Archiv für die Kategorie ‘Apple & Mac’

Gedanken zu Apple und der WWDC 2009

Samstag, 30. Mai 2009

Am 8. Juni werden wieder tausende Apple-Fans (und ich schließe mich selbst da nicht aus) im Sekundentakt auf den Refresh-Button ihres Browsers hauen, um diverse Live-Blogs zur Keynote zur Eröffnung der WWDC stets aktuell zu halten und kein Detail zu verpassen.

WWDC 2009

WWDC 2009

Jährlich veranstaltet Apple die World Wide Developer Conference, die eigentlich eine Konferenz (wie der Name schon sagt) für professionelle Entwickler auf der bzw. mit dem iPhone nun den Apple Plattformen ist. Die Keynote zur Eröffnung wurde dabei bisher meist von unserem Götzen Lieblings-CEO Steve Jobs gehalten, der aber ja derzeit eine gesundheitliche Pause bis Ende Juni macht. Schade ist das aus 2 Gründen, denn erstens liefert Mr. Jobs unabhängig davon, ob man nun “voll der Apple-Fanatiker” ist oder nicht, großartige Vorträge mit beeindruckender Rhetorik und einem durchdachten Konzept. Zweitens ist Mr. Jobs ja nicht nur der Chef von Apple sondern irgendwie eine Ikone geworden, die für das gesamte Unternehmen steht. Insbesondere an den Verläufen der Aktienkurse sobald wieder etwas über eine vermeintliche Krankheit Jobs’ bekannt wird oder gar von dessen Retirement spricht, erkennt man, wie wichtig diese Person für das Unternehmen ist. Natürlich ist es völlig irrational zu glauben, Apple könnte keine guten Produkte mehr bieten, wenn Steve Jobs eines fernen Tages nicht mehr an der Spitze des Unternehmens steht.

Statt seiner wird die Keynote wohl von Phil Schiller VP of Schwafeling Marketing gehalten, unterstützt von einigen anderen Kollegen. Trotzdem lastet natürlich ein gewisser Druck auf Apple, denn anders als auf anderen Konferenzen, wo in der Begrüßungskeynote gesagt wird “Um 12 is Mittach, Kaffe (ich hasse es, wenn das jemand so ausspricht) um Viere, viel Spass!”, erwarten nicht nur die anwesenden Entwickler sondern auch die restliche Apple-Welt einen stetigen Fluss von Innovationen.

Was steht also an. Zwei Dinge, über die man wohl definitiv sprechen wird, sind Snow Leopard, das nächste Betriebssystem und iPhone OS 3.0. Dabei gibt es allerdings jeweils ein Problem. Snow Leopard ist ein “Under the hood”-Release und soll weniger Features bringen als mehr neue APIs, mehr Geschwindigkeit und Performance, usw.. Sicher wird es dazu eine Demo geben, wobei ich persönlich mir am meisten von der Open CL Implementierung verspreche, also der Einbeziehung der Grafikhardware in die normalen Berechnungen. Natürlich wird es noch ein paar andere nette Dinge zu beschauen geben, aber wunderartiges erwarte ich für die neue Version eigentlich nicht. Aber vielleicht werden wir ja überrascht.

Snow Leopard

Snow Leopard

Das zweite Problem hat mit iPhone OS 3.0. zu tun Dieses wurde nämlich schon vergleichsweise ausführlich auf einem Special Event vorgestellt. Zwar nur als Beta Version aber trotzdem. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird hiervon auch noch mal eine Menge gezeigt, aber wirklich neu wird dabei nicht viel sein. Ich hoffe zumindest, dass uns endlose App-Vorstellungen von Drittentwicklern erspart bleiben – und mit Copy und Paste, Tethering und MMS kann uns ja nun niemand mehr vom Hocker reißen.

Wie sieht es also mit großer Innovation aus? Was sich geradezu aufdrängt ist natürlich die nächste iPhone Generation. Allerdings wird es auch hier schwierig das große, neue in den Vordergrund zu stellen. Das wesentliche am iPhone ist ja gerade seine Software und die hat man mit OS 3.0 ja nun schon abgegrast. Abgesehen davon sind die großen Schritte, die noch nötig waren, UMTS und GPS, ja schon ins iPhone 3G geflossen. Ein iPhone 4G, wobei noch das Problem der Namensgebung bleibt, denn 4G wird es wohl eher nicht heißen, kann nun nur noch – zumindest seh ich sonst keine – kleinere Hardware-Verbesserungen auffweisen. Gemunkelt wird ja beispielsweise von doppeltem Speicher, mehr RAM, schnellerem Prozessor und besserer Kamera. Das klingt natürlich toll, aber wirklich innovativ ist das nicht. Abgesehen davon bringt es für Entwickler doppelten Aufwand, für zwei Geräte zu entwickeln, die unterschiedliche Hardware-Vorraussetzungen haben.
Denkbar sind natürlich noch OLED-Display, bessere Akkulaufzeit, neues Design – allerdings halte ich das alles zwar für nett aber nicht weltbewegend.
Etwas Innovationspotential sehe ich noch bei Videotelefonie. Mit dem iPhone hat Apple mobilen Datentarifen quasi eine globale Akzeptanz verliehen, die vorher höchstens oder zumindest hauptsächlich im Businessbereich (BlackBerry und Co.) vorhanden war. Nun wäre es Apple zuzutrauen auch Videotelefonie ähnlich zu popularisieren. Dazu wäre es allerdings wiederum notwendig mit den Betreibern entsprechende Tarife zu vereinbaren, damit das Feature auch genutzt wird. Ich fände es auf jeden Fall nett und auf der Keynote wäre so ein mobiles iChat, was ich schon zum letzten Special Event prophezeit gefordert habe, sicher der Renner.
Ansonsten könnte man natürlich noch mit einem Gleichziehen mit dem neuen Zune rechnen, dieser soll ja angeblich als Zune HD selbiges Material abspielen können. Der Sinn einen Film in 1080p oder 720p auf meinem Handy zu haben (zumal der Speicherplatzbedarf ja gleich mal ein Viertel des Gesamtspeichers betragen würde) und diesen dann auf einem 480×320 Display anzugucken, will mir allerdings nicht so recht in den Kopf. Auch das Anschließen an einen Fernseher ist eher etwas, was ich mit einem Laptop machen würde, nicht mit einem Handy – vor allem wegen des Speicherplatzbedarf und der dann sicher schwindenden Akku-Laufzeit.

Was bleibt also noch? Neue Hardware. Wirklich nötig ist hier allerdings nicht wirklich etwas, da alle Macs eigentlich auf einem gesunden Stand sind und ich mir nicht vorstellen kann, dass ein neuer Prozessor im MacBook Pro jetzt so grandios ist, dass man ihn extra noch mal vorstellen würde. Bleibt natürlich noch der Überraschungseffekt. Denkbar wäre hier etwas in der NetBook Kategorie (”MacBook Mini” ) oder ein Gerät auf iPhone OS Basis mit größerem Bildschirm. Mit Referenz zu Star Trek also ein PADD. Beides würde sicher für einige Aufregung sorgen aber so richtig wahrscheinlich ist eigentlich nichts von beidem.

Steve Jobs (Bildquelle: mylerdude, Wikipedia)

Steve Jobs (Bildquelle: mylerdude, Wikipedia)

Was den richtigen Effekt hätte, wäre aber das berüchtigte “One More Thing”, in der Vergangenheit häufig von Steve Jobs verwendet, um eine gewichtige Ankündigung zum Schluss zu machen, die eigentlich niemand mehr erwartet hätte. Einen ordentlich Sprung würden die Aktien sicher machen, wenn Schiller mit erwartungsvoller Miene am Ende seiner Keynote sagen würde “… but there is one more thing …”, er von der Bühne gehen und ein (hoffentlich gesund und nicht zu mager aussehender) Steve Jobs die Bühne betreten und dann noch irgendwas vorstellen würde. Beispielsweise das oben genannte Mini-Produkt. Oder zumindest die neue iPhone Generation. Ob Apple das aber will, ist fraglich, denn so würde man wieder den Fokus auf Jobs legen, wobei man ja eigentlich darauf drängt, dass Apple auch ohne ihn noch Apple ist.

Ich persönlich spekuliere – um es noch mal zusammenzufassen – auf eine ausführliche Snow Leopard Demo, eine (zu ausführliche) iPhone OS 3.0 Demo, auf die Ankündigung einer neuen iPhone Generation wobei ich mir auch “Get iPhone OS 3.0 Today, iPhone 4G early July” oder so vorstellen könnte und irgendwas neues, was immer das sein mag. Eine Guest-Appearance von Steve Jobs halte ich für denkbar aber aus den oben genannten Gründen für unwahrscheinlich.

Lassen wir uns also überraschen.

iTunes Rentals: It just doesn’t work.

Montag, 27. April 2009

Wer hätte es gedacht, dass ich bei dem ganzen Apple-Fanb0iism einmal einen Artikel schreibe, in dem ich mich über diesen meinen Lieblingscomputerhersteller aufrege. Nun ist es aber so weit.

Seit kurzem bietet Apple im deutschen iTunes Store auch Filme an. Bisher konnte man dort nur Musik und Fernsehserien käuflich und in digitaler Form erwerben, nun eben auch Spielfilme. Das Angebot ist ziemlich reichhaltig wobei ein Film zwischen 7,99 Euro und 14,99 Euro (soweit ich weiß) kostet. Er kommt dann, wie sich herausstellt in angenehm guter SD-Qualität mit Auflösungen von 720 oder mehr Pixeln in der Breite.

(So, nun folgt wieder ein gedanklicher Exkurs:) Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass die Angabe bei HD-Filmen 1080p und 720p überhaupt gar keinen Sinn macht? Diese Angabe beschreibt nämlich die Zeilen in Pixel in der der Film aufgelöst ist, leider kann man diese ziemlich schlecht angeben, weil manche Filme in 16:9, manche in 21:9 und wieder andere noch ganz anders gedreht wurden. Sprich, sehr viele Filme haben ein unterschiedliches Seitenverhältnis. Würde man sagen, ein 21:9 Film muss auf jeden Fall 1080 Pixel hoch sein, dann wäre die Breite 2520 Pixel, damit das Bild nicht verzerrt würde. Blöd nur, dass ein ein 1080p Fernseher nur 1920 Pixel in der Breite hat. Damit man trotzdem das ganze Bild sieht, nimmt man jetzt also die Breite 1920 und passt die Höhe entsprechend mit schwarzen Balken an. Ein 21:9 Film hat also in der 1080p Version nur etwa 823 Pixel in der Vertikalen. Bei 720p ist es genauso. Wer hat sich also diesen Unfug ausgedacht? Warum konnte man das ganze nicht 1920p und 1280p nennen? Das hätte viel mehr Sinn gemacht! Pfuscher!

(Okay, zurück zum eigentlichen Artikel:) Auf jeden Fall kann sich jetzt diese Filme kaufen und sie sind in guter Qualität, entsprechen in etwa DVD Standard. Tonmäßig ist bei den meisten Filmen eine Englische und eine Deutsche Tonspur (in AAC Stereo, u.U. Dolby Surround, also 2.1) dabei, wobei trotteligerweise bei meinem Testfilm die Englische Standard war. Manchmal ist auch eine Dolby Digital Tonspur dabei (AC3 5.1), die aber erstens im MP4 Standard gar nicht möglich ist (Hacks!) und zweitens auf meinem Testrechner trotz optischen Digitalausgang nicht abgespielt werden konnte. Außerdem sind Kapitelmarkierungen vorhanden und der Film scheint in Baseline Level 3.0 h264 encodiert zu sein, denn das iPhone und wohl auch die neuen iPods können die Filme abspielen. Die Kehrseite der Medaille ist das DRM. Ein Film wird über einen iTunes Account gekauft und kann dann (wegen FairPlay) nur auf den Rechnern abgespielt werden, die auch mit diesem Account aktiviert sind. Fröhliches Filmeverteilen bleibt also nicht nur verboten sondern auch technisch nicht möglich.

iTunes Movies

Worauf ich aber nun hinauswollte sind die iTunes Rentals. Also die Leihfilme. Mit den Kauffilmen hat auch das Leihangebot von iTunes gestartet (Newsmeldung bei fscklog.com), dabei kann man Filme je nach Neuheitsgrad für 2,99 oder 3,99 Euro ausleihen und dann nach dem ersten Start für 48 Stunden gucken. Die Konditionen entsprechen dabei etwa denen einer DVD-Videothek (in meiner Stammvideothek kostet ein Film z.B. 1,50 pro Tag, bei 2 Tagen also 3 Euro). Das Nette daran ist jetzt, dass man ja ganz spontan abends mal sagen kann, hey warum nicht noch nen Film ausleihen ohne noch groß in die Videothek fahren und am nächsten Tag den Film auch noch wieder zurückbringen zu müssen.

So dachte ich auch gestern, als mir Star Trek IV ausleihen wollte. 2,99 Euro kostet der Spaß (brutto für mich 1,50, wegen der genialen Media Mark Buy 1 Get 1 Free-iTunes-Gutscheine-Aktion) und gestartet werden kann normalerweise schon wenige Sekunden nach Download-Beginn (der Rest wird nachgeladen).

Star Trek IV

Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart

Was funktioniert jetzt nicht? Na ja, voller Vorfreude und mit warmem Essen auf dem Tisch, startete ich den Film und lies mich bei iTunes authentifizieren (das ist wohl vor jedem Start nötig). Danach folgte ein schwarzer Bildschirm ohne Ton. Die Zeitleiste war da, die Kapitel hatten Bildchen aber der ganze Film war einfach schwarz und ohne Ton. Klasse. Neustart. Nichts gebracht. Ein bisschen gegooglt und dabei auf diesen Thread “Movie Rentals: Grey Screen and no sound. ..” von 18. Januar 2008 (ja, 2008) gestoßen, wo Jemand – oder besser Viele – genau das gleiche Problem haben. Dieses Problem ist also seit mehr als einem Jahr bekannt und trotzdem tritt es noch auf? Hallo? Apple? Qualität? It just works? Offenbar nicht. Ich bin erschüttert.

Also, eine Lösung habe ich nicht gefunden. Nun wird’s aber noch besser. Irgendwer hat in dem Thread geschrieben, er hätte den Film auf sein iPhone kopiert und dort lief er dann komischerweise. Also hab ich das auch gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass es ein tolles neues Menü in iTunes gibt, um die Ausleihfilme auf das Gerät zu VERSCHIEBEN. Ja, verschieben. Es ist also nicht möglich die digitale Datei sowohl auf dem Rechner zu behalten, als auch auf das iPhone zu kopieren, nein, die Datei muss verschoben werden und damit auf dem Rechner gelöscht. Was soll denn das? Ich hätte mir doch auch vorher manuell eine Kopie machen können und abgesehen davon, welchem Zweck dient das? Damit sich nicht 2 Leute unabhängig voneinander den Film ansehen können, einer auf dem Computer, einer auf dem iPhone? Mal abgesehen davon, dass die Idee völlig abstrus ist, selbst wenn – was spricht dagegen, wenn beides mit dem gleichen iTunes Account aktiviert wurde.

Wie dem auch sei, tatsächlich funktionierte der Film auf dem iPhone, war allerdings – auch wenn’s im Bett gemütlicher war als auf dem Sofa – kein sonderliches Vergnügen, den Film auf dem 36,5” kleineren Bildschirm als im Wohnzimmer zu gucken. Nun will ich heute Morgen den Film zurück VERSCHIEBEN (Autsch!), um die Sache noch mal genauer zu untersuchen, da sagt mir iTunes mitten im Verschieben-Prozess, es sei keine Verbindung zum iTunes Store möglich und das Verschieben sei deshalb abgebrochen worden. Ich klicke also noch mal auf Synchronisieren ohne zu Verschieben, da sagt mir iTunes, mein iPhone könnte nicht mehr synchronisiert werden (Fehler-50). Klasse.

Nächster Versuch. iTunes schließen, iPhone trennen, iTunes starten, iPhone anschließen. Unter dem “Übertragenen” Menü steht sogar, dass man für das Übertragen eine Internetverbindung braucht. Okay, Synchronisation geht wieder, und den Film zurückbewegen auch. Gerade rechtzeitig, bevor die Aluminium-Rolle die Erde verdampft hätte…

Was bleibt also zu sagen? User Experience obwohl Apples Paradedisziplin – nada. Schade, denn gerade der Vorteil – einfach mal spontan einen Leihfilm besorgen – fällt damit irgendwie weg, wenn man sich nicht sicher sein kann, dass man ihn dann auch abspielen kann. Es ist ja klar, dass Leihfilme irgendeine Form von DRM haben müssen, aber dann doch bitte eines in Apples sonstiger “It just works”-Manier.

Future-PC just froze.

Montag, 20. April 2009

Nein, es geht nicht um Fische. Apple hat heute vier neue Spots aus der “Get A Mac”-Kampagne gepostet. Das Schema ist eigentlich immer das gleiche, amüsant ist es aber trotzdem. Mein Favorit ist “Time Travel”:

Alle Spots können unter apple.com angeschaut werden, auf fscklog.com (wie immer bestens informiert) sind auch alle YouTube Versionen verlinkt.

PS: PC hätte mal lieber Future-Mac fragen sollen, wann das iPhone 4G/HD/Pro (?!) rauskam ;)

Congratulations Frank, it’s a PC.

Dienstag, 14. April 2009

Gelungene Parodie auf die letzten Windows-Marketing-Spots (via 9to5mac.com).

Bluuuuuuuuuu-Raaaaaaaaaay

Sonntag, 12. April 2009

Okay, wie es sich für ein literarisch anspruchsvolles Posting gehört, sollte am Anfang völlig unklar bleiben, was der Titel überhaupt mit der Geschichte zu tun hat. Ganz in diesem Sinne werde ich meinen heutigen Beitrag mit Hasstiraden einem Erfahrungsbericht zu einer Fahrt mit der Deutschen Bahn machen.

Le Petit Nicolas hat sich nämlich überlegt, dass er besser nicht am Montag zurück in die derzeitige Wahlheimat fährt, weil – da fährt ja jeder zurück und die Züge sind folglich brechend voll. Infolgedessen hatte ich beschlossen an diesem “vom Wetter her” (wie man hier im Norden so schön sagt) so schönen Sonntag gemütlich abends in einen vollklimatisierten fast leeren Zug zu steigen. Leider hatte ich die Rechnung ohne die Fans des MSV Duisburg gemacht, die sich entweder das selbe gedacht haben, oder bei einem Fußballspiel in Hamburg waren. In Hamburg/Harburg angekommen, musste ich außerdem feststellen, dass mein Zug entfällt. Was der tolle Ansage-Computer in 10 Sekunden-Abständen wiederholt hat (vielleicht für die schon leicht angetrunkenen Fans?). Glücklicherweise gab es einen Ersatzzug, der nur 25 Minuten später bereit gestellt werden konnte aber dafür immerhin ein ICE war.

Im Zug gehörte ich zu den glücklichen Menschen, die einen Sitzplatz bekamen und zu den unglücklichen Menschen, die in Wagen 24 saßen. Sicher zwei, drei Wagen von der Meute entfernt, hat es doch einen vereinzelten Fan in unseren Waggon geschafft. Interessanterweise saß er die meiste Zeit still, bis er etwa alle 7 Minuten völlig nicht-deterministisch (ich mag diesen Ausdruck) immer wieder diverse Fußball – nun, Weisheiten passt nicht ganz, sagen wir mal – Sprüche in gesunder Stadionlautstärke kundtat. Die Besten:

Von Doooooosenbier wiiiird man schlau!

Zick, Zack – Zigeunerpack!

Scheiß Sankt-Pauli!

Und mein persönlicher Favorit:

Zeig doch mal die Möpse.

Gerettet hat mich dabei Roger Cicero und die Aussicht wegen der Verspätung reuelos ein Taxi nach Hause nehmen zu können.

So, nun hat der Spannungsbogen seinen Höhepunkt erreicht und ich decke auf, was es mit der Überschrift auf sich hat:

Ich kann das nur unterstützen und fordere sowohl Blu-Ray in allen Apple Rechnern als auch einen Midrange-Mac ohne Bildschirm mit Gamer-Grafik. (Hat man eigentlich gemerkt, dass das gar nichts mit dem vorherigen Thema zu tun hatte? Übrigens via fscklog.com.)

Eigentlich wollte ich nun noch mal was zur erschütternden Entscheidung von Germany’s Next Topmodel vom Donnerstag schreiben, aber jetzt ist erstmal Feierabend. Vielleicht morgen.

Ruby on Rails (2.2+) on Mac OS 10.5: MySQL is gone?!

Freitag, 10. April 2009

Since those Rails guys have removed the native mysql driver from Rails 2.2 and newer (why ever they did so…) you’ll get the following error message trying to connect to your mysql backend:

!!! The bundled mysql.rb driver has been removed from Rails 2.2. Please install the mysql gem and try again: gem install mysql.

So, you’re on a Mac and expect everything to “just work” but it doesn’t. Problem! Trying to do as Rails tells you

sudo gem install mysql

will probably result in

ERROR:  Error installing mysql:
ERROR: Failed to build gem native extension.

. Not nice. So, what’s wrong? As it seems to me, you need to have mysql-server installed to use the driver that comes with it for Rails. But hey, you’re still on a Mac and not some configure-make-make-install-madness-linux system. So, you won’t want to build mysql on your own. Instead do so:
  1. goto: http://darwinports.com/ and download the DarwinPorts App (was 1.7.0 in my case), install it with the installer, open a new (!) terminal-window and tell it to
  2.  sudo port -d selfupdate 
  3. Then go for mysql without any configure-make-make install-type of problems with
  4. sudo port install mysql5-devel
  5. The above will build some dependencies (like openssl and stuff like that) and ultimately install a fresh and nice mysql server (and client) on your system. By default the server isn’t running but the needed drivers are all there. By the way: the above command will take quite some time even on newer hardware and kill a lot of your battery if you’re on the go.
    Now retry to install the Rails MySQL driver with the appropriate configuration: 
  6. sudo bash -c "ARCHFLAGS='-arch i386' sudo gem install mysql -- --with-mysql-config=/opt/local/bin/mysql_config5"

Done. I don’t use the mysql-server on my development machine but instead connect to some other server. Another tip: If you want to do so, too, and like to have that traffic encrypted, go for an ssh tunnel, routing your local default mysql port (which is 3301) to the mysql port of your remote database server with

ssh -L 3306:0.0.0.0:3306 YOUR_REMOTE_LOGIN@REMOTE_SERVER

. Anything connecting to 127.0.0.1 (important! localhost will try to use a socket file in Rails) will now be routed to your ROMOTE_SERVER instead. 

(This also has been covered by Springenwerk.)

iPhone OS 3.0-Event Predictions

Dienstag, 17. März 2009

iphone-home-maria-20081117So, in etwas weniger als 5 Stunden geht es los. Um mich in entsprechende Stimmung zu bringen, werde ich bis dahin an meiner Bachelor-Arbeit weiterarbeiten und bin immer noch gespannt, was heute Abend so passieren mag.
Das Event scheint ja auf Entwickler ausgerichtet zu sein, aber Apple ist sich wohl im Klaren, dass auch “normalo” iPhone-User etwas neues und “isn’t it great”-es hören möchte.
Außerdem werden uns mit Sicherheit die Standardpressekeynotefolien gezeigt werden: Marktanteile, Verkaufte Geräte, Länder in denen man das iPhone kaufen kann, AppStore Größe mit scheinbar exponentiellem Wachstum, dazu natürlich auch Downloads und irgendeine schier unbegreiflich hohe Dollarzahl.
Was ich auch erwarte sind ein, zwei “success”-Stories von Entwicklern, die sich noch letztes Jahr kaum den WWDC-Zugang leisten konnten und heute im Aston Martin vorfahren. (Warum bin ich das nicht?!)
Danach, könnte ich mir vorstellen, geht’s ans Eingemachte. Ich denke es werden neue Features vorgestellt, vielleicht nach dem altbekannten á “We’ve talked to a lot of developers and users and the number one feature they told us they wanted…” Dann kommt eine Liste mit den neuen tollen Sachen wobei ich wie schon erwähnt auf folgendes tippe:

  • globales Copy & Paste
  • Tethering aka das iPhone via Bluetooth als UMTS Modem benutzen
  • Push-Notifications (oder irgendeine Form von Hintergrundprozess)
  • VoiceOver Navigation (wie bei den shuffles) für die iPod-Applikation
  • MMS

Und das sind dann auch schon die 5 Punkte die man gut auf einer Keynote Slide unterbringen kann. Zu den Dingen, die ich mir wünschen würde, aber eher für unwahrscheinlich halte gehören dann noch:

  • neuer StandBy-Screen mit Anzeige von Terminen, Anrufen, SMS, etc.
  • iChat mit mehr oder weniger konkreten Hinweisen auf Videotelefonie

Was dabei jetzt so ultracooles für die Entwickler abfallen soll, weiß ich noch nicht so genau, vielleicht wird man VoiceOver auch seinen Applikationen verwenden können, okay Push-Notifications sind das absolute Entwickler-Feature aber der Rest. Naja, wir werden sehen – vielleicht passiert ja auch was ganz unerwartetes. Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde heute Abend wohl Gizmodo und Engadget verfolgen, außerdem Slashgear – einen Liveblog, den ich bisher noch nie gelesen habe – ausprobieren.

iPhone OS 3.0 …

Donnerstag, 12. März 2009

Engadget meldet gerade, dass am 17. März iPhone OS 3.0 vorgestellt werden soll. Oder zumindest, was davon bereits fertig ist. Ich bin außerordentlich gespannt, was den Versionssprung rechtfertigen soll und ob Informationen zu einem neuen iPhone durchsickern.

iPhone OS 3.0

iPhone OS 3.0

Innovationstechnisch erwarte ich mir nicht besonders viel von der Vorstellung, aber (auch) wegen meiner Entwicklungsambitionen bin ich gespannt, was es neues geben wird.
Ich persönlich tippe (und da lehne ich mich nicht weit aus dem Fenster) auf irgendeine Form von “Live-Messages” an das Gerät aka “Push-Notifications” oder irgendeine Form von Hintergrundprozessen, eins von beidem muss auf jeden Fall kommen. PR-technisch sinnvoll wäre auch auf jeden Fall, ein paar Worte über den im Moment eher nicht-deterministischen Zulassungsprozess in den App Store zu verlieren. Außerdem hoffe ich auf die gestern für den iPod shuffle vorgestellte VoiceOver Navigation, globales Copy&Paste, iChat (vielleicht mit Videophonieambitionen) sowie MMS und Bluetooth-Modem-Support. Was ich übrigens noch ziemlich nett fände, wäre ein “Today”-Screen á la (nicht hauen) Windows Mobile. Der fehlt mir irgendwie. Mal schauen, welche Wünsche in Erfüllung gehen.

Neue iPod shuffles

Mittwoch, 11. März 2009

Die neuen iPod shuffles sind da. Unerwarteterweise an einem Mittwoch. Auch wenn ich normalerweise ein Verfechter von Simplicity (mir fällt gerade kein gutes deutsches Wort ein, Einfachheit klingt so doof) bei Designs bin, der neue shuffle ist mir doch etwas zu rudimentär. 

iPod shuffle (silber)

iPod shuffle (silber)

Die Idee, das Gerät nur per Ohrhörer zu steuern finde ich ja ganz gut, auch wenn das die Wahl der Ohrhörer vermutlich arg beschränkt, aber irgendwie sieht das Gerät selbst doch irgendwie undefinierbar aus. Man hätte doch wenigstens ein Apple-Logo in die Front einlassen können, dass hätte – zumindest bei mir, auch wenn ich so ein Gerät gar nicht brauchen kann – den Habenwillen-Faktor doch deutlich erhöht.

iPod shuffle, eher nach meinem Geschmack (Mockup)

iPod shuffle, eher nach meinem Geschmack (Mockup)

Innovativ ist allerdings das Voice-Over Feature, das einem (hier im Video erklärt) den aktuellen Track-Titel, Interpreten und Playlisten-Namen vorliest. Sehr nett, bitte mit dem nächsten Update auch für’s iPhone.

75 Euro, 4 GB – annehmbar, ich würde trotzdem eher zum nano greifen. Im Moment kann man übrigens noch die alten iPod shuffles mit 1 GB für 45 Euro und in diversen Farben kriegen. Wem’s gefällt, der schlage zu.

(Bestens informiert, wie immer, via fscklog.com.)

social Flash & iChat + ICQ mit Chax

Mittwoch, 11. März 2009

Irgendwie habe ich das Gefühl gerade so einen sozialen Flash zu haben und bin sogar kurz davor, mir einen Twitter-Account zu besorgen. Allerdings fürchte ich, auf diese Weise noch mehr über mich preiszugeben, was meine späteren Arbeitgeber davon abhalten könnte, mich für zu einem horrenden Informatikergehalt einzustellen. Andererseits – wieder eine Möglichkeit selbige durch geschickt platzierte Informationen zu manipulieren. Man muss halt psychologisch zurückschlagen…

Gestern habe ich die Google Webmaster-Tools ausprobiert, die mir erschreckender Weise mitgeteilt haben, keiner meiner Beiträge hätte in den Suchergebnissen eine hohe Relevanz. Unverschämt eigentlich. Obwohl mir Google Analytics heute morgen die frohe Kunde beschert, es hätten sich zwei Nutzer mit den Suchbegriffen “fifa 2009 pixelfehler” und “kein ton bei ubuntu am mac” auf meine Seite verirrt. Letzterem dürfte leider nicht geholfen worden sein und was Ersterer gesucht hat, ist mir nicht ganz klar. Damit ich in Zukunft die Web-Gemeinde nicht mehr so enttäuschen muss, habe ich mir gedacht ich schreibe mal wieder etwas sinnvolles – und zwar zu Programmen am Mac, die ich ja wegen Neu-Installation nun Stück für Stück wieder aufspielen muss. Erstes ist dabei das auf dem Mac mitgelieferte Chat-Programm iChat.

iChat + ICQ

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber in meinem Freundes- und Bekanntenkreis hat sich AIM oder (Gott sei Dank!) MSN einfach nicht durchgesetzt. ICQ ist ja eines der Urgesteine des Instant-Messageing und auch für mich damals in 56K-Modem-Zeiten ein wahres Wunder der Technik. Das klassische ICQ Programm habe ich dabei eigentlich fast nie benutzt. Ganz früher natürlich schon, aber dann kam irgendwann Trillian und Miranda - unter Windows versteht sich. Als ICQ dann anfing sich offenbar Gedanken darüber zu machen, wie man mit dem Service auch Geld verdienen könnte und Werbung in den Clienten integriert hat, war ein Rückwechsel natürlich undenkbar. Nun stellt sich dem Mac User die Frage, wie kann ich ICQ denn auf meinem wunderschönen Apple Rechner benutzen?

 

Adium

Adium

Da gibt es es verschiedene Möglichkeiten, die ich hier nicht im Detail ausführen möchte. Nach einiger Recherche hat sich für mich Adium (Freeware) als überaus mächtiger und brauchbarster IM Client herauskristalisiert. Adium unterstützt neben ICQ auch jede Menge anderer Protokolle, wie AIM, MSN, Yahoo, Facebook und diverser anderer von denen ich noch nie etwas gehört habe. Eine Rundum gute Wahl …

Aber: wir sind an einem Mac und wollen mit wenig Aufwand richtig coole Sachen machen, die andere sofort neidisch werden lassen. Wie geht das jetzt? Vorzugsweise mit iChat. iChat ist das bei Mac OS X mitgelieferte Chat Programm, dass leider etwas speziell, aber mit einem Trick recht gut mit ICQ oder AIM nutzbar ist. Speziell deshalb weil es eben nur AIM und Mobile Me (Apple’s eigenen Online Service) unterstützt. Okay, AIM ist zwar nicht ICQ aber fast, denn AOL hat irgendwann man ICQ gekauft und daher ist ICQ quasi AIM abwärtskompatibel. Bei der Einrichtung von iChat kann man also bei AIM Account-Name seine ICQ Nummer eintragen und loslegen. Dabei entstehen allerdings einige grundlegende Nachteile:

  • Im ICQ Netzwerk ist es nicht üblich HTML-Nachrichten zu verschicken, was iChat aber tut.
  • iChat kann keine Usernamen empfangen, man sieht nur die UINs der einzelnen User.
  • Genauso kann iChat keine Authorisationsanfragen beim Hinzufügen neuer Kontakte verarbeiten.

Was tun? Am nervigsten ist das erste Problem, da sich bereits beim ersten Chat die entsprechenden Chatpartner darüber beschweren werden einen Wust an HTML-Markup (<blablub /> usw.) bekommen und darin kaum die eigentlichen Nachrichten wiederfinden werden. Dafür gibt es aber glücklicherweise eine Lösung, die sich Chax (Donationware) nennt und iChat um einige Funktionen erweitert, inklusive der, dass die nervigen Formatierungen nicht mehr mitgeschickt werden. Dieses Plugin kann ich jedem iChat User nur empfehlen, der auch mit ICQ-Kontakten zu tun hat – außerdem bekommt iChat dadurch Growl (dazu in einem späteren Artikel mehr) Support.
Bleiben noch 2 Probleme, die sich leider nicht so einfach lösen lassen. Für letzteres habe ich noch gar keine Lösung gefunden. Das zweite lässt sich umgehen, indem man alle seine ICQ-Kontakte in sein Adressbuch einträgt, darauf greift iChat nämlich zu und zeigt danach die korrekten Namen der Nutzer an. Ungünstig natürlich für den, der darauf beharrt, dass seine Freunde d4rk5h4d0w oder etwas in der Art heißen. Nutzerbilder werden übrigens trotzdem angezeigt.
Für das Authorisierungsproblem empfehle ich, entweder Adium zusätzlich zu installieren oder per ICQ2Go (Webversion) Kontakte hinzuzufügen. Die Kontaktliste wird ja synchronisiert.

iChat

iChat

Warum sollte man jetzt überhaupt iChat benutzen, wenn es doch solche Probleme macht? Ganz einfach, wegen den netten Sachen, die integriert sind und die Adium fehlen:

 

  • Videochat
  • Voicechat
  • Screensharing

Am nettesten finde ich den Videochat – da sowieso jeder neuere Mac eine Webcam integriert hat, kann man mit quasi 0 Aufwand mit anderen iChat-Nutzern Videofonieren. Und zwar in beachtlicher Qualität und Lippensynchron. Okay, da könnte man auch Skype benutzen aber will man denn 2 IM-Programme gleichzeitg laufen lassen? Zumal iChat eine ausgezeichnete Echo-Unterdrückung hat und man problemlos per integrierten Mikrofon + Lautsprecher miteinander kommunizieren kann. Der Voicechat ist ähnlich gut und eine klasse Sache ist auch das Screensharing – so kann man zum Beispiel seiner überforderten Freundin bei etwaigen Computerproblemen helfen oder einem Freund mal kurz etwas demonstrieren. Funktioniert übrigens auch über’s Web mit kleiner Bandbreite sehr angemessen.

Letztlich bleibt es jedem selbst überlassen, welchen IM Client er oder sie installieren möchte. Ich bin mit iChat zufrieden und weiß die Bonus-Features (auch ihres Nutzens und nicht des Neid-Faktors der Anderen wegen ;) ) zu schätzen und würde mir nur nativen ICQ Support für die nächste Version wünschen (auch wenn dieser Wunsch wohl nicht in Erfüllung gehen wird…).