Archiv für die Kategorie ‘Apple & Mac’

Es ist ein iPad

Donnerstag, 28. Januar 2010

Eigentlich wollte ich ja mal was zu meiner Bachelor-Arbeit schreiben und anderen Dingen, mit denen eigentlich nur die Personen etwas anfangen können, die zu meinem näheren Umfeld gehören. Aus aktuellem Anlass aber schreibe ich über etwas von allgemeinem Interesse (sofern vorhanden).

Ich bin berühmt. Na ja, nicht ganz vielleicht, aber wie man an der regelrechten Flut von Kommentaren zu meinem letzten Beitrag (Unsinn) erahnen kann, haben vor kurzem signifikant mehr Leser auf meinen Blog gefunden als zuvor.

Analytics-Statistik zu meinen Zugriffen

Analytics-Statistik zu den Zugriffen auf Pixelfehler

Diesen Umstand verdanke ich wohl BildBlog.de, die mich beziehungsweise eben genannten Artikel als lesenswert (!) verlinkt haben. Ein bisschen peinlich dabei war natürlich, dass ich den Beitrag kurz nach Mitternacht verfasst und nicht einmal Korrekur gelesen hatte. Wie man in obiger Abbildung sieht, hat meine Berühmtheit schon wieder abgenommen, aber es war doch ganz schön, mal zu sehen welche Möglichkeiten das Internet bietet, um von jetzt auf gleich eine enorme Reichweite (ja, 4000 ist jetzt noch nicht so viel aber immerhin 100x mehr als sonst) zu erlangen. Selbstverständlich freue ich mich dabei auch über die zahlreichen Kommentare, die man aber als professioneller Journalist wiederum nicht erneut beantworten sollte. Folglich sollte ich an dieser Stelle auf die Kommentare eingehen, aber bis auf die Tatsache, dass ich schon zu viele graue Haare habe, um als minderjährig durchzugehen und derer, dass ich auch einen SPON-Artikel kommentiert hätte, in dem es um das Umfallen eines Sacks Reis in China geht, habe ich eigentlich nichts zu sagen.

Anders als im letzten Artikel soll es in diesem tatsächlich um Apple gehen. Insbesondere um das iPad, das gestern Abend von Steve Jobs und Kollegen vorgestellt wurde. Viele der Gerüchte stimmten ja scheinbar tatsächlich, wobei ich irgendwie mehr erwartet hätte. Trotz meines Warenfetisch und der Apple-Jünger-Doktrin muss ich also sagen, dass die Menge an Innovation, die ich da bisher gesehen habe, nicht sonderlich hoch ist. Das heißt natürlich nicht, dass ich das Teil nicht trotzdem unbedingt brauche haben will. Was habe ich denn nun erwartet? Irgendwas Tablet-artiges mit Multitouch, größer als das iPhone. Mehr eigentlich erstmal nicht – und was ist gekommen? Genau das. Natürlich ist die Vorstellung, so ein Gerät zu haben, das morgens beim Kaffee die Zeitung ersetzt und mit dem man auch mal beim Musik-Hören auf dem Sofa surfen kann, sehr nett. Aber wo ist der Knall? Wo ist der Heiliger-Bimbam-Effekt, den ich bei der iPhone Einführung gespürt habe, als ich Cover-Flow und Multi-Touch zum ersten Mal gesehen habe. Vielleicht bin ich mittlerweile auch einfach zu verwöhnt und erwarte fast, dass das User-Interface (wie es zugegebenermaßen wirkt) unglaublich gut ist/aussieht. Wie dem auch sei – der Nutzen des Geräts ist klar, die Frage ist – neben “Braucht man das?”, die sich allerdings nur außerhalb des Reality-Distortion-Field stellt – ersetzt das Gerät ein anderes Gerät? Beispielsweise einen Laptop. Ich vermute, dass das eher nicht der Fall ist, da man durch Apple zu sehr in der Programmvielfalt und den Anwendungsmöglichkeiten beschränkt wird. Weiterhin fehlt es an Anschlussmöglichkeiten für Peripherie – beispielsweise Drucker, o.Ä.. Ich denke ersetzbar wird wohl eher ein Netbook sein, auf dem man wegen der geringen Ausmaße vermutlich genauso wenig arbeiten will, wie man auf dem iPad kann.

Mein vorläufiges Fazit ist also, dass es sich wohl um eine äußerst spannende Spielerei handelt, die ich – weil im Reality-Distortion-Field – auf jeden Fall ausprobieren werde. Ob und inwiefern sich das Ganze dann doch noch zu einem Laptop-Killer entwickelt wird sich zeigen. Was auf jeden Fall zu erwarten ist, ist eine erneute Flut von Applikationen für das Tablet, die sich (hoffentlich) ähnlich gut verkaufen lassen, wie jetzt auf dem iPhone. Ich bin auf jeden Fall – wie immer – sehr gespannt.

Unsinn

Dienstag, 26. Januar 2010

Lang, lang hab ich nichts geschrieben aber im Allgemeinen rege ich mich hier ja dezent über die Unstimmigkeiten in der Welt auf und nun ist es mal wieder so weit. Während ich mich seit kurzem an der journalistischen Qualität der Neuen Osnabrücker Zeitung erfreuen kann – dazu vielleicht später mehr – habe ich eben auf der Spiegel Online Startseite (!) in der Technik-Rubrik den Artikel zu Apples Presse-Event am Mittwoch entdeckt. Zunächst dachte ich, ich könnte es bei einem ausdrucksstarken Twitterbeitrag belassen, aber dann habe ich mich doch hinreißen lassen, den Artikel zu lesen. Offenbar hätte ich besser Journalismus studieren sollen oder was immer die beiden Autoren für eine Qualifikation haben, derartigen Unsinn zu verzapfen. Ich darf zitieren und kommentieren.

Apple-Tablet
Wunderflunder mit Schnick und Schnack

Einladung zum Apple-Event: Es wird bunt

iPad, iSlate, iTablet – die Technikwelt wird gebannt nach San Francisco schauen, wenn Steve Jobs am Mittwoch das neuste Apple-Spielzeug vorstellt. Bislang kursieren nur wenige Informationen über das Gerät – doch daraus lässt sich ableiten, was es können wird und wie es aussehen soll.

Entzückend. Allein der sachlich gehaltene Teil der Überschrift “Apple-Tablet” entbehrt jeder gesicherten Grundlage. Tatsache ist, für die Leser die sich nicht für derlei Dinge interessieren, dass Apple im Allgemeinen keinerlei Produktankündigungen *vor* Presse-Events macht. Genausowenig hier. Es wird zwar gemunkelt, dass Apple plant, ein solches Gerät vorzustellen aber viel lustiger fände ich es mittlerweile, wenn dort etwas ganz anderes präsentiert werden würde. Zunächst um diesen Boulevard-Journalismus endgültig zu entlarven, nebensächlich natürlich um meinen Geldbeutel zu schonen. Bezüglich der eigentlichen Artikelüberschrift spare ich mir jedweden Kommentar. Der erste Satz des Artikels ist ebenfalls völlig aus der Luft gegriffen, vielmehr wird dem Leser suggeriert es wäre sicher, dass ein wie auch immer zu benennendes Gerät vorgestellt würde. Immerhin – das muss man den Autoren zu Gute halten – relativieren die Autoren im Nachsatz, dass alles Folgende eigentlich keine Tatsachen-Grundlage hat, und daher auch nicht lesenswert ist. Ich habe es mir trotzdem angetan.

So viel ist klar: Apples Tablet wird anders sein, anders aussehen und anders funktionieren als die Geräte der Konkurrenz.

Ah so, das ist also klar. Mit wem konkurriert Apple denn eigentlich dann?

Es wird kein E-Book-Reader sein, auch wenn es sich als solcher eignen wird. Es wird aber auch kein Touch-PC sein, auch wenn es Eigenschaften solcher in sich tragen wird. Stattdessen wird dass iPad, iSlate, iTablet oder wie auch immer es heißen wird, irgendwo zwischen diesen Gerätegattungen angesiedelt sein – und das wird es einzigartig machen.

Ah so, es kann also das eine sein oder das andere, vermutlich eine Mischung – und was macht es nun einzigartig? Andere Tablets kann man sicher nur entweder zum E-Book-Lesen nutzen oder als Touch-PC…

Das fängt schon bei seinem Farbbildschirm an. Der, da stimmen alle Berichte überein, wird eine Diagonale von etwa zehn bis elf Zoll aufweisen, also viel größer sein als die Displays aktueller E-Book-Reader. Die haben meist nur fünf bis sechs Zoll große Bildschirme. Die zusätzliche Fläche wird nicht nur das Lesen leichter machen, sondern sich vor allem beim Websurfen, E-Mails schreiben, Filme gucken und Spielen positiv bemerkbar machen.

Alle (ebenfalls spekulativen) Berichte stimmen also überein. Der aktuellste und wohl auch bekannteste E-Book-Reader ist vermutlich der/die/das Kindle DX von Amazon. Komisch, dass die behaupten das Gerät hätte auch eine Bildschirmdiagonale von etwa zehn Zoll. Vermutlich ist Amazon über die eigenen Produkte falsch informiert. Zu Captain Obvious im letzten Satz muss man wohl nichts hinzufügen.

Als Auflösung käme das HD-Format 720p (1280 x 720 Pixel) in Frage. Auf diese Weise könnte man Tablet-Kunden dazu locken, im iTunes Store HD-Filme auszuleihen – die stets mit einem Aufpreis verbunden sind.

720p ist keine Auflösung sondern ein Videoformat – das “p” steht für Progressiv und beschreibt die Form der Bilddarstellung – im Gegensatz zum “i” für Interlaced. Aber vermutlich wird das Display nicht mit Interlacing arbeiten, also lassen wir das mal so stehen. Immerhin richtet sich Spiegel Online auch an die nicht Technik-orientierten Leser – mit Sicherheit wird es auch den ein oder anderen Kunden geben, der dann HD-Filme auf 10” guckt und dafür 2 Euro mehr ausgegeben hat.

Die geäußerte Vermutung, Apple werde einen OLED-Bildschirm verwenden, halten wir für ausgesprochen gewagt. Solche Bildschirme, die etwa Samsungs Handys zu besonderer Brillanz verhelfen, sind im Handy-Maßstab noch bezahlbar. In Zehn-Zoll-Größe aber, davon gehen Experten aus, würde ein solches Display 400 Dollar kosten, mindestens sechsmal mehr als ein entsprechendes LCD-Display.

Gewagt, Experten.

Und das Display wird ohnehin teurer als herkömmliche Bildschirme werden, weil es Multitouch-Funktionen für die fingergesteuerte Benutzeroberfläche bereitstellen muss. Denn eine Tastatur wird es beim Tablet nur virtuell geben, also auf dem Bildschirm eingeblendet. Eine echte Tastatur allerdings dürfte per Bluetooth ankoppelbar sein.

Vermutlich genauso wie jetzt beim iPhone – Moment, ach da geht das ja gar nicht.

[...]

Hier habe ich einen Teil des Textes gelöscht, damit man mir nicht vorwerfen kann, ich hätte den ganzen Artikel kopiert. War ohnehin genauso irrelevant wir der Rest des Artikels und behauptet das Tablet sei mit USB-Anschlüssen versehen und könnte 1000 $ kosten. Da bin ich mal gespannt.

Was man dafür bekommen wird, wird einem MacBook Air näher sein als einem Kindle. Es wird flach sein, von vorne optisch nur aus einem Bildschirm mit einem dünnen Rahmen bestehen und eine abgerundete Rückseite aus Aluminium haben. Darin eingelassen wird ein ähnlicher Akku untergebracht sein wie bei den aktuellen MacBooks. Der Stromspeicher wird nicht wechselbar sein, würde unter Mac OS X Energie für sieben bis zehn Stunden Laufzeit liefern. Doch wird auf der neuen Hardware wahrscheinlich eine modifizierte Version des iPhone OS installiert sein, die besser für Fingerbedienung geeignet ist und längere Laufzeiten ermöglicht.

Offenbar ist sogar schon klar, wie das Gerät aussehen wird. Und das Betriebssystem steht auch schon fest.

[...]

Ein Erfolg kann ein Apple-Tablet nur dann werden, wenn es anders ist als die anderen, wenn es den Umgang mit mobilen Computern und Lesegeräten auf ähnliche Weise modernisiert, wie es das iPhone für Handys getan hat.

Ob es das schafft, werden wir bald wissen, am Mittwochabend, wenn Apple-Chef Steve Jobs das Rätselraten um das Gerät lüftet, über das er laut Techcrunch gesagt haben soll, es sei ” das Wichtigste, das ich jemals getan habe”.

Heureka. Ich habe eine Quellenangabe gefunden. Immerhin – auch das halte ich den Autoren zu Gute – wird im letzten Teilsatz noch mal deutlich, dass es sich beim kompletten Artikel um reines Rätselraten gehandelt hat und dem Leser wird auf subtile Weise vermittelt: “Es hat Spaß gemacht diesen Artikel zu schreiben, auch wenn wir alles nur geraten haben aber immerhin sind wir auf der Startseite von Spiegel Online und jetzt gehen wir wieder unsere iTunes-Bibliothek sortieren. Dieser Artikel wurde auf einem MacBook Air geschrieben.”. Ob es Spiegel (Online) schafft, zu einem fundierten, qualitativ hochwertigen Journalismus zurückzufinden und ob die Autoren vielleicht an der ein oder anderen Stelle besser den Konjunktiv genutzt hätten oder ob man Meinungen und Kommentare besser kennzeichnen sollte, werden wir bald wissen, am Mittwochabend, wenn Apple-Chef Steve Jobs das Rätselraten um SPON lüftet, über das Nicolas laut Pixelfehler gesagt haben soll, es sei “das Unsinnigste, das er in letzter Zeit gelesen habe”.

MapKit, Google Maps, iPhone and Drawing Routes or Polylines

Freitag, 04. September 2009

It’s yet again time to write an article in English. This time about some iPhone development dilemma I stumbled upon lately working for my bachelor thesis. As you may know the iPhone Licence (or whatever) doesn’t allow developers to use Google Maps (called MapKit in the SDK) for – as they call it – “Turn by Turn”-navigation applications. I actually don’t want to do this but I’d still like to draw a route into the map. Sadly Apple obviously believed that the only reason one would want to do this would be to provide such a thing. Therefore they didn’t include an abstraction to easyly accomplish that. Yet I still wanted it and this is how I got it to work (with transitions and animations!).

The first thing that came to my mind was to put a non-opaque UIView above the MKMapView and to draw my route into that view. I would simply use convertCoordinate:toPointToView: to get the right points from the map mapped to my overlaying view. At first thought a good idea but it suffers from two serious problems. First (and worse) is the event tracking. You might think it would be easy to intercept events and implement the 4 methods (touchesBegan:… and so on) to move your route and then propagate the events to the underlying mapview but it isn’t. I really tried a lot things and googled up some stuff that sent messages directly to some subview of the MKMapView (which is a hack, of course) but the best thing i could come up with, was moving with your fingers down working but at the same time breaking the “pinch” for zooming which rendered this method pretty useless. Another problem was that you could scroll by sliding your finger on the screen fast and then let go which will let the map scroll further but no more events are fired as no finger is on screen. You could in a way combine this with handling the map-delegate methods didChangeRegion and willChangeRegion but it still won’t work the way you want it. Especially because willChangeRegion does fire somewhat unexpectedly and not constantly while scrolling or zooming in. Second thing thats wrong with this approach is that you will draw the route above the whole map layer which is unusable if you want to use the annotations of the map, too. To sum it up. This approach is crap. I really spend a lot of time trying stuff (even with timers redrawing the route…) but you can’t get it to work the way you want it.

After a little bit of more googleing I found this site of Craig who actually proposed the some approach but had posted an update where he suggested to draw the route into a custom annotation-view to solve the problem with the covered annotations. I liked that idea and tried some stuff on my own and finally this is how you get it done:

Create your own MKAnnotationView subclass which follows the MKAnnotation Protocol, too. Create your own UIView subclass on which you will draw the route later on. Your MKAnnotation subclass creates on initilization a new instance of your UIView subclass and pushes the route-points (e.g. array of CLLocationCoordinate2D) to this internal view. It also needs to set itself to not clipsToBounds, also set it’s bg-color to clearColor and opaque to NO. You also need to push a reference to the MKMapView to the internal view. The last thing to do is to add this internal view as a new subview to your custom MKAnnotation. Btw. you annotation can have a size of 0×0 as we don’t clip our subview and this is the one the route will be drawn upon.

Then you’ll implement the MKAnnotation method coordinate which will return [yourMapViewReference centerCoordinate]. This way – if added to the map – your custom annotation will always be positioned at the center of the map. Regardless of scrolling or zooming. This is important as the MKMapView will remove you route if the annotation is not currently visible (positioned) on the visible region of the map. Then create some method that will order the internal subview to redraw itself and reposition it to the currently visible rect of the map. Basicly it will look like this:

-(void) initRedraw
{

	CGPoint origin = CGPointMake(0, 0);
	origin = [mapView convertPoint :o rigin toView:self];

	internalView.frame = CGRectMake(origin.x, origin.y, mapView.frame.size.width, mapView.frame.size.height);

	[internalView setNeedsDisplay];

}

Then you want to fire up that method in regionDidChangeAnimated in your MKMapViewDelegate. But this won’t do the trick entirely because it will only redraw the map when the region did change but we want to redraw constantly while we’re zooming and scrolling. Maybe you will also note that your internal view isn’t positioned correctly. This is because MapKit will first fire regionDidChangeAnimated then your redrawing will take place then MapKit will ask the your custom annotation for it’s corrdinate and will finally reposition it which you won’t note because there is no event or delegate method for that and this will result in your view beeing repositioned as well as your route. The trick is now to overwrite setCenter: in your custom MKAnnotation. As following the calls above your view will be repositioned using setCenter:. You can overwrite it and abuse it as event listener for any motion (zooming, pinching, scrolling) in the map by firing your initRedraw method in that overwritten thing (remember to call the super-method). If your drawRect in your internal subview is efficiently written and you don’t have too much route points this will allow great performance on 3GS hardware and acceptable performance on first-gen hardware. I didn’t optimize the whole thing and it works great for me with ~ 150 Points (even more on 3GS).

Actually I’m not sure about if you would really need the interal subview to draw upon but I took this idea from Craig’s site. You could also try to draw on your MKAnnotationView directly. I hope some of you can use this but remember not to break the rules Apple made on using MapKit. Also I’d like to thank Craig for his idea with the custom annotation.

Finally, I think this is the best approach to implement routes or polylines into MapKit. I’m currently too busy to put up an example project but if you read Craig’s posts and mine as well you should get it running. If someone is willing to create some abstraction for the MKAnnotation or maybe even a full MapViewController I will happily link it here. Comments are welcome. Good luck with your own projects.

I did it again: Speedprogramming

Mittwoch, 22. Juli 2009

Nach einer außerordentlich erfreulichen Woche im App Store, Fitness Diary bewegt sich um Platz 10 sowohl in Deutschland als auch Österreich in der entsprechenden Kateogrie, habe ich kurzerhand die Fitness Diary Basis genommen und mit Hilfe einer Cola/Kaffee-Infusion in gut 6 Stunden meine zweite iPhone Applikation fertiggestellt: Tanken.

The Next Big Thing...

The Next Big Thing...

Ich bin mal gespannt wie die so ankommt. Von Fitness Diary habe ich ja gelernt, dass man besser vorher gucken sollte, welche (komischen) Einheiten die ähh, na wie sagt man, nicht in Deutschland lebenden Menschen, so verwenden. In Amerika und England ist das im Fall von Tanken die Gallone und (okay, das wusste ich auch vorher) die Meile. Mit etwas Aufwand habe ich also diesmal direkt eine Möglichkeit zum Wechseln der Einheiten vorgesehen und außerdem – am erfolgreichsten bin ich ja derzeit auf dem deutschen Markt – gleich eine deutsche Lokalisierung eingebaut.

Letztlich bin ich damit sehr zufrieden und werde das ganze – wie auch Fitness Diary, wobei ich im Moment ein wenig Angst habe einen Eintrag zu machen nach 2 Wochen Lernstress ohne Sport, also wegen der Zahl neben dem vermutlich tiefroten Pfeil – natürlich auch selbst benutzen. Ein großes Update plane ich hier allerdings im Moment nicht, da die App eigentlich alles hat, was ich mir so wünsche. Außer natürlich weiteren Lokalisierungen, wie auch bei Fitness Diary – wobei ich da aber erstmal ein paar Leute finden müsste, die ausreichend Französisch, Spanisch und Italienisch sprechen.

Tanken (engl. Get Gas) wird wohl im Laufe der nächsten 2 Wochen erscheinen und kostet wie Fitness Diary als Einführungsangebot erstmal 0,79 Euro (in Deutschland). Sobald es soweit ist, werde ich natürlich berichten.

Eigentlich wollte ich noch was über Patrick’s Vortrag in Colmar schreiben, aber ich muss jetzt endlich mal was essen. Für’s Erste belasse ich es also dabei, voller Bescheidenheit zu erwähnen, dass die Phrasen “excellent” und “best I’ve ever seen” – bezogen auf den social virtPresenter – nicht nur einmal durch den Raum gegangen sind ;) .

Freiheit, Freeeeeiheit …

Freitag, 17. Juli 2009

Ja, ich lasse Überschriften gerne mit drei Punkten enden. Nein, ich bin kein Westernhagen Fan. Trotzdem war gestern ein überaus erfreulicher Tag für mich, so erfreulich, dass ich einfach mal wieder einen Artikel dazu schreibe. Natürlich nicht ohne auch mehrmals Fitness Diary zu erwähnen. Wegen des großen Gs und so :) .

Warum also erfreulich? Na, weil ich mir gestern die letzte Note für dieses Semester abgeholt habe und damit die letzte Note für den letzten Schein in meinem Bachelor-Studium. Also abgesehen von der Bachelor-Arbeit natürlich. Bevor mich nun die größeren Milliarden-Unternehmen (Apple, *zwinker*, Apple, *zwinkerzwinker*, …) mit Jobangeboten überhäufen – ich habe mich schon für den Master Informatik an der Uni Osnabrück beworben, den ich auf jeden Fall noch mitnehmen werde. Schließlich habe ich sogar schon Leistungspunkte dafür gesammelt. Abgesehen davon, war die besagte letzte Note die aus Numerischer Mathematik und damit aus dem letzten nötigen Matheschein für mein gesamtes Leben Studium. Auch wenn die Mathematik doch irgendwie die formale Grundlage der Informatik ist, so muss ich sagen, dass ich ab einem gewissen Punkt irgendwann den Bezug zu meinem späteren Wunschberuf nicht mehr so ganz gesehen habe. Trotzdem bin, ich hoffe diese kleine Selbstbeweihräucherung ist erlaubt, stolz einen fachwissenschaftlichen, berufsqualifizierenden Abschluss in Mathematik erlangt haben zu werden – also wenn dann mal alles durch ist.

Interessant ist übrigens die Notenberechnung für das Bachelorzeugnis. Ich musste mir für die Bewerbung zum Master ein vorläufiges Zeugnis ausstellen lassen, worauf hin ich mal in die Prüfungsordnung nach der Notenberechnung geschaut habe. Irgendwie komme ich da auf andere Ergebnisse als das Prüfungsamt. Ich habe mich schon danach erkundigt und bin mal gespannt wie die Antwort lauten wird. Nicht, dass ich das unterstellen möchte, aber bei den komischen Formulierungen würde ich mich nicht sonderlich wundern, wenn bisher alle Zeugnisnoten “falsch” berechnet wurden.

So, kommen wir nun zu Teil 2 meiner Freude. Fitness Diary hat mich zwar nicht zum Millionär gemacht aber ich bin doch irgendwie zufrieden. Am ersten Tag ist eigentlich nicht viel passiert, da man erst gegen 19.00 Uhr die Zahlen des Vortags erhält. Als ich am zweiten Tag also vorgestern dann mal im Store vorbei geschaut habe, konnte ich erfreulicherweise feststellen, dass Fitness Diary in der Kategorie “Geundheit und Fitness” bereits auf Platz 48 der Verkaufscharts gestiegen war. Im Laufe des Tages schwankte das ganze dann zwischen Platz 60 und Platz 33 (nein, ich hab nicht den ganzen Tag auf “Neu-Laden” geklickt – oder, doch? Egal…). Abends erhielt ich dann die ersten Zahlen für den Tag ohne Platzierung  die waren – naja, für 0 Marketing (außer diesem Blog, aber den lesen wohl wenige potentielle Kunden) bin ich damit ganz zufrieden. Ich sag mal, es waren unter 10 Euro, die ich verdient habe aber trotzdem nett. Gestern Abend kamen dann die Zahlen für den Tag mit der wechselnden Platzierung und da waren es zwar immer noch unter 10 Euro aber schonmal mehr als am Vortag. Interessant ist dabei, dass man bereits mit rund 10 Verkäufen in Deutschland in den Charts dieser Kategorie landet und zwar im Mittelfeld. Gestern habe ich auch festgestellt, dass ich zeitweise in Belgien, Dänemark und Neuseeland platziert war/bin.

Fitness Diary in den deutschen Charts

Fitness Diary in den deutschen Charts

Okay, der Business-Leser denkt jetzt – hach, mickrig, weniger als 10 Euro am Tag. Man muss natürlich dazu sagen, dass ich nicht der Illusion anheim gefallen bin, mit dieser 99 Cent Applikation zum Millionär zu werden. Mein kurzfristiges Ziel ist, und das scheint mir bei der gegenwertigen Marktsituation mehr als realistisch, auf 300 Euro Verdienst im Monat zu kommen. Das ist jetzt auch nicht die Welt, aber bedenkt man wie viel man als Student sonst so dafür arbeiten muss – und ich habe etwa 2 bis 3 Wochenenden in Fitness Diary gesteckt – habe ich glaube ich allen Grund zufrieden zu sein.

Abschließend denke ich, dass ich mit etwas mehr Aufwand sogar auf wesentlich mehr Verdienst kommen kann. Warum? Ganz einfach. Fitness Diary ist derzeit nur in Englischer Sprache verfügbar. Trotzdem ist der Erfolg in Deutschland groß. Noch größer könnte er ausfallen, wenn ich mit dem nächsten Update Fitness Diary auch in die größeren europäischen Sprachen lokalisiere. Weiterhin gibt es eine Konkurrenzapplikation, die ähnlichen Funktionsumfang bietet, aber meiner Meinung nach nicht ganz so gut strukturiert ist. Im deutschen Store konnte ich diesen Konkurrenten heute überholen (aktuelle Platzierung 21). Geht man jetzt davon aus, dass z.B. die Amerikaner, deren Markt viel größer ist, ähnlich wie die Deutschen ticken, und diese Konkurrenzapplikation im US Store in den Top 100 (über alle Kategorien) derzeit Platz 7 einnimmt und die Applikation das doppelte kostet, scheint mir das Potential doch recht hoch zu sein. Um im amerikanischen Markt Fuß zu fassen fehlen mir allerdings auch noch deren Maßeinheiten (lbs und ft).

Meine mittelfristige Planung sieht also vor mit dem nächsten Update Lokalisierung, Imperial Units und eine einfache grafische Statistik anzubieten und den Preis dabei noch bis ich in den amerikanischen Charts auftauche noch klein zu lassen. Langfristig scheint mir also Top 10 in 3 bis 5 größeren Märkten in der passenden Kategorie nicht unrealistisch. Träumen, und das darf man natürlich auch, kann ich von einer Platzierung in den US Top 100, wobei ich dann vermutlich schon an der 1000 Euro/Monat Grenze knabbern müsste. Träume, wie gesagt. ;)

Fitness Diary im iPhone App Store (Update: There we go!)

Mittwoch, 01. Juli 2009

Soon to be released...Gestern gegen Abend war es soweit. Ich habe endlich meine erste iPhone App in den App Store submitted. Einigen meiner Leser wird vermutlich bereits bekannt sein, dass ich in meiner (leider sowieso recht schmalen) Freizeit eine kleine iPhone Applikation geschrieben habe, die es ermöglich die eigenen Fitness-Daten zu tracken.

Fitness Diary InterfaceIm Wesentlichen hat man dabei die Möglichkeit verschiedene Profile anzulegen und tägliche Einträge für Gewicht, Körperfett und sportliche Aktivitäten (z.B. Jogging, Fitnesstudio, etc.) anzulegen. Die Idee dabei war, im Fitness Studio nicht immer mit diesem schicken Klemmbrett rumlaufen zu müssen, auf dem die Geräte für das eigene Training und die nötigen Einstellungen (Sitzhöhe, Gewicht, …) zu finden sind. Stattdessen kann man nun (wenn schon noch nicht mit Waschbrettbrauch) immerhin mit seinem iPhone posen.

Das ganze heißt Fitness Diary und befindet sich derzeit in der umstrittenen App Store Review Phase. Hoffentlich bald – denn in der App sind (auch auf die Gefahr nun potentielle Kunden zu verlieren) weder leicht bekleidete Frauen noch Furzgeräusche vertreten – darf man also im iTunes Store nach Fitness Diary, meiner Wenigkeit oder einem Schlüsselwort aus einem ausgeklügelten Werbetext suchen (und hoffentlich etwas finden):

Fitness Diary ist die ideale App um mit dem iPhone oder iPod touch seine Fitness, sportliche Aktivitäten und Gewichtsentwicklung im Auge zu behalten.

Laufen Sie nicht mit einem Klemmbrett durch’s Fitness Studio, nehmen Sie Ihr iPhone oder iPod touch mit und Ihr Trainingsplan ist nur einen “Tap” entfernt. Verschwenden Sie kein Geld für x verschiedene Programme um Ihr Gewicht. Körperfett oder Training zu protokollieren oder Ihren BMI zu berechnen. Nutzen Sie Fitness Diary.

Fitness Diary bietet:

- multiple Profile für Ihre ganz speziellen Fitness Ziele. Egal ob Abnehmen, Muskeln aufbauen oder Anderes. Sie teilen Ihren iPod mit Ihrem Partner? Kein Problem, legen Sie so viele Profile an, wie Sie wollen.

- Gewicht- und Körperfettprotokoll: Protokollieren Sie Ihre Fitness Entwicklung mit integrierter Statistik Funktion

- BMI Rechner: Keine extra App benötigt, zu jedem Fitness-Diary Eintrag wird Ihnen automatisch Ihr BMI berechnet, natürlich auch mit Entwicklungsstatistik

- Sport und Aktivitäten: Sie haben einen Trainingsplan? Übertragen Sie Ihn doch einfach in Fitness Diary, so können Sie jedem Fitness-Diary Eintrag neben Ihrer Gewichtsentwicklung auch Ihre Aktivitäten und Trainings zuordnen. So sehen Sie gleich, wann es mal wieder Zeit für eine Runde Jogging ist.

- benutzerdefinierte Aktivitäten und Workouts: Kaufen Sie keine App, die Ihnen Ihren Traingsplan mit einem vordefinierten Katalog von Aktivitäten vorschreibt. Es geht schließlich um Ihren ganz persönliche Fitness. In Fitness Diary erstellen Sie alle Aktivitäten nach Ihrem Profil selbst zusammen und unterscheiden zwischen Details einer Aktivität (z.B. Gerät Nr. 2 oder Kurs 24) und Ihren Trainingsleistungen (z.B.3 Sätze á 20 Wiederholungen oder 150 kg Gewichte)

Fitness Diary ist die All-In-One Lösung für Ihren Trainingsplan. Nur für kurze Zeit im Einführungsangebot für nur 0,79 Euro (Deutschland, Preis kann in anderen Ländern abweichen).

Hinweise:

Fitness Diary setzt auf die aktuellsten Technologien und benötigt daher OS 3.0.

Fitness Diary gibt keine Hinweise darauf, ob Sie zu- oder abnehmen sollten, mehr oder weniger trainieren. Gehen Sie mit Ihrem Körper und Ihrer Fitness verantwortungsvoll um: Konsultieren Sie ggf. einen Arzt.

Weitere Informationen sind auf der eigenes dafür eingerichteten Webseite nicolasneubauer.de/fitnessdiary zu finden.

Nun bleibt nur zu hoffen, dass das Programm möglichst bald von Apple freigegeben wird und dann natürlich viele zufriedene Käufer findet. Ich bin da ganz bescheiden, mir würde für’s erste jeder Tausendste iPhone bzw. iPod User als Käufer reichen. Bei den mehr als 40 Millionen Nutzern hätte ich damit zumindest mein Studium refinanziert ;) . Links folgen sobald der Review-Vorgang abgeschlossen ist.

Update: Die Applikation ist nun im Apple iPhone/iPod App Store zu haben. Fitness Diary kostet derzeit als Einführungsangebot 0,79 Euro (Deutschland, andere Länder können abweichen). Über konstruktive Kritik und/oder überschwängliches Lob würde ich mich freuen ;) .

Wer einen entsprechenden Blog oder eine andere Publikationsform betreibt und Interesse daran hat, einen Test oder Beitrag zu Fitness Diary zu verfassen, möge sich bei mir melden, kostenfreie Testversionen können zur Verfügung gestellt werden.

iPhone 3GS: “Spiel Titel von Uhhh Zwei!”

Samstag, 27. Juni 2009

Anders als erwartet, habe ich meine heutige Ration Info D bereits hinter mich gebracht und kann nun ohne schlechtes Gewissen einen ersten kurzen Erfahrungsbericht zum neuen iPhone 3GS verfassen.

Ich nehme das Fazit mal vorweg, da man sich schon beschwert hat, meine Beiträge wären zu lang: Wer durch Verkauf seines alten Geräts oder sonstige Machenschaften wie Vertragsverlängerung für unter 100 Euro an das Teil kommt, dem sei es grundsätzlich empfohlen – mehr würde ich für dieses, zumindest derzeit noch, eher moderate Update nicht hinblättern.

Warum? Nun, fassen wir mal die Neuerungen zusammen, und damit meine ich die Dinge, die man nur auf dem iPhone 3GS bekommt. Innovationsbomben wie Cut, Copy & Paste gehören da nicht dazu, die sind nämlich Bestandteil des 3.0 Firmware Updates, in dessen Genuss auch iPhone 3G (ohne S) und iPod touch Nutzer kommen.

  • S wie Speeeeeed. Das wohl gewichtigste Feature des 3GS, immerhin im Namen vertreten, ist trotz meiner anfänglichen Skepsis, durchaus nicht unbeachtenswert. Natürlich ist irgendwie klar, dabei bleibe ich, dass eine neue Hardwaregeneration schneller ist, als der Vorgänger. Beim Vergleich iPhone 3G versus 3GS fällt der Unterschied beträchtlich aus. Alle Programmstarts sind fast doppelt so schnell, Browsen macht wieder Spaß, elendige Ladezeiten von z.B. SimCity oder Google Earth sind nun mehr als verträglich. Wer sein iPhone also tatsächlich nutzt – und das nicht nur zum Angeben – wird dieses Feature zu schätzen wissen.
    Was dabei noch völlig unerwähnt bleibt, ist der neue Grafikprozessor des Geräts, der unabhängig von möglichen Optimierungen sogar bis zu 4x so viel Leistung bringt, wie sein Vorgänger. Das merkt habe ich insbesondere beim Spielen von Crash Bandicoot Nitro Kart gemerkt, aber auch bei Hero of Sparta oder SimCity. Allerdings ist das längst nicht alles, durch Open GL ES 2.0 Unterstützung ist die Grafikhardware jetzt programmierbar und bietet so noch mehr Potential für mobile Spiele, wobei die PSP (ich schrieb schon derartiges) locker übertrumpft werden kann.
  • Video und Kamera: Meiner Meinung nach auf Platz 2 gehört die Innovationsbombe Video. Ach, andere Handys können das schon seit Jahren? Oh, na ja – ist trotzdem nett und natürlich Apple-like einfach zu bedienen. Die Kamera hat jetzt statt 2, 3 Megapixel, Autofokus und die Möglichkeit 25 FPS (?) VGA (sprich 640×480) Videos aufzunehmen. Ersteres macht die Kamera nun wirklich alltagstauglich und letzteres finde ich insbesondere im Bezug auf MMS sehr nett. Für die Meisten wird wohl die YouTube Integration mehr Gewicht haben, da ich aber nicht so der YouTube Nutzer bin, freue ich mich mehr darüber jemanden eine nette Videobotschaft zu senden. (Z.B. wie ich genüsslich in einen Burger beiße, während andere Arbeiten müssen ;) )
  • Voice Control aka Sprachsteuerung: In Handys schon seit einigen Jahren vertreten, nun endlich auch auf dem iPhone. Gewichtsmäßig für mich Feature Nummer 2, zwar genauso wenig innovativ wie “mehr Speed” aber trotzdem nett. Zumindest teilweise. Was wirklich nett ist, ist die Rufwahl die durch das Sagen von beispielsweise “Ruf Nicolas Neubauer.” initiiert wird. Sind mehrere Nummern unter dem Namen gespeichert, fragt das iPhone, welche man denn wählen möchte “Mobil, Privat, Andere …”. Sehr nett, man kann natürlich auch gleich sagen “Ruf Nicolas Neubauer Mobil.” Ich habe jetzt nicht meine komplette Kontaktliste durchprobiert, aber in meinem Adressbuch sind über 200 Personen und Firmen (”Ruf China Kurier!”) mit Namen gespeichert und bisher hatte ich vielleicht einen Fehler bei der Erkennung. Dazu muss man natürlich sagen, dass die Kontakte bisher alle deutschsprachige Namen hatten… Hier liegt nämlich das Problem:
    Die Sprachsteuerung erlaubt es auch den iPod via Sprache zu bedienen und was Apple hier liefert kann wirklich nicht deren Ernst sein. Das iPhone interpretiert alle Interpreten und Albennamen in der gewählten Sprache – in meinem Fall also Deutsch. Doof nur, dass ca. 95% meiner Musiksammlung nicht von deutschen Interpreten stammt. Sagt man also “Spiel Titel von U2.” Sprich: Ju Tuu, teilt das iPhone freudig mit: “Sie hören Titel von Silbermond.” Hä? Ich bin nicht sicher, ob Steve Jobs vielleicht zu viel mit der Deutschen Bahn gefahren ist, aber das iPhone verlangt tatsächlich nach “Spiel Titel von Uhhhh Zwei.” um obige Aufforderung korrekt umzusetzen. Obwohl die Sprachsteuerung bei deutschsprachigen Interpreten und Alben (”Spiel Album Männersachen.”) wunderbar funktioniert, muss Apple hier dringend nachbessern – dann hätte man allerdings tatsächlich die wohl beste Sprachsteuerung in einem mobilen Gerät. (Zumindest im Vergleich zu dem, was ich bisher so gesehen und ausprobiert habe…)
  • Neue Kopfhörer: Die neuen Apple Kopfhörer mit integrierten Knöpfen für lauter und leiser werden nun auch vom neuen iPhone unterstützt. Hierzu kann man wenig sagen. Funktioniert halt und ist auch nett, aber ständig die Lautstärke ändert man ja nun doch nicht, also auch kein Killerfeature.
  • Nike+iPod: Wer es nicht kennt, hier geht es um Sport – der Kleidungs- und Sportschuhhersteller Nike bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit mit einem speziellen Sensor im Schuh und einem Dongle für iPods Trainingsläufe zu tracken und Statistiken auszugeben, dazu steht auch eine Online Community bereit. Das neue iPhone hat hierbei einen Empfänger für den Sensor in den Schuhen integriert und bietet dazu auch eine Applikation direkt auf dem Gerät. Nett für Leute die das benutzen. Da ich persönlich eher auf Crosstrainer stehe, aber wohl nichts für mich. Trotzdem immer noch einen Tick besser als …
  • Kompass: Das letzte wirklich neue Hardware-Feature des iPhone. Das Gerät enthält jetzt einen Kompass, der – oh Wunder – per Applikation zeigt, wo Norden ist. Wenn man nicht gerade Geocacher ist, vermutlich nicht sonderlich brauchbar solange keine Applikationen irgendeinen sinnvollen Gebrauch davon machen. Einziger Vorteil: Die Maps Applikation lässt die Karte auf Wunsch nun in Blickrichtung rotieren, was beim Navigieren zu Fuß durchaus vorteilhaft ist. Mehr aber auch nicht.

Das war’s. Wirklich. Gut, da sind natürlich noch so Kleinigkeiten, wie etwas längere Akku-Laufzeit, bisher allerdings noch nicht extrem in Erscheinung getreten (gut, ich hab natürlich seit gestern viel rumgespielt…) und sowas wie fettabweisendes Glas auf dem Bildschirm. Nichts also, was den fettdruck verdient hätte.

Um also noch mal zu resümieren: Speed ist tatsächlich das Killerfeature des Geräts und – sollten nun Spieleentwickler tatsächlich die Plattform ausnutzen hätte man schon eine bessere PSP in der Hand. Mit Voice Control und Video kommen zwei Features, die das iPhone wieder gleichauf mit anderen Mobiltelefonen bringt, zumindest was Hardware angeht und die gewohnt schöne Softwareintegration lässt das iPhone diese gleich noch überflügeln. Dringend nachgebessert werden muss bei Voice Control, die derzeitige Sprachabhängigkeit für den iPod ist eher ein Witz als ein Produkt.

Da es sich beim 3GS im Vergleich zum 3G also eher um Evolution als um Revolution handelt bleibt mein Fazit: Ein Nettes Gerät, für das ich aber derzeit, zumindest ohne deftige Spieleunterstützung, auf keinen Fall mehr als 100 Euro “Upgrade-Gebühr” bezahlen würde.

T-Fail und das iPhone 3GS

Samstag, 27. Juni 2009

Auch wenn ich mich gestern schon nicht per Twitter zurückhalten konnte, hier nun noch ein kleiner Artikel über mein geschicktes T-Fail ähh -Mobile Austricksen, das dazu geführt hat, dass ich nun ein nigelnagelneues iPhone 3GS in den Händen halte ohne meinen Vertrag verlängert zu haben.

iPhone 3GS

iPhone 3GS

In meinem vorherigen Artikel hatte ich ja bereits beschrieben, dass die Telekom es offenbar nicht nötig hat, sich mein Geld zu eigen zu machen, denn ich wäre gerne bereit gewesen zu einem anständigen Preis, denn so wie ich es jetzt gemacht habe, war das Gerät auch nicht umsonst, eben das neue iPhone zu erwerben.

Wie habe ich es jetzt also hingekriegt? Na, ich habe zwei Möglichkeiten in Betracht gezogen: 1. eine Mehrheitsbeteiligung am Telekom Konzern – Kostenpunkt rund 17 Mrd. Euro und 2. ein Neuvertrag – Kostenpunkt: siehe unten.

Erste Möglichkeit wäre eigentlich die bessere gewesen, denn so hätte ich unter Umständen gleich mal die Mehrzahl der inkompetenten Mitarbeiter entlassen und in die Callcenter ein großes Plakat mit dem Wort “Service” und einer allgemeinverständlichen Erklärung hängen lassen können. Leider konnte ich den letzten Tagen nicht die gesamte Summe aufbringen, daher habe ich mich notgedrungen für Option 2 entschieden. Ich hatte ja schon geschrieben, dass man so für etwas über 700 Euro an das Gerät kommen kann, aber das war mir dann doch zu viel und glücklicherweise gibt es da eine hinreißende junge Dame, die gerade einen Neuvertrag abschließen wollte aber – zu meinem großen Glück – kein Handy braucht. Die Idee liegt auf der Hand: Sie nimmt das iPhone zu ihrem normalen Studenten-Flatrate-Tarif (heißt übrigens Max M Friends) und ich zahle ihr den Aufpreis für den Vertrag (10 Euro/Monat) sowie den subventionierten Gerätepreis (rund 100 Euro). Summasummarum bin ich dabei ausgezeichnet weggekommen, bedenkt man den Wiederverkaufswert meines alten iPhone 3G.

Wer also zufällig jemanden kennt, der gerade einen Telekom Neuvertrag abschließen möchte, aber kein iPhone braucht, dann kann ich das vorgehen nur empfehlen, da auch das neue iPhone keinen Sim- sondern nur einen Net-Lock besitzt und deshalb problemlos mit der “alten” T-Mobile Simkarte funktioniert.

Warum jetzt eigentlich T-Fail. Nun abgesehen von der Tatsache, das neue iPhone nicht allen Bestandskunden anzubieten, habe ich in den letzten Tagen folgende Dinge beobachten können müssen.

  • Idee: Xtra Card die noch auf eine andere Person läuft übernehmen und dann in Laufzeitvertrag umwandeln (mit iPhone). Problem: 1. Das Formular zu bearbeiten dauert offenbar Tage. 2. Die Tatsache, dass man nach Übernahme der Karte erstmal 3 Monate Inhaber sein muss, bevor man das ganze zu einem Laufzeitvertrag machen kann wurde im T-Fail-Punkt leider verschwiegen.
  • Idee: Nachfragen ob das jetzt auch irgendwie zu beschleunigen ist, schließlich soll ein neuer Vertragskunde gewonnen werden. Problem: Die Hotline – 2202 – ist leider auch Tage nach der 3GS Veröffentlichung absolut überlastet, einen Mitarbeiter konnte weder um 17.00 noch nach 4maligem Versuchen gegen 20.00 Uhr noch um 23.00 Uhr erreicht werden. Soviel zu “beschleunigen”.
  • Idee: Scheiß drauf. Einfach in den Laden und jetzt halt n komplett neuen Vertrag. Problem: Keine iPhones mehr da. Gut, nach 2 iPhone Releases mit absolutem Run auf die Geräte und monatelangen Wartezeiten kann man sicher schwer abschätzen, wie viele Geräte man so da haben sollte…

Glücklicherweise konnten wir bei Media Markt noch eins erhaschen, wobei der Mitarbeiter zwar keinen sonderlich vertrauenserweckenden Eindruck gemacht hat und der Meinung war an der Stelle “Händerunterschrift” sollte der Kunde unterschreiben (war sicher sein erster Vertrag, den er abgeschlossen hat…). Trotzdem hat es letzten Endes geklappt und nun darf ich stolz (Quelle: Patrick) verkünden:

Ein kleiner Erfahrungsbericht folgt, wenn ich mich gleich wieder vom Info D Lernen ablenken will.

Das neue, revolutionäre, absolut geniale iPhone 3G .. ähhh … S. Also 3GS.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Okay, es ist so gekommen wie befürchtet angekündigt.

Ich persönlich spekuliere – um es noch mal zusammenzufassen – auf eine ausführliche Snow Leopard Demo, eine (zu ausführliche) iPhone OS 3.0 Demo, auf die Ankündigung einer neuen iPhone Generation wobei ich mir auch “Get iPhone OS 3.0 Today, iPhone 4G early July” oder so vorstellen könnte und irgendwas neues, was immer das sein mag. Eine Guest-Appearance von Steve Jobs halte ich für denkbar aber aus den oben genannten Gründen für unwahrscheinlich.

Die WWDC-Keynote hat so ziemlich genau das gebracht. Snow Leopard wurde ausführlich gezeigt und es hat mich nicht vom Hocker gehauen, scheint aber trotzdem gut zu sein. Fair finde ich den 29$ (beziehungsweise Euro…) Preis. Auf Open CL und Grand Central (obwohl das Logo hässlich ist) bin ich gespannt aber wirklich total revolutionär scheints ja nicht zu sein. Wobei doppelte Geschwindigkeit bei manchen Applikationen schon eine enorme Leistung bei gleicher Hardware ist. Finde ich jedenfalls.

Dann gab es die (wie-viele-Drittentwickler-sollen-noch-ihre-Apps-zeigen?-)viel zu lange iPhone OS 3 Demo. Respektive absolut nichts neues. Schließlich die neue iPhone Generation: Das iPhone 3GS, was mir eher moderate Produktpflege scheint. In diesem Zusammenhang möchte ich sagen, dass ich die Anti-iPhone-Fraktion durchaus verstehen kann, wenn es heißt “Copy & Paste – Wow, das ist mal revolutionär… 3 Megapixel Kamera?! Uaaaahh! Mit Video. Respekt.”. Lieber Scott Forstall, du bist nicht Steve Jobs, du kannst nicht absolut unspektakuläre Dinge so in Szene setzen, dass jeder davon beeindruckt ist. Ich kann durchaus verstehen, dass viele Benutzer des iPhones in Umfragen gesagt haben, dass sie Copy & Paste möchten, aber doch bitte nicht als Major Feature einer neuen Hardware Generation. In solchen Umfragen sagen die Leute ja nicht, welche Innovationen sie erwarten, sondern welche Dinge nötig sind bzw. sie sich wünschen. Die Innovation muss doch gerade das unerwartete, das “wow”-mäßige sein, das aus dem Nichts auftaucht. Und ähhh, das Kopieren und Einfügen von Text (auch wenn das Interface schön ist) ist nicht wirklich innovativ.

iPhone 3GS (Bild: apple.com)

iPhone 3GS (Bild: apple.com)

In diesem Zusammenhang verstehe ich nicht, warum nicht viel mehr Gewicht auf die Dinge gelegt wurde, die zumindest einen gewissen Innovationsfaktor haben: Zum Beispiel Voice Control. Wenn das tatsächlich so gut funktionieren sollte (und ich bin da arg skeptisch) hat Apple mal eben nebenbei die vermutlich beste Sprachsteuerung auf mobilen Geräten auf den Markt geworfen. Interessant ist auch Open GL ES 2.0, das möglicherweise – ganz im Sinne meiner Vermutung in einem vorherigen Artikel – die Kraft hat die PSP als mobile Spielekonsole zu übertrumpfen.
Genauso verstehe ich nicht, wie man den Nutzern “Speed” als ausgezeichnetes Hauptmerkmal verkaufen kann. Ist doch irgendwie klar, dass man erwartet, dass neuere Geräte schneller werden müssen. Auf einer Apple Veranstaltung an der ich einmal teilnehmen durfte wurde explizit gesagt “Nutzer kaufen keine Funktionen, Nutzer kaufen Lösungen.” – Speed steht da wohl nicht zur Debatte.

Was soll ich also sagen. Mir fehlt weiterhin Videotelefonie, trotzdem ist das neue iPhone schlicht “besser” als das alte und damit meiner Meinung nach ein berechtigtes Update. Insbesondere auf die Spieleindustrie bin ich gespannt. und ich kann es kaum erwarten Voice Control auszuprobieren. Dabei kommen wir aber direkt zum nächsten Problem:

T-Mobile. Eben noch schrieb ich von Lösungen, jetzt geht es um das Gegenteil. Nehmen wir mal für einen Moment an, ich bin ein Mensch – okay, das trifft sogar zu – und ich habe Geld – langsam bewegen wir uns in die Fiktion – und ich möchte dieses Geld gerne ausgeben – da es fiktives Geld ist, entspricht das auch erstmal der Wahrheit. Sagen wir also ich fahre zur Bank und hebe – sagen wir mal 600 Euro von meinem Konto ab. Ich gehe also in den T-Punkt (wie üblich in Hemd und Sakko, da sind die Berater gleich viel freundlicher…), weise daraufhin, dass ich heute nicht geschäftlich sondern wegen meines privaten Vertrags gekommen sei und sage frei heraus: “Hier ist Geld. Ich hätte gerne iPhone 3GS.” Ein Funkeln ist den Augen des Verkäufers zu sehen, der schon an seine Provision denkt doch dann sage ich. “Ich habe derzeit einen Complete M 1st Generation Meeene-Fresse Tarif (ohne @home Flat Option).” “Oh”, sagt der Verkäufer dann, “aber Ihr Vertrag läuft nur noch ein paar Monate und Sie möchten Ihn gerne verlängern, nicht?” (Hoffnung keimt in ihm auf.) “Nein, er läuft noch etwa 14 Monate, das sollte ja aber kein Problem sein, oder?” Ich zücke meine mit Scheinen überquellende Brieftasche. Aber beim Wort Problem habe ich exakt und genau den Kern der Sache getroffen, denn die schlichte Antwort des Mitarbeiters ist: “Das geht nicht. Auf wiedersehen.”

“Hä? Hier, ich habe Geld … ihr könnt es haben …” … rufe ich noch verwirrt, während der Sicherheitsdienst mich – mit einem Bündel Scheine wedelnd – aus dem Laden schiebt. Tja zurück in der Realität. Was ich mit dieser kleinen Geschichte zum Ausdruck bringen möchte: T-Mobile hat es offenbar nicht nötig Geld von Kunden zu bekommen. Gut, 600 Euro hätte ich nicht ausgegeben aber selbst wenn – die Geschichte würde sich so (oder so ähnlich) ereignen, denn für Bestandskunden mit Restvertragslaufzeiten zwischen 24 und 12 Monaten ist kein Upgrade auf das neue Gerät möglich. Egal wie viel Geld man den Damen und Herren anbieten möchte. Natürlich, für den hypothetischen, verschwenderischen, Geld-spielt-keine-Rolle Nicolas aus dieser Geschichte bleibt die Option einfach einen neuen Vertrag abzuschließen und das neue iPhone so für etwa 24 * 24,95 + 129,95 Euro zu erstehen. Lumpige 728,75 Euro (mit T-Mobile Simlock, wohlgemerkt!). Zugegeben, gar nicht so viel mehr als 600 aber es kann ja wohl nicht sein, dass einem letztlich nur diese Option bleibt. Geschäftstechnisch: Failed.

Übrigens, wer das Glück hat nur noch 12 Monate Restlaufzeit zu haben, kann das alte Gerät für schlappe 300 Euro ablösen und ein neues zu subventionierten Preisen (z.B. rund 89 Euro) kaufen. Macht also 389 Euro. Gut, das alte kann man ja noch verkaufen also gar keine so schlechte Option – dennoch bleibt festzuhalten: Das Wort “Kundenbindung” durch “Service” scheint T-Mobile nicht geläufig zu sein. Ganz in diesem Sinne ist eine Bestellung der neuen Geräte selbst für qualifizierte Bestandskunden erst ab dem Releasetag, dem 19. Juni, möglich. Hauptsache man hat genug Geräte für die Neukunden, die dann spätestens im nächsten Jahr die gleichen Hasstiraden, wie ich jetzt in ihren Blogs und Twitter Messages veröffentlichen werden. Tja, T-Mobile – willkommen im 21sten Jahrhundert.

iPod touch / iPhone als mobile Gameconsole – Gedanken zur PSP go

Dienstag, 02. Juni 2009

Zur Stunde gucke ich auf gamespot.com, während ich inverse Vektoriterationen berechne, die Pressekonferenz von Sony auf der E3. Dort wurde, wenn auch schon vorher bekannt, gerade die PSP go vorgestellt. Diese neue kleinere Version von Sony’s mobiler Spielekonsole bzw. Handheld verzichtet auf das von Sony vormals verwendete UMD Mediaformat, bei dem Spiele auf seperaten Datenträgern erworben werden konnten. Das Gerät verfügt über 16 GB Speicherplatz und ist – wie schon die “alte” PSP – als Spielekonsole mit mobilem Mediazugriff (a.k.a. MP3, Video-Player) positioniert.

Durch den Wegfall von UMD liegt der Vergleich mit dem iPod touch nahe, der – betrachtet man die Fernsehwerbung – von Apple auch eher als mobile Spielekonsole positioniert wird wobei der Namesteil “iPod” in “iPod touch” ja bereits ausreichend die “Medienkompetenz” des Geräts betont.

Derzeit muss man allerdings sagen, dass dem iPod mindestens zweieinhalb Voraussetzungen fehlen um tatsächlich den Markt der PSP direkt anzugreifen.

1. Grafik und Sound-Hardware: Der iPod bietet zwar für ein mobiles nicht-100%-Gamekonsolengerät eine sehr gute Grafikleistung, um aber an die Grafik der PSP heranzutreten wäre hier doch noch ein deutliches Update nötig. Ich kenne mich auf dem Chipmarkt nicht aus, aber die PSP-Hardware ist auch bereits 5 Jahre alt und ich denke, durch ein Upgrade der Grafikhardware könnte man die PSP hier sogar noch überflügeln. Vom Nintendo DS ganz zu schweigen. Gut wäre auch ein Sound-Upgrade, die PSP bietet hier sehr überzeugenden Stereo-Klang, der iPod touch nur einen “Quäker”-Lautsprecher.

2. Steuerungshardware: So gut viele der bereits veröffentlichten Spiele sich mit dem Motionsensor spielen lassen oder ein “digitales” Touchpad auf dem Screen umgesetzt wurde, so richtig gut spielen kann man einfach nicht – ohne “echte” Buttons. Zumindest ein digitales Steuerkreuz und vielleicht sogar einen analogen Controller sollte es dafür geben.

2 1/2. Software: Obwohl einige der großen Entwickler bereits auf den Zug aufgesprungen sind, beispielsweise SEGA oder EA, macht doch die Software die Hardware erst nutzenswert. Dies ist allerdings nur ein halber Punkt, erstens weil es wie gesagt bereits jede Menge Spiele für das Gerät gibt, zweitens, weil – sollte 1. und 2. umgesetzt werden, dieser Punkt sicher sehr schnell wegfallen würde.

Stellen wir uns also folgendes vor. Apple erneuert den iPod touch mit entsprechend stärkerer Hardware und ergänzt das Gerät z.B. mit einem optionalen Gamecontrollerzubehör. Durch die einfach zu programmierende OpenGL Basisplattform und das lukrative Geschäftsmodell könnte ich vorstellen, dass in kürzester Zeit nicht nur die großen Spieleentwickler gleichwertige oder sogar höherwertige Spiele für diese Plattform herstellen würden, der iPod touch würde auch von den jetzt schon vorhandenen vielen kleinen unabhängigen Entwicklern profitieren. Abgesehen davon, stehen für den iPod touch immer noch alle anderen App Store Anwendungen zur Verfügung, genauso wie der iTunes Wireless Store und würde damit – zumindest in meinen Augen – selbigen zu einem wesentlich besseren Gerät machen, als es die PSP go es nun ist.

Geht man noch einen Schritt weiter, kann natürlich auch beides in das iPhone gebaut werden. Damit würde das Gerät zum ultimativen “Digital Life Companion” werden und sich durch GPS Navigation, Gameconsole und mobiles Internet sehr schnell “amortisiert” haben – selbst bei einem etwas höheren Preis und der (Zwangs-)Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag.

Ich denke mit dem nun wohl bald erscheinenden iPhone “4G”, wie immer es dann heißen mag, wird ein derartiges Update noch nicht angedacht oder zumindest umgesetzt sein. Für die Aktualisierung des iPod touch, die wohl dann im September anstehen würde, könnte ich mir diese Schritte aber durchaus vorstellen. Was Apple tatsächlich aus dem Hut zaubert, wird sich dann zeigen – ich für meinen Teil würde für sowas durchaus mein hart verdientes Geld ausgeben.