aktuellste und wohl auch bekannteste E-Book-Reader ist vermutlich der/die/das Kindle DX von Amazon. Komisch, dass die behaupten das Gerät hätte auch eine Bildschirmdiagonale von etwa zehn Zoll. Vermutlich ist Amazon über die eigenen Produkte falsch informiert. Zu Captain Obvious im letzten Satz muss man wohl nichts hinzufügen.

Als Auflösung käme das HD-Format 720p (1280 x 720 Pixel) in Frage. Auf diese Weise könnte man Tablet-Kunden dazu locken, im iTunes Store HD-Filme auszuleihen – die stets mit einem Aufpreis verbunden sind.

720p ist keine Auflösung sondern ein Videoformat – das “p” steht für Progressiv und beschreibt die Form der Bilddarstellung – im Gegensatz zum “i” für Interlaced. Aber vermutlich wird das Display nicht mit Interlacing arbeiten, also lassen wir das mal so stehen. Immerhin richtet sich Spiegel Online auch an die nicht Technik-orientierten Leser – mit Sicherheit wird es auch den ein oder anderen Kunden geben, der dann HD-Filme auf 10” guckt und dafür 2 Euro mehr ausgegeben hat.

Die geäußerte Vermutung, Apple werde einen OLED-Bildschirm verwenden, halten wir für ausgesprochen gewagt. Solche Bildschirme, die etwa Samsungs Handys zu besonderer Brillanz verhelfen, sind im Handy-Maßstab noch bezahlbar. In Zehn-Zoll-Größe aber, davon gehen Experten aus, würde ein solches Display 400 Dollar kosten, mindestens sechsmal mehr als ein entsprechendes LCD-Display.

Gewagt, Experten.

Und das Display wird ohnehin teurer als herkömmliche Bildschirme werden, weil es Multitouch-Funktionen für die fingergesteuerte Benutzeroberfläche bereitstellen muss. Denn eine Tastatur wird es beim Tablet nur virtuell geben, also auf dem Bildschirm eingeblendet. Eine echte Tastatur allerdings dürfte per Bluetooth ankoppelbar sein.

Vermutlich genauso wie jetzt beim iPhone – Moment, ach da geht das ja gar nicht.

[...]

Hier habe ich einen Teil des Textes gelöscht, damit man mir nicht vorwerfen kann, ich hätte den ganzen Artikel kopiert. War ohnehin genauso irrelevant wir der Rest des Artikels und behauptet das Tablet sei mit USB-Anschlüssen versehen und könnte 1000 $ kosten. Da bin ich mal gespannt.

Was man dafür bekommen wird, wird einem MacBook Air näher sein als einem Kindle. Es wird flach sein, von vorne optisch nur aus einem Bildschirm mit einem dünnen Rahmen bestehen und eine abgerundete Rückseite aus Aluminium haben. Darin eingelassen wird ein ähnlicher Akku untergebracht sein wie bei den aktuellen MacBooks. Der Stromspeicher wird nicht wechselbar sein, würde unter Mac OS X Energie für sieben bis zehn Stunden Laufzeit liefern. Doch wird auf der neuen Hardware wahrscheinlich eine modifizierte Version des iPhone OS installiert sein, die besser für Fingerbedienung geeignet ist und längere Laufzeiten ermöglicht.

Offenbar ist sogar schon klar, wie das Gerät aussehen wird. Und das Betriebssystem steht auch schon fest.

[...]

Ein Erfolg kann ein Apple-Tablet nur dann werden, wenn es anders ist als die anderen, wenn es den Umgang mit mobilen Computern und Lesegeräten auf ähnliche Weise modernisiert, wie es das iPhone für Handys getan hat.

Ob es das schafft, werden wir bald wissen, am Mittwochabend, wenn Apple-Chef Steve Jobs das Rätselraten um das Gerät lüftet, über das er laut Techcrunch gesagt haben soll, es sei ” das Wichtigste, das ich jemals getan habe”.

Heureka. Ich habe eine Quellenangabe gefunden. Immerhin – auch das halte ich den Autoren zu Gute – wird im letzten Teilsatz noch mal deutlich, dass es sich beim kompletten Artikel um reines Rätselraten gehandelt hat und dem Leser wird auf subtile Weise vermittelt: “Es hat Spaß gemacht diesen Artikel zu schreiben, auch wenn wir alles nur geraten haben aber immerhin sind wir auf der Startseite von Spiegel Online und jetzt gehen wir wieder unsere iTunes-Bibliothek sortieren. Dieser Artikel wurde auf einem MacBook Air geschrieben.”. Ob es Spiegel (Online) schafft, zu einem fundierten, qualitativ hochwertigen Journalismus zurückzufinden und ob die Autoren vielleicht an der ein oder anderen Stelle besser den Konjunktiv genutzt hätten oder ob man Meinungen und Kommentare besser kennzeichnen sollte, werden wir bald wissen, am Mittwochabend, wenn Apple-Chef Steve Jobs das Rätselraten um SPON lüftet, über das Nicolas laut Pixelfehler gesagt haben soll, es sei “das Unsinnigste, das er in letzter Zeit gelesen habe”.

25 Antworten zu “Unsinn”

  1. Chris sagt:

    Oh, nu habe ich bis zum Ende durchgehalten, obwohl ja eigentlich nichts überraschendes mehr kam ;-)
    ich hatte mir den Artikel in SPON schon nach der Überschrift gespart, habe ich wohl gut dran getan.
    Aber, nu doch nichts mehr zur NOZ! Schade, hätte mich interessiert.

  2. Henk sagt:

    [quote]Zunächst um diesen Boulevard-Journalismus endgültig zu entlarven,…[/quote]
    Eine etwas naive und zudem vergebliche Hoffnung.

    [quote]Bezüglich der eigentlichen Artikelüberschrift spare ich mich jedweden Kommentar.[/quote]
    Ich mich auch. Abgesehen davon bin ich dann doch ganz froh, dass sie nicht Journalistik studiert haben.

    Die Qualität des Artikels auf SPON möchte ich mangels Kenntnis nicht kommentieren, auch nicht anhand der verwendeten Zitate hier. Zusätzlich ist es nicht mein Sujet.

    Ob sie es aber schaffen werden einen zu einer fundierten, qualitativ hochwertigen und journalistisch ansprechenden Blog zu gelangen, darf zumindest anhand des vorliegenden Eintrages stark bezweifelt werden.

  3. Lomexx sagt:

    hmmm… substanzloses stochern im trüben ist doch wohl das wenigste, was man den SPON-autoren hier vorwerfen kann. in erster linie ist der beitrag doch mal unverhohlene werbung für apple: huh… am mittwoch wird vielleicht ein neues produkt vorgestellt, wir wissen nicht genau, was es ist – sind aber total gespannt, weil super und anders und neu wird es auf jeden fall! bei diesem geschmiere aufwendig die sachlichen fehler zu benennen, scheint mir irgendwie… seltsam überflüssig. der text hätte doch auch dann nichts und wieder nichts mit journalismus zu tun, wenn die mutmaßungen samt und sonders zutreffen würden. ich würde mal sagen: thema verfehlt…

  4. pyrrhussieg sagt:

    Wahrscheinlichkeitsjournalismus. Oder um es mit Musils Möglichkeitssinn zu sagen: Vielleicht kommt es so, vielleicht so, oder vielleicht auch ganz anders.

    Aber es ist immer wieder schön anzusehen, wie die Medien die PR-Maschine für Apple anschmeißen. Bessere Propaganda kann Apple selbst auch nicht machen, wenn sich Medien selbst ohne Informationen so sehr den Mund zerreißen.

  5. Aycee sagt:

    Apple ist eben für Apple-Fanboys das Zentrum der Welt – und unter Journalisten gibt es derer sehr, sehr viele; Journalisten haben einen sehr starken Herdentrieb (wenn es alle anderen schreiben wird es schon stimmen, da schreib ich lieber das selbe bevor ich falsch liege oder am ende noch im Ruf stehe, ein notorisch Andersdenkender zu sein).

    Tablet-PCs gibt es schon jetzt wie Sand am Meer. Egal, in den Medien wird der Eindruck erweckt, Apple ist dabei etwas völlig neues zu erfinden. In der Tat habe ich schon gelesen, daß andere Firmen auf das iDings REAGIERT hätten indem sie ihre Produkte schon früher herausgebracht hätten. Wow.

    Dasselbe wurde damals auch mit dem iPhone getan – und heute liest man überall, daß das iPhone das erste Smartphone gewesen wäre. Und ganz nebenbei freuen sich die “Journalisten”, dank derer (oft nicht nachvollziehbaren) Lobhudeleien Apple die hippste Firma auf der Welt ist, daß sie das hippste Produkt besitzen.

  6. SILen(e sagt:

    Das iPhone hat mit seinem Appstore aber eine Referenz geschaffen, ist in seiner Bedienung der Maßstab mit dem andere Smartphones nun gemessen werden.

    Beim iSlate, oder wie es auch heissen wird, ist es wahrscheinlich, dass es für Tablet-PCs das selbe schaffen wird.

    Natürlich ist der gesamte Artikel Spekulation, aber das muss man nicht nur dem Spiegel vorwerfen sondern gleich dem ganzen Internet. Und selbst die die jetzt nicht hypen, werden am Donnerstag sicher auch (vielleicht aucb unbegründet, aber um nicht ohne Meldung zu sein) von der “genialen neuen Erfindung von Apple” schreiben.

    Insgesamt finde ich diesen Blogpost nichtssagend und imho etwas zu überheblich.

    Und ne Bluetoothtastatur kann man nicht ans iPhone hängen weil es ein Handy ist, bei nem Notebookersatz würde sie wesentlich sinnvoller und wahrscheinlicher sein

  7. Nicolas sagt:

    Ich hatte mich schon gewundert, wieso plötzlich so viele Menschen meinen Blog lesen. Nun habe ich die Verlinkung auf bildblog.de gesehen und fühle mich geehrt. Etwas peinlich nur, dass ich meinen Beitrag gestern Nacht nicht einmal Korrektur gelesen hatte. Das habe ich nun nachgeholt, vielen Dank auch an Henk für den Hinweis auf den kleinen Grammatik-Fehler.

    Die zahlreichen (zumindest für die Verhältnisse meines Blogs) Kommentare möchte ich einfach mal so stehen lassen und nicht kommentieren, insbesondere auch um meinem überheblichen Ruf gerecht zu bleiben. Ob und inwiefern Ihnen (so viel Zeit muss sein) meine Meinung gefällt oder nicht, überlasse ich meinen werten Lesern.

  8. Jürgen sagt:

    Du darfst übrigens gerne auch noch das “LCD-Display” kritisieren. Vielleicht sollten die SPONtis mal überlegen was Abkü. ausgeschrieben überhaupt heißen. Ich jedenfalls habe noch nie von einem Liquid Crystal Display Display gehört. Wozu braucht man denn ein Display für ein Display?

  9. Patrick sagt:

    Hallo!

    Naja, SPON hat einfach die plausibelsten Gerüchte (und teilweise auch mutmaßlich seriösen Berichte der großen US-Zeitungen) ohne Quellenangabe zusammengereimt.
    Einiges davon ist sehr wahrscheinlich wahr (ja, ich weiß wie doof das klingt).
    Man kann sich selbstverständlich hinstellen und sagen “nix genaues weiß man nicht”.
    Dennoch ist es legitim, sich aus verschiedenen Puzzleteilen ein Bild zu machen, auch wenn es an verschiedenen Stellen vielleicht etwas schief aussieht und viele Teilchen fehlen. Es gibt ja durchaus Berichte ehemaliger Mitarbeiter, die die Entwicklung bestätigen.

    Sich nur auf den Standpunkt zu stellen: “Es gibt keine offizielle Pressemitteilung, deshalb ist jede gegenteilige Meldung Unsinn”, ist auch ein wenig kurz.

    SPON hat ohne Quellenangaben alles Mögliche zusammengeworfen, die Quellen an sich sind teilweise durchaus glaubwürdig.

    Gäbe es kein Tablet, hätte Apple längst heftig dementiert. Man stelle sich vor, wie es sich auf den Aktienkurs auswirkt, wenn Steve Jobs morgen mitten in diesem Hype kein Tablet zeigen sollte. Da wären auf einen Schlag ein paar Milliarden Dollar Anlegerkapital vernichtet.

  10. Korrektive Minderheit sagt:

    @Henk: “Eine etwas naive und zudem vergebliche Hoffnung.” – geschenkt. “Ich mich auch.” – Lüge!

    “Sujet” hm, genau genommen siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Sujet

    “Ob sie es aber schaffen werden einen zu einer fundierten, qualitativ hochwertigen und journalistisch ansprechenden Blog zu gelangen, darf zumindest anhand des vorliegenden Eintrages stark bezweifelt werden.”
    Ob Sie es schaffen, zu einem qualitativ hochwertigen und inhaltlich erhellenden schriftlichen Kommentar zu gelangen, steht ebenfalls in den Sternen. Aber bleiben Sie dran. Es war wirklich nur ganz knapp daran vorbei! ;-) Wer austeilt, …….

    Ich find’s schön, dass sich überhaupt jemand die Mühe macht. Wir brauchen Gegenöffentlichkeit – gerade in diesen Zeiten. Weiter so Herr Neubauer! Aber steigern dürfen Sie sich natürlich auch. ;-)

  11. Hasso sagt:

    Was dem SPON-Schreiber sein “LCD-Display” ist dem Sportreporter “die La-Ola-Welle” …

  12. nevets sboj sagt:

    Ich finde den Artikel in seiner Form gut und durchaus erwähnenswert. (Habe übrigens auch von BB hier hergefunden)

    In der IT-Branche finden sich immer wieder wunderbare Beispiele, warum selbst Minderjährige mit gesundem Menschenverstand über die meisten Erwachsenen oft nur den Kopf schütteln können. Und Apple ist ein ganz besonders gutes davon.

    Off topic:
    @Henk: Wenn Sie von dem Thema keine Ahnung haben, warum lesen Sie ihn sich dann komplett durch? Um sich an den Fehlern zu erfreuen? Naja, es gibt heutzutage die seltsamsten Fetische, warum nicht dann auch diesen. Deswegen will ich Sie nicht kritisieren. Aber stellen Sie sich ernsthaft die Frage, ob man Journalistik sturdiert haben muss um gute journalistische und investigative Inhalte veröffentlichen zu können, oder haben diese für sich gar schon beantwortet? In dem Fall kann man Sie nur bemitleiden. Für mich stellt sich die Frage momentan eher DARF man Journalistik studiert haben, wenn man nicht immer nur den gleichen hirn- und anspruchlosen Brei schreiben soll?!

    Abschließend noch ein danke für den Artikelschreiber. Und Nicolas – falls noch nicht geschehen – bitte NIE Journalismus studieren. ;)

  13. Christopher sagt:

    Dieses SPON-Rätselraten, das sich als Artikel ausgibt macht ja deutlich wie Apple seine Produkte überhaupt nur verkaufen kann: Nicht durch rationale Argumente (bis auf die Benutzerfreundlichkeit, da sind sie wirklich ganz vorn), aber durch Marketing und dieses “überhypen” der Produkte. Computer und Co. sind für mich Werkzeuge, ich brauche keine Pseudo-Status-Symbole oder muss zeigen, dass ich als Schaf immer der Herde hinterherlaufe. Der Autor dieses Artikels entlarvt sich auch selbst schon als typischen Apple-Jünger und Warenfetischisten: “Es wird zwar gemunkelt, dass Apple plant, ein solches Gerät vorzustellen aber viel lustiger fände ich es mittlerweile, wenn dort etwas ganz anderes präsentiert werden würde. Zunächst um diesen Boulevard-Journalismus endgültig zu entlarven, nebensächlich natürlich um meinen Geldbeutel zu schonen.” Das ist doch einfach traurig, wenn man Dinge kaufen muss, von denen man nicht einmal weiss wozu man sie braucht (man kennt ihre Funktion ja nocht nicht mal), nur um den angebeteten Guru im Rollkragen-Pullover zufrieden zu stellen und sich in seiner offenbar nur aus Oberflächlichkeiten bestehenden Welt gut zu fühlen, da man sich zu stark über Materielles definiert. Das klingt zu psychoanalytisch? Wie ich solche Dinge einfach behaupten kann, ohne Herrn Neubauer persönlich zu kennen? Weil sie zwischen den Zeilen stehen, fett und unterstrichen. Die Tag-Cloud rechts sagt ein Übriges. Ich halte es da dann noch eher für sinnvoll das FSM anzubeten…

  14. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von iphoneticker, Silvio Süß, zwitscherdotcom, ojour.de, pixada und anderen erwähnt. pixada sagte: RT @iPhoneTicker Nicolas Neubauer analysiert den "Spiegel Online"-Artikel zum Apple Tablet. "Unsinn" Lesenswert! http://bit.ly/8vFnIQ [...]

  15. glaskugel sagt:

    ich weiß garnicht warum alle so über das stück hardware so energisch spekulieren …..

    das ist doch weder was apfel selber macht, oder was nachhaltig von dem ding bleiben wird.

    frage ist doch ob hinter dem stück silber alu/plastik ein konzept steht……

    also wird damit der apfel schreibwarenladen & buchhandlung geboren ? so wie schon beim apfel programmhändler (appstore) und musikladen (itunes) ??

    —spekulation amnfang—
    wen man schon unnütz rum spekuliert, lasst uns doch mal spekulieren ob apfel, wie beim iphone auch über die inhalte bestimmen darf,
    wer doch ne tolle sache bei einem ebook reader
    haben wir uns doch alle schon lange gewünscht, endlich weiß jemand was gut und richtig für uns ist
    —spekulation ende—

  16. alfred sagt:

    dieser Artikel hier auf pixelfehler ist ebenfalls PR für das Gerät…

  17. Marco sagt:

    http://www.macrumors.com/2010/01/26/mcgraw-hill-ceo-confirms-apple-tablet-iphone-os-based-going-to-be-terrific/

    Ja, das Produkt und das OS ist tatsächlich schon bekannt. Ist jetzt auch die Frage, ob heiße Luft kälter wird, wenn man noch mehr davon selber produziert ;)

  18. horst sagt:

    Man kann sich auch darüber echauffieren, dass ein Sack Reis in China umgefallen ist. Der Spiegel Artikel mag Spekulation sein, dann ist diese Antwort aber nichts anderes…

  19. Korrektive Minderheit sagt:

    Dieser Artikel hier, alfred, mag zwar auch prozedural “PR” sein, allerdings finde ich, dass er hier eher einer Negativ-PR zuzuordnen ist. Letztlich entscheidet die persönliche Wahrnehmung darüber. Apple doof zu finden (wie es mitschwingt) und gleichzeitig auch die Kritik, klingt für mich ein bisschen schizo, sorry.

    @Marco: Wenn das Volumen, in dem sich die heiße Luft ausbreitet, schneller wächst als das Volumen der produzierten heißen Luft, könnte man -rein physikalisch gesehen natürlich- davon ausgehen. ;-) IPv6 ist der Schlüssel *lol*

  20. Rangoo sagt:

    HA HA!
    You were wrong and they were right!

    ;)

    Haste es schon geordert? :D

  21. Stefan meier sagt:

    Tja so schlecht lag der Mann im Spiegel ja nicht.

  22. Nicolas sagt:

    Ich warte auf ggf. folgende T-Mobile Subventionierungen ;) . Übrigens: In obigem Artikel geht es um Spiegel Online, nicht um Apple. Da würde ich mir – als Apple-Jünger und Warenfetischist – mit Sicherheit nicht die Artikelüberschrift “Unsinn” erlauben. Ich bin dann mal wieder weg – an meinem Steve-Schrein…

  23. Roland sagt:

    Am geilsten finde ich dieses Bild hier:

    http://www.heise.de/newsticker/bilderstrecke/bilderstrecke_915600.html?back=915500

    StarTrek, wird kommen :D Wer programmiert nun die LCARS-GUI für das Gerät *g*?

  24. Gaius sagt:

    So, jetzt habe ich mich endlich durch den Artikel und bisher alle Kommentare gekämpft. Alles in allem: “Das iPhone hat bewiesen, das Performanz keine Rolle mehr spielt” Zitat Ende

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