Anlass dieses Blogeintrags ist eigentlich die Ankündigung der neuen PlayStation 3 Slim, die meinem Wohnzimmer von einer auf die andere Sekunde 100 Euro an Wert entrissen hat – die PS3 kostet nämlich “nur” 299 Euro im Vergleich zu 399 Euro der alten (UVP versteht sich). Okay, grundsätzlich bin ich darüber nicht erbost, eigentlich sollte ich mich sogar freuen, da geringere Kosten zu mehr Spielern führen und mehr Spieler zu mehr Spielen und ich damit letztlich profitiere (wenn ich denn mal Zeit zum Spielen hätte…). Nun hat ja jeder seine eigene Meinung und seinen eigenen Geschmack, der (inbesondere bei Technikschnicknack und noch insbesondererer diesbezüglich bei Männern und Frauen) meist arg unterschiedlich ausfällt, aber ich muss schon sagen die alte PlayStation ist schon ein schönes Stück Technik. Klavierlack, dezent, understated. So eine XBox 360 würde ich mir um ehrlich zu sein, nicht neben den Fernseher stellen – rein aus optischen Gründen. Die PS3 hingegen lässt jeden DVD-Player vor Neid erblassen. Okay, vielleicht übertreibe ich jetzt etwas aber das ist natürlich wie immer gewollt und stilistisch absolut angebracht um nun auf folgendes Video hinzuweisen für das ich mich ein bisschen schäme (als Mann):
Es handelt sich um die Auspackzeremonie einer PS3 Slim die ich mir interessehalber angesehen habe und feststellen musste, dass ich beim Videogucken den Kopf geschüttelt habe. Ich hoffe es kommt niemals der Tag an dem ich meine Konsole mit ins Bett nehme, sie eine “sie” nenne (gut, das ist im deutschen unumgänglich), ihr sanft über die Abdeckung streichle und mich freue, dass ich keine Fingerabdrücke hinterlasse (nicht, dass die XBox misstrauisch wird…). Und sie hat echte Knöpfe! Uaaahhh. Mein Lieblingsfeature ist allerdings (und die Sony Pressemitteilung führt dies in der Tat in der Feature List – mit Durchmesser als Aufzählungszeichen?!): “Removal of “Install Other OS” feature”. Herzlichen Glückwünsch.
Abschließend möchte ich noch auf auf die geniale Idee der CDU Münster hinweisen, die offenbar folgende Flyer verteilt hat:
Hä? (Quelle: macforlife.de)
Nach dieser aufschlussreichen Lektüre, die meiner Interpretation nach eine treffende Zusammenfassung des Wahlprogramms der CDU darstellt, weiß ich zumindest schonmal wen ich nicht wähle. Wer wissen will, was es nun wirklich damit auf sich hat, darf gerne auf macforlife.de nachlesen. Wer danach nach Wahlalternativen sucht, dem kann ich nur diese Seite ans Herz legen, wisst ihr Bescheid…
Anders als erwartet, habe ich meine heutige Ration Info D bereits hinter mich gebracht und kann nun ohne schlechtes Gewissen einen ersten kurzen Erfahrungsbericht zum neuen iPhone 3GS verfassen.
Ich nehme das Fazit mal vorweg, da man sich schon beschwert hat, meine Beiträge wären zu lang: Wer durch Verkauf seines alten Geräts oder sonstige Machenschaften wie Vertragsverlängerung für unter 100 Euro an das Teil kommt, dem sei es grundsätzlich empfohlen – mehr würde ich für dieses, zumindest derzeit noch, eher moderate Update nicht hinblättern.
Warum? Nun, fassen wir mal die Neuerungen zusammen, und damit meine ich die Dinge, die man nur auf dem iPhone 3GS bekommt. Innovationsbomben wie Cut, Copy & Paste gehören da nicht dazu, die sind nämlich Bestandteil des 3.0 Firmware Updates, in dessen Genuss auch iPhone 3G (ohne S) und iPod touch Nutzer kommen.
S wie Speeeeeed. Das wohl gewichtigste Feature des 3GS, immerhin im Namen vertreten, ist trotz meiner anfänglichen Skepsis, durchaus nicht unbeachtenswert. Natürlich ist irgendwie klar, dabei bleibe ich, dass eine neue Hardwaregeneration schneller ist, als der Vorgänger. Beim Vergleich iPhone 3G versus 3GS fällt der Unterschied beträchtlich aus. Alle Programmstarts sind fast doppelt so schnell, Browsen macht wieder Spaß, elendige Ladezeiten von z.B. SimCity oder Google Earth sind nun mehr als verträglich. Wer sein iPhone also tatsächlich nutzt – und das nicht nur zum Angeben – wird dieses Feature zu schätzen wissen.
Was dabei noch völlig unerwähnt bleibt, ist der neue Grafikprozessor des Geräts, der unabhängig von möglichen Optimierungen sogar bis zu 4x so viel Leistung bringt, wie sein Vorgänger. Das merkt habe ich insbesondere beim Spielen von Crash Bandicoot Nitro Kart gemerkt, aber auch bei Hero of Sparta oder SimCity. Allerdings ist das längst nicht alles, durch Open GL ES 2.0 Unterstützung ist die Grafikhardware jetzt programmierbar und bietet so noch mehr Potential für mobile Spiele, wobei die PSP (ich schrieb schon derartiges) locker übertrumpft werden kann.
Video und Kamera: Meiner Meinung nach auf Platz 2 gehört die Innovationsbombe Video. Ach, andere Handys können das schon seit Jahren? Oh, na ja – ist trotzdem nett und natürlich Apple-like einfach zu bedienen. Die Kamera hat jetzt statt 2, 3 Megapixel, Autofokus und die Möglichkeit 25 FPS (?) VGA (sprich 640×480) Videos aufzunehmen. Ersteres macht die Kamera nun wirklich alltagstauglich und letzteres finde ich insbesondere im Bezug auf MMS sehr nett. Für die Meisten wird wohl die YouTube Integration mehr Gewicht haben, da ich aber nicht so der YouTube Nutzer bin, freue ich mich mehr darüber jemanden eine nette Videobotschaft zu senden. (Z.B. wie ich genüsslich in einen Burger beiße, während andere Arbeiten müssen )
Voice Control aka Sprachsteuerung: In Handys schon seit einigen Jahren vertreten, nun endlich auch auf dem iPhone. Gewichtsmäßig für mich Feature Nummer 2, zwar genauso wenig innovativ wie “mehr Speed” aber trotzdem nett. Zumindest teilweise. Was wirklich nett ist, ist die Rufwahl die durch das Sagen von beispielsweise “Ruf Nicolas Neubauer.” initiiert wird. Sind mehrere Nummern unter dem Namen gespeichert, fragt das iPhone, welche man denn wählen möchte “Mobil, Privat, Andere …”. Sehr nett, man kann natürlich auch gleich sagen “Ruf Nicolas Neubauer Mobil.” Ich habe jetzt nicht meine komplette Kontaktliste durchprobiert, aber in meinem Adressbuch sind über 200 Personen und Firmen (”Ruf China Kurier!”) mit Namen gespeichert und bisher hatte ich vielleicht einen Fehler bei der Erkennung. Dazu muss man natürlich sagen, dass die Kontakte bisher alle deutschsprachige Namen hatten… Hier liegt nämlich das Problem:
Die Sprachsteuerung erlaubt es auch den iPod via Sprache zu bedienen und was Apple hier liefert kann wirklich nicht deren Ernst sein. Das iPhone interpretiert alle Interpreten und Albennamen in der gewählten Sprache – in meinem Fall also Deutsch. Doof nur, dass ca. 95% meiner Musiksammlung nicht von deutschen Interpreten stammt. Sagt man also “Spiel Titel von U2.” Sprich: Ju Tuu, teilt das iPhone freudig mit: “Sie hören Titel von Silbermond.” Hä? Ich bin nicht sicher, ob Steve Jobs vielleicht zu viel mit der Deutschen Bahn gefahren ist, aber das iPhone verlangt tatsächlich nach “Spiel Titel von Uhhhh Zwei.” um obige Aufforderung korrekt umzusetzen. Obwohl die Sprachsteuerung bei deutschsprachigen Interpreten und Alben (”Spiel Album Männersachen.”) wunderbar funktioniert, muss Apple hier dringend nachbessern – dann hätte man allerdings tatsächlich die wohl beste Sprachsteuerung in einem mobilen Gerät. (Zumindest im Vergleich zu dem, was ich bisher so gesehen und ausprobiert habe…)
Neue Kopfhörer: Die neuen Apple Kopfhörer mit integrierten Knöpfen für lauter und leiser werden nun auch vom neuen iPhone unterstützt. Hierzu kann man wenig sagen. Funktioniert halt und ist auch nett, aber ständig die Lautstärke ändert man ja nun doch nicht, also auch kein Killerfeature.
Nike+iPod: Wer es nicht kennt, hier geht es um Sport – der Kleidungs- und Sportschuhhersteller Nike bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit mit einem speziellen Sensor im Schuh und einem Dongle für iPods Trainingsläufe zu tracken und Statistiken auszugeben, dazu steht auch eine Online Community bereit. Das neue iPhone hat hierbei einen Empfänger für den Sensor in den Schuhen integriert und bietet dazu auch eine Applikation direkt auf dem Gerät. Nett für Leute die das benutzen. Da ich persönlich eher auf Crosstrainer stehe, aber wohl nichts für mich. Trotzdem immer noch einen Tick besser als …
Kompass: Das letzte wirklich neue Hardware-Feature des iPhone. Das Gerät enthält jetzt einen Kompass, der – oh Wunder – per Applikation zeigt, wo Norden ist. Wenn man nicht gerade Geocacher ist, vermutlich nicht sonderlich brauchbar solange keine Applikationen irgendeinen sinnvollen Gebrauch davon machen. Einziger Vorteil: Die Maps Applikation lässt die Karte auf Wunsch nun in Blickrichtung rotieren, was beim Navigieren zu Fuß durchaus vorteilhaft ist. Mehr aber auch nicht.
Das war’s. Wirklich. Gut, da sind natürlich noch so Kleinigkeiten, wie etwas längere Akku-Laufzeit, bisher allerdings noch nicht extrem in Erscheinung getreten (gut, ich hab natürlich seit gestern viel rumgespielt…) und sowas wie fettabweisendes Glas auf dem Bildschirm. Nichts also, was den fettdruck verdient hätte.
Um also noch mal zu resümieren: Speed ist tatsächlich das Killerfeature des Geräts und – sollten nun Spieleentwickler tatsächlich die Plattform ausnutzen hätte man schon eine bessere PSP in der Hand. Mit Voice Control und Video kommen zwei Features, die das iPhone wieder gleichauf mit anderen Mobiltelefonen bringt, zumindest was Hardware angeht und die gewohnt schöne Softwareintegration lässt das iPhone diese gleich noch überflügeln. Dringend nachgebessert werden muss bei Voice Control, die derzeitige Sprachabhängigkeit für den iPod ist eher ein Witz als ein Produkt.
Da es sich beim 3GS im Vergleich zum 3G also eher um Evolution als um Revolution handelt bleibt mein Fazit: Ein Nettes Gerät, für das ich aber derzeit, zumindest ohne deftige Spieleunterstützung, auf keinen Fall mehr als 100 Euro “Upgrade-Gebühr” bezahlen würde.
Auch wenn ich mich gestern schon nicht per Twitter zurückhalten konnte, hier nun noch ein kleiner Artikel über mein geschicktes T-Fail ähh -Mobile Austricksen, das dazu geführt hat, dass ich nun ein nigelnagelneues iPhone 3GS in den Händen halte ohne meinen Vertrag verlängert zu haben.
iPhone 3GS
In meinem vorherigen Artikel hatte ich ja bereits beschrieben, dass die Telekom es offenbar nicht nötig hat, sich mein Geld zu eigen zu machen, denn ich wäre gerne bereit gewesen zu einem anständigen Preis, denn so wie ich es jetzt gemacht habe, war das Gerät auch nicht umsonst, eben das neue iPhone zu erwerben.
Wie habe ich es jetzt also hingekriegt? Na, ich habe zwei Möglichkeiten in Betracht gezogen: 1. eine Mehrheitsbeteiligung am Telekom Konzern – Kostenpunkt rund 17 Mrd. Euro und 2. ein Neuvertrag – Kostenpunkt: siehe unten.
Erste Möglichkeit wäre eigentlich die bessere gewesen, denn so hätte ich unter Umständen gleich mal die Mehrzahl der inkompetenten Mitarbeiter entlassen und in die Callcenter ein großes Plakat mit dem Wort “Service” und einer allgemeinverständlichen Erklärung hängen lassen können. Leider konnte ich den letzten Tagen nicht die gesamte Summe aufbringen, daher habe ich mich notgedrungen für Option 2 entschieden. Ich hatte ja schon geschrieben, dass man so für etwas über 700 Euro an das Gerät kommen kann, aber das war mir dann doch zu viel und glücklicherweise gibt es da eine hinreißende junge Dame, die gerade einen Neuvertrag abschließen wollte aber – zu meinem großen Glück – kein Handy braucht. Die Idee liegt auf der Hand: Sie nimmt das iPhone zu ihrem normalen Studenten-Flatrate-Tarif (heißt übrigens Max M Friends) und ich zahle ihr den Aufpreis für den Vertrag (10 Euro/Monat) sowie den subventionierten Gerätepreis (rund 100 Euro). Summasummarum bin ich dabei ausgezeichnet weggekommen, bedenkt man den Wiederverkaufswert meines alten iPhone 3G.
Wer also zufällig jemanden kennt, der gerade einen Telekom Neuvertrag abschließen möchte, aber kein iPhone braucht, dann kann ich das vorgehen nur empfehlen, da auch das neue iPhone keinen Sim- sondern nur einen Net-Lock besitzt und deshalb problemlos mit der “alten” T-Mobile Simkarte funktioniert.
Warum jetzt eigentlich T-Fail. Nun abgesehen von der Tatsache, das neue iPhone nicht allen Bestandskunden anzubieten, habe ich in den letzten Tagen folgende Dinge beobachten können müssen.
Idee: Xtra Card die noch auf eine andere Person läuft übernehmen und dann in Laufzeitvertrag umwandeln (mit iPhone). Problem: 1. Das Formular zu bearbeiten dauert offenbar Tage. 2. Die Tatsache, dass man nach Übernahme der Karte erstmal 3 Monate Inhaber sein muss, bevor man das ganze zu einem Laufzeitvertrag machen kann wurde im T-Fail-Punkt leider verschwiegen.
Idee: Nachfragen ob das jetzt auch irgendwie zu beschleunigen ist, schließlich soll ein neuer Vertragskunde gewonnen werden. Problem: Die Hotline – 2202 – ist leider auch Tage nach der 3GS Veröffentlichung absolut überlastet, einen Mitarbeiter konnte weder um 17.00 noch nach 4maligem Versuchen gegen 20.00 Uhr noch um 23.00 Uhr erreicht werden. Soviel zu “beschleunigen”.
Idee: Scheiß drauf. Einfach in den Laden und jetzt halt n komplett neuen Vertrag. Problem: Keine iPhones mehr da. Gut, nach 2 iPhone Releases mit absolutem Run auf die Geräte und monatelangen Wartezeiten kann man sicher schwer abschätzen, wie viele Geräte man so da haben sollte…
Glücklicherweise konnten wir bei Media Markt noch eins erhaschen, wobei der Mitarbeiter zwar keinen sonderlich vertrauenserweckenden Eindruck gemacht hat und der Meinung war an der Stelle “Händerunterschrift” sollte der Kunde unterschreiben (war sicher sein erster Vertrag, den er abgeschlossen hat…). Trotzdem hat es letzten Endes geklappt und nun darf ich stolz (Quelle: Patrick) verkünden:
Ein kleiner Erfahrungsbericht folgt, wenn ich mich gleich wieder vom Info D Lernen ablenken will.
Okay, es ist so gekommen wie befürchtetangekündigt.
Ich persönlich spekuliere – um es noch mal zusammenzufassen – auf eine ausführliche Snow Leopard Demo, eine (zu ausführliche) iPhone OS 3.0 Demo, auf die Ankündigung einer neuen iPhone Generation wobei ich mir auch “Get iPhone OS 3.0 Today, iPhone 4G early July” oder so vorstellen könnte und irgendwas neues, was immer das sein mag. Eine Guest-Appearance von Steve Jobs halte ich für denkbar aber aus den oben genannten Gründen für unwahrscheinlich.
Die WWDC-Keynote hat so ziemlich genau das gebracht. Snow Leopard wurde ausführlich gezeigt und es hat mich nicht vom Hocker gehauen, scheint aber trotzdem gut zu sein. Fair finde ich den 29$ (beziehungsweise Euro…) Preis. Auf Open CL und Grand Central (obwohl das Logo hässlich ist) bin ich gespannt aber wirklich total revolutionär scheints ja nicht zu sein. Wobei doppelte Geschwindigkeit bei manchen Applikationen schon eine enorme Leistung bei gleicher Hardware ist. Finde ich jedenfalls.
Dann gab es die (wie-viele-Drittentwickler-sollen-noch-ihre-Apps-zeigen?-)viel zu lange iPhone OS 3 Demo. Respektive absolut nichts neues. Schließlich die neue iPhone Generation: Das iPhone 3GS, was mir eher moderate Produktpflege scheint. In diesem Zusammenhang möchte ich sagen, dass ich die Anti-iPhone-Fraktion durchaus verstehen kann, wenn es heißt “Copy & Paste – Wow, das ist mal revolutionär… 3 Megapixel Kamera?! Uaaaahh! Mit Video. Respekt.”. Lieber Scott Forstall, du bist nicht Steve Jobs, du kannst nicht absolut unspektakuläre Dinge so in Szene setzen, dass jeder davon beeindruckt ist. Ich kann durchaus verstehen, dass viele Benutzer des iPhones in Umfragen gesagt haben, dass sie Copy & Paste möchten, aber doch bitte nicht als Major Feature einer neuen Hardware Generation. In solchen Umfragen sagen die Leute ja nicht, welche Innovationen sie erwarten, sondern welche Dinge nötig sind bzw. sie sich wünschen. Die Innovation muss doch gerade das unerwartete, das “wow”-mäßige sein, das aus dem Nichts auftaucht. Und ähhh, das Kopieren und Einfügen von Text (auch wenn das Interface schön ist) ist nicht wirklich innovativ.
iPhone 3GS (Bild: apple.com)
In diesem Zusammenhang verstehe ich nicht, warum nicht viel mehr Gewicht auf die Dinge gelegt wurde, die zumindest einen gewissen Innovationsfaktor haben: Zum Beispiel Voice Control. Wenn das tatsächlich so gut funktionieren sollte (und ich bin da arg skeptisch) hat Apple mal eben nebenbei die vermutlich beste Sprachsteuerung auf mobilen Geräten auf den Markt geworfen. Interessant ist auch Open GL ES 2.0, das möglicherweise – ganz im Sinne meiner Vermutung in einem vorherigen Artikel – die Kraft hat die PSP als mobile Spielekonsole zu übertrumpfen.
Genauso verstehe ich nicht, wie man den Nutzern “Speed” als ausgezeichnetes Hauptmerkmal verkaufen kann. Ist doch irgendwie klar, dass man erwartet, dass neuere Geräte schneller werden müssen. Auf einer Apple Veranstaltung an der ich einmal teilnehmen durfte wurde explizit gesagt “Nutzer kaufen keine Funktionen, Nutzer kaufen Lösungen.” – Speed steht da wohl nicht zur Debatte.
Was soll ich also sagen. Mir fehlt weiterhin Videotelefonie, trotzdem ist das neue iPhone schlicht “besser” als das alte und damit meiner Meinung nach ein berechtigtes Update. Insbesondere auf die Spieleindustrie bin ich gespannt. und ich kann es kaum erwarten Voice Control auszuprobieren. Dabei kommen wir aber direkt zum nächsten Problem:
T-Mobile. Eben noch schrieb ich von Lösungen, jetzt geht es um das Gegenteil. Nehmen wir mal für einen Moment an, ich bin ein Mensch – okay, das trifft sogar zu – und ich habe Geld – langsam bewegen wir uns in die Fiktion – und ich möchte dieses Geld gerne ausgeben – da es fiktives Geld ist, entspricht das auch erstmal der Wahrheit. Sagen wir also ich fahre zur Bank und hebe – sagen wir mal 600 Euro von meinem Konto ab. Ich gehe also in den T-Punkt (wie üblich in Hemd und Sakko, da sind die Berater gleich viel freundlicher…), weise daraufhin, dass ich heute nicht geschäftlich sondern wegen meines privaten Vertrags gekommen sei und sage frei heraus: “Hier ist Geld. Ich hätte gerne iPhone 3GS.” Ein Funkeln ist den Augen des Verkäufers zu sehen, der schon an seine Provision denkt doch dann sage ich. “Ich habe derzeit einen Complete M 1st Generation Meeene-Fresse Tarif (ohne @home Flat Option).” “Oh”, sagt der Verkäufer dann, “aber Ihr Vertrag läuft nur noch ein paar Monate und Sie möchten Ihn gerne verlängern, nicht?” (Hoffnung keimt in ihm auf.) “Nein, er läuft noch etwa 14 Monate, das sollte ja aber kein Problem sein, oder?” Ich zücke meine mit Scheinen überquellende Brieftasche. Aber beim Wort Problem habe ich exakt und genau den Kern der Sache getroffen, denn die schlichte Antwort des Mitarbeiters ist: “Das geht nicht. Auf wiedersehen.”
“Hä? Hier, ich habe Geld … ihr könnt es haben …” … rufe ich noch verwirrt, während der Sicherheitsdienst mich – mit einem Bündel Scheine wedelnd – aus dem Laden schiebt. Tja zurück in der Realität. Was ich mit dieser kleinen Geschichte zum Ausdruck bringen möchte: T-Mobile hat es offenbar nicht nötig Geld von Kunden zu bekommen. Gut, 600 Euro hätte ich nicht ausgegeben aber selbst wenn – die Geschichte würde sich so (oder so ähnlich) ereignen, denn für Bestandskunden mit Restvertragslaufzeiten zwischen 24 und 12 Monaten ist kein Upgrade auf das neue Gerät möglich. Egal wie viel Geld man den Damen und Herren anbieten möchte. Natürlich, für den hypothetischen, verschwenderischen, Geld-spielt-keine-Rolle Nicolas aus dieser Geschichte bleibt die Option einfach einen neuen Vertrag abzuschließen und das neue iPhone so für etwa 24 * 24,95 + 129,95 Euro zu erstehen. Lumpige 728,75 Euro (mit T-Mobile Simlock, wohlgemerkt!). Zugegeben, gar nicht so viel mehr als 600 aber es kann ja wohl nicht sein, dass einem letztlich nur diese Option bleibt. Geschäftstechnisch: Failed.
Übrigens, wer das Glück hat nur noch 12 Monate Restlaufzeit zu haben, kann das alte Gerät für schlappe 300 Euro ablösen und ein neues zu subventionierten Preisen (z.B. rund 89 Euro) kaufen. Macht also 389 Euro. Gut, das alte kann man ja noch verkaufen also gar keine so schlechte Option – dennoch bleibt festzuhalten: Das Wort “Kundenbindung” durch “Service” scheint T-Mobile nicht geläufig zu sein. Ganz in diesem Sinne ist eine Bestellung der neuen Geräte selbst für qualifizierte Bestandskunden erst ab dem Releasetag, dem 19. Juni, möglich. Hauptsache man hat genug Geräte für die Neukunden, die dann spätestens im nächsten Jahr die gleichen Hasstiraden, wie ich jetzt in ihren Blogs und Twitter Messages veröffentlichen werden. Tja, T-Mobile – willkommen im 21sten Jahrhundert.
… scheint arg im Kommen zu sein. Dabei geht es darum, Spiele nicht mit althergebrachten Controllern oder gar einer Tastatur zu spielen, sondern um die Übersetzung einer “echten” Bewegung in ein beliebiges Spiel. Dabei denkt man natürlich sofort an die Wii und Nintendos bekanntes Wii Sports-Paket. Aber auch die Playstation 3 verfügt mit dem “Sixaxis”-Controller bereits über ein – zwar viel weniger ausgeprägtes aber dennoch vorhandenes – Konzept, wobei ein Beschleunigungssensor im Controller dessen Position relativ zur Erdoberfläche bestimmen kann.
Ich mache viel Spaß, koste für meine (schlechte) Leistung aber viel zu viel.
Als ich mir vor etwa anderthalb Jahren eine Wii zugelegt habe, war mir klar, dass man nicht alles haben kann. Entweder das innovative Bedienkonzept selbiger Konsole oder die Grafikleistung und Rechenleistung bzw. Media-Möglichkeiten der X-Box 360 bzw. der Playstation 3. Bereits damals hatte ich mir gewünscht, dass eine der letzten Konsolen auch eine derartige Steuerung anbieten würden, damit man letztlich doch beides hätte. Bedienkonzept und Grafik. Letztlich habe ich mich doch für die Wii entschieden, weil mich das Konzept einfach fasziniert hat, außerdem halte bzw. hielt ich die Konsole für wesentlich “Frauentauglicher” und – auf Englisch würde man sagen – “more social”. Letzteres, weil meine Recherche damals ergab, dass die Menge der Koop-Spiele, also solche die man gemeinsam spielen kann und zwar optimalerweise miteinander (hier auch wieder das Frauentauglichekeitsargument: “Du gewinnst immer!”, “Ich bin nie Erste!”, “Du bist viel besser als ich!” [Hinweis der Redaktion: Für eventuelle Vorurteile des Verfassers möchten wir uns entschuldigen.]). Ein weiterer Faktor war die “Einfach mal kurz spielen”-Sache: Da die Spiele eher für den sogenannten Casual-Markt entwickelt werden, also nicht für “Hardcore”-Gamer sondern eher für Leute, die halt einfach mal ein bisschen Spielen wollen und zu letzteren zähle ich mich übrigens auch (zumindest meistens), kam die Wii eher für mich in Frage.
Am Anfang war das ganz auch sehr nett. Wii-Sports und Wii-Play machen wirklich Spaß, aber irgendwann sehnt man sich dann auch nach etwas neuem. Ich schätze der Spielemarkt hat sich inzwischen etwas weiterentwickelt, aber damals habe ich festgestellt, dass es sooo tolle Spiele dann doch nicht gab. Ich hatte noch Zelda und Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen, wobei ersteres nett war aber letzteres – wenn gleich mit gewissem Spaß verbunden – eher für Muskelkater verantwortlich war, als reine Spielfreude. Was mich aber bereits nach kurzer Zeit wirklich gestört hat, war die Grafik. Auch wenn ich mir vorher gesagt hatte, “hey, wenn du was mit cooler Grafik spielen willst, dann nimmst du halt den PC”, ich persönlich finde ich die Grafik der Wii mehr als bescheiden. Insbesondere für ihren Preis. SD Auflösung ohne Anti-Aliasing sieht auf 40” 1080p nativ einfach blöd aus.
Ich werde die Wii 2.0
Die Wii musste also wieder weichen. Vor kurzer Zeit kam dann ja Wii Fit raus, wobei mich da das Bedienkonzept wiederum interessiert hat und ich fast in Versuchung geraten wäre wieder eine zu kaufen, aber nun wo die E3-Pressekonferenzen vorbei sind, bin ich sicher, dass ich auf den PS3 Motion-Controller warten werde. Warum. Nun 1. weil ich bereits eine Playstation 3 besitze und zweitens, weil das genau das war/ist, was ich von Anfang an wollte. Eine PS3 mit Wii Bedienung. Übrigens, die PS3, die ich dann ja gekauft habe, hat mich Grafik wesentlich stärker überzeugt und bei machen Szenen (z.B. von Uncharted) habe ich schon mal “wow” gedacht, obwohl ich auch auch Crysis auf dem PC gespielt habe. Abgesehen davon, machen viele der Spiele einen durchaus hochwertigeren Eindruck. Beispielsweise was Sprachausgabe angeht, wo Zelda mit zu lesendem Text ankommt, haben auf der PS3 fast alle Spiele eine deutsche Synchronisation und das meist noch in Dolby Digital oder gar DTS. Signifikant besser also. Was ich als Gelegenheitsspieler allerdings moniere ist die wesentlich schwierigere Steuerung vieler Spiele im Vergleich zur Wii. Aber man kann ja lernen …
Zurück zum Konzept Motion Based Gaming und der E3. Sowohl Microsoft als auch Nintendo als auch Sony haben dort in ihren Pressekonferenzen neue Konzepte zu eben diesem Thema vorgestellt:
Nintendo mit einer Erweiterung der Wii Mote “Motion Plus”.
Dazu ein weiterer Trailer des Spiels Red Steel 2.
Insgesamt sieht das Konzept wie eine konsequente Weiterentwicklung der Steuerung der Wii aus. Der bereits oben genannte Nachteil der Grafik- und Hardwareleistung bleibt allerdings bestehen. Insbesondere ist das Innovationspotential der Technologie nicht sonderlich hoch, da die Wii ja bereits hauptsächlich per Bewegung zu steuern ist. Andererseits wird hier ein fertiges Produkt, kein Prototyp gezeigt, der bereits in den nächsten Monaten in den Handel kommt.
Ein wesentlich größeres Innovationspotential bietet Microsofts “Natal Project”.
Eine Kamera mit Tiefenmesser soll hier genauer als je zuvor die Bewegung eines menschlichen Körpers tracken und in das jeweilige Spiel umsetzen. Der Trailer und auch die gezeigte Tech-Demo wirken dabei erstmal beeindruckend. Beim zweiten Nachdenken glaube ich aber, dass sich die Technologie nicht durchsetzen wird. Warum? Aus zwei Gründen. Erstens: So gut kann das nicht funktionieren. Ja, ich weiß, das ist nur Skepsis, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass insbesondere die Spracherkennung derart gut funktioniert, dass man bei einem Spiel wie Buzz die Antwort sagen kann und diese dann korrekt erkannt wird. Wie doof wäre es, wenn man die richtige Antwort sagt, aber eine falsche “gehört” wird. Sowas kann den ganzen Abend verderben. Warum glaube ich nicht, dass das so gut funktionieren kann? Weil die Technologie einfach noch nicht soweit ist, wenn es bereits vernünftig funktionierende Spracherkennung für Computersysteme gäbe – man schaue sich nur mal die Vista Spracherkennung an – könnte ich mir sowas vorstellen, wobei immer noch die Herausforderung des Aufnehmen eines ganzen Wohnzimmers bleibt. Aber so glaube ich das erst, wenn ich es selbst ausprobiert habe. Ganz zu schweigen übrigens davon, dass man den Spaß ja auch für Deutsch, Französisch und alle anderen Sprachen der Länder in denen die X-Box vertrieben wird, anpassen muss. Zur Bilderkennung und dem Tiefensensor weiß ich nicht so recht, wie gut das funktionieren kann, wenn eine ganze Familie in gut 4 Meter Entfernung vor dem Bildschirm sitzt. Die Kamera müsste dabei schon eine verteufelt hohe Auflösung haben.
Zweitens: (Die Frage war, warum scheitert die Technologie – für die unkonzentrierten Leser.) Man bracht was für die Hand. Ganz einfach, stellt euch vor, ihr sitzt vor dem Fernsehr und spielt einen First Person Shooter (Killerspiele-Alarm!), wie dumm kommt man sich wohl vor, wenn man – wie aus alten Kindertagen – seine Hand zu einer “Pistole” formen soll und den Abschuss durch ein lautes, spracherkanntes “Peng!” initiiert. Na ja. Ähnlich komisch kommt mir die Buzz-Werbung im Video vor, wo man seine Faust in die Hand schlagen soll – also zum buzzern. Interessant hingegen finde ich den Tony Hawk und den Steetfighter oder was immer das für ein Spiel sein soll – Teil. Allerdings scheint es mir für Spieler gewisser Statur schwierig seinen Gegner mit einem Roundhouse-Kick zu finishen, wobei X-Kreis-Viereck-Zurück-Vor-Zurück-L1-L1 selbiges mit wesentlich weniger Bänderriss- und Knochenbruchgefahr tun würde. Andrerseits würden Spieler dann sicher bald von den eher beleibteren Persönlichkeiten zu den waschbrettbauchigen gehören. Netter Nebeneffekt. (Im Flirt-Chat: Sie: “Was ist denn dein Natal-Lieblingsspiel?” Er: “Street Fighter” Sie (denkt): Rrrrrrr.) Aber wie gesagt, aus diesen Gründen denke ich, dass die Technologie zwar ein bewunders- und sicher lobenswerter Ansatz ist, aber vermutlich scheitern wird.
Mein Favorit: Der Sony Motion Controller.
Auf den ersten Blick wirkt die Technologie wenig innovativ und erinnert vor allem an die Wii-Steuerung. Dennoch scheint mir dies die beste der vorgestellten Technologien zu sein,weil man 1. was in der Hand hat (siehe Natal-Kritik) und 2. das Konzept wesentlich akkurater zu funktionieren scheint als die Wii-Technologie. Offenbar kann auch dieses Gerät die Position im Raum relativ zur Erdoberfläche aber auch relativ zur Kamera bestimmen, ich weiß nicht ob Motion Plus der Wii auch diese Tiefenerkennung leisten kann, ich glaube aber nicht. Beeindruckend ist meiner Meinung nach außerdem, dass das Videobild, das die Kamera aufzeichnet, nahezu verzögerungsfrei mit 3D-Overlay Elementen belegt werden kann. Würde man die Kamera z.B. seitlich aufstellen, könnte man im eigenen Wohnzimmer einen Lichtschwert-Kampf gegen Darth Vader führen und sich selbst dabei im Fernseher betrachten. Gerade auch die Demo des Schwert-Schildkampfs lässt Erinnerungen an die Zelda “Schüttle den Controller um zu schlagen”-Mechanik aufkommen und zeigt welche starken Verbesserungen hier erzielt wurden.
Insgesamt scheint mir die Playstation Motion Controller Technologie eine konsequente Weiterführung der Wii-Idee zu sein allerdings mit dem Vorteil eine “echte” Next-Gen Konsole mit anständiger Leistung zur Verfügung zu haben, was bei mir – den Gedanken an Darth Vader weiterspinnend – einen immensen Zusammen-mit-der-nächsten-Version-von-Jedi-Knight-haben-will-Effekt auslöst. Ich bin gespannt, wann die Technologie marktreif ist und freue mich schon jetzt darauf, bald eine Next-Generation-Wii von Sony zu besitzen.
Zur Stunde gucke ich auf gamespot.com, während ich inverse Vektoriterationen berechne, die Pressekonferenz von Sony auf der E3. Dort wurde, wenn auch schon vorher bekannt, gerade die PSP go vorgestellt. Diese neue kleinere Version von Sony’s mobiler Spielekonsole bzw. Handheld verzichtet auf das von Sony vormals verwendete UMD Mediaformat, bei dem Spiele auf seperaten Datenträgern erworben werden konnten. Das Gerät verfügt über 16 GB Speicherplatz und ist – wie schon die “alte” PSP – als Spielekonsole mit mobilem Mediazugriff (a.k.a. MP3, Video-Player) positioniert.
Durch den Wegfall von UMD liegt der Vergleich mit dem iPod touch nahe, der – betrachtet man die Fernsehwerbung – von Apple auch eher als mobile Spielekonsole positioniert wird wobei der Namesteil “iPod” in “iPod touch” ja bereits ausreichend die “Medienkompetenz” des Geräts betont.
Derzeit muss man allerdings sagen, dass dem iPod mindestens zweieinhalb Voraussetzungen fehlen um tatsächlich den Markt der PSP direkt anzugreifen.
1. Grafik und Sound-Hardware: Der iPod bietet zwar für ein mobiles nicht-100%-Gamekonsolengerät eine sehr gute Grafikleistung, um aber an die Grafik der PSP heranzutreten wäre hier doch noch ein deutliches Update nötig. Ich kenne mich auf dem Chipmarkt nicht aus, aber die PSP-Hardware ist auch bereits 5 Jahre alt und ich denke, durch ein Upgrade der Grafikhardware könnte man die PSP hier sogar noch überflügeln. Vom Nintendo DS ganz zu schweigen. Gut wäre auch ein Sound-Upgrade, die PSP bietet hier sehr überzeugenden Stereo-Klang, der iPod touch nur einen “Quäker”-Lautsprecher.
2. Steuerungshardware: So gut viele der bereits veröffentlichten Spiele sich mit dem Motionsensor spielen lassen oder ein “digitales” Touchpad auf dem Screen umgesetzt wurde, so richtig gut spielen kann man einfach nicht – ohne “echte” Buttons. Zumindest ein digitales Steuerkreuz und vielleicht sogar einen analogen Controller sollte es dafür geben.
2 1/2. Software: Obwohl einige der großen Entwickler bereits auf den Zug aufgesprungen sind, beispielsweise SEGA oder EA, macht doch die Software die Hardware erst nutzenswert. Dies ist allerdings nur ein halber Punkt, erstens weil es wie gesagt bereits jede Menge Spiele für das Gerät gibt, zweitens, weil – sollte 1. und 2. umgesetzt werden, dieser Punkt sicher sehr schnell wegfallen würde.
Stellen wir uns also folgendes vor. Apple erneuert den iPod touch mit entsprechend stärkerer Hardware und ergänzt das Gerät z.B. mit einem optionalen Gamecontrollerzubehör. Durch die einfach zu programmierende OpenGL Basisplattform und das lukrative Geschäftsmodell könnte ich vorstellen, dass in kürzester Zeit nicht nur die großen Spieleentwickler gleichwertige oder sogar höherwertige Spiele für diese Plattform herstellen würden, der iPod touch würde auch von den jetzt schon vorhandenen vielen kleinen unabhängigen Entwicklern profitieren. Abgesehen davon, stehen für den iPod touch immer noch alle anderen App Store Anwendungen zur Verfügung, genauso wie der iTunes Wireless Store und würde damit – zumindest in meinen Augen – selbigen zu einem wesentlich besseren Gerät machen, als es die PSP go es nun ist.
Geht man noch einen Schritt weiter, kann natürlich auch beides in das iPhone gebaut werden. Damit würde das Gerät zum ultimativen “Digital Life Companion” werden und sich durch GPS Navigation, Gameconsole und mobiles Internet sehr schnell “amortisiert” haben – selbst bei einem etwas höheren Preis und der (Zwangs-)Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag.
Ich denke mit dem nun wohl bald erscheinenden iPhone “4G”, wie immer es dann heißen mag, wird ein derartiges Update noch nicht angedacht oder zumindest umgesetzt sein. Für die Aktualisierung des iPod touch, die wohl dann im September anstehen würde, könnte ich mir diese Schritte aber durchaus vorstellen. Was Apple tatsächlich aus dem Hut zaubert, wird sich dann zeigen – ich für meinen Teil würde für sowas durchaus mein hart verdientes Geld ausgeben.
Ich habe heute Abend spontan beschlossen mal ein wieder ein PS3 Spiel auszuleihen. In Antizipation des nahenden Blu-Ray Releases von Quantum of Solace habe ich mich also für selbiges Spiel entschieden (nachdem HAWX ausgeliehen war, das hätte mich nach der vielversprechenden Demo auch interessiert). Nachdem ich nun die (mich nicht als süchtig deklarierenden) 2 Stunden und 59 Minuten gespielt habe, – okay in Wirklichkeit habe ich etwa 4 Stunden gespielt, aber ich habe ja auch nicht “vorm Rechner” sondern “vorm Fernseher” gesessen -, muss ich sagen, dass das Spiel doch ganz nett ist. Bond und M (aka Daniel Craig und Judi Dench) haben haben sogar die Originalsynchonstimmen. Interessanterweise war aber offenbar entweder die Bezahlung schlechter oder die Motivation geringer, da die Dialoge – auch wenn sie nett anzuhören sind – im Film mit wesentlich mehr Elan gesprochen werden. Noch viel faszinierender ist, dass das Spiel, okay irgendwie muss das ja sein, denn im Film schießt sich Bond ja nicht durch Gegnerhorden, einige Szenen doch etwas uminterpretiert. Den Einstieg fand ich sehr gelungen, der zeigt nämlich was zwischen Casino Royale und Quantum of Solace passiert (oder passieren soll…), danach kam mir die ein oder andere Stelle doch etwas komisch/anders als im Film vor. Insgesamt ist das ganze eine Mischung aus Quantum of Solace und Casino Royale, da man auch aus letzterem Film einige Missionen nachspielt. Grafisch ist das Spiel keine Offenbarung, es ist jetzt nicht schlecht, aber es haut einen auch nicht vom Hocker – abgesehen davon unterstützt es auch nur 720p (igitt…). Mich erinnerte das ganze an das Spiel zu Golden Eye, das ich mal versucht habe, auf einem Nintendo 64-Emulator zum Laufen zu kriegen. War allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Alles in allem würde ich sagen, nett aber nicht umwerfend. Ob ich es kaufen würde, weiß ich aber nicht, da ich jetzt scheinbar bereits die Hälfte des Spiels abgeschlossen habe und mit noch nem Tag ausleihen wohl durchkomme. Dazu muss man sagen, dass ich a) kein Berufsspieler bin und b) mich erstmal mit der Ego-Perspektive und der Steuerung mit 2 Analogsticks anfreunden musste: gewöhnungsbedürftig aber okay.
Was ich übrigens generell an den Playstation 3-Spielen liebe, ist der 3D Ton, der in Echtzeit in einen Dolby Digital oder – was ich noch ausgezeichneter finde (z.B. bei Uncharted, dazu später mehr) – DTS Stream verpackt und über den Receiver ausgegeben werden kann. Gerade bei Spielen wo man sich fragt, von wo jetzt gerade die Schüsse kamen oder wo sich der Gegner versteckt, wirklich klasse. Im Online-Modus übrigens fast schon ein bisschen unfair .
Um meinen bisherigen Erfolg in geeigneter Form zu evaluieren, werde ich jetzt noch mal Casino Royale gucken. Mal schauen ob Daniel Craig genauso cool als Bond ist, wie ich – oder so … Übrigens, wo wir gerade beim Thema sind, auch wenn ich Craigs Bond Interpretation sehr schätze und Casino Royale für einen ausgezeichneten Film halte, meine endgültige Meinung zu Quantum of Solace steht noch aus, wäre mein Favorit für 007 Clive Owen gewesen.
Eieiei! Nachdem ich am Wochenende den ersten längeren Warhammer Online Test mit meinem MacBook durchlaufen habe, muss ich sagen – trotz 1920×1200 spielbar, zwar nur mit niedrigsten Einstellungen aber hey, ist ja auch nur Laptop-On-Boad Grafik. Dafür schlägt sich das Gerät wirklich gut. Ich würde auch gerne ne niedrigere Auflösung nehmen, aber da ich bei der Wahl meines Bildschirms nicht auf Interpolationsverhalten geachtet habe, werde ich jetzt gestraft. Es hat dem Spielspaß auf jeden Fall keinen Abbruch getan aber ich hab mir gedacht, hey vielleicht kann die GeForce 9300 On-Board in deinem HTPC ja noch ein bisschen mehr als die GeForce 9400m im MacBook.
Gestern nachmittag also, wollte ich meinen HTPC zwecks Spieletest mal wieder unter Windows (XP versteht sich) booten. Habe also die Tastatur und Maus angesteckt und neu gestartet. Blöderweise kam nach Wahl von Windows XP im Bootmenü nur ein schwarzer Bildschirm und dann ist nichts mehr passiert. Klasse, habe ich gedacht, und das G zu meinem Problem befragt. Hat wenig gebracht, scheint aber häufiger mal zu passieren und hat wohl mit grub – dem Linux Bootloader – zu tun. Also ein Linux Problem. Klasse. Nach kurzer Besprechung mit Linux-Experten Roland, der mir kurzerhand zur Hilfe eilte, lies sich dann auch Ubuntu nicht mehr booten. Okay, das ist fies. Eigentlich hat Roland nichts kaputt gemacht, die Auflösung kommt ja jetzt (Spannungsbogen und so …). Auf jeden Fall habe ich dann versucht erst die Ubuntu-Live-DVD zu nutzen, um Rolands Änderungen wieder rückgängig zu machen, da diese aber auch nicht mehr booten wollte und selbst das von Roland empfohlene “grml” (ist sein Lieblingsrettungssystem…) blieb bei “io scheduler cfq registered” stehen. Ich war schon kurz davor, irgendein BIOS-Update zu suchen (an den Einstellungen hatte ich bereits rumgepfuscht), da viel mir auf, das mein BIOS behauptete, ich hätte 2 Mäuse angeschlossen. Komisch, komisch – aber dann wurde mir klar, dass gerade 2 Logitech Funkmäuse eingeschaltet auf meinem Schreibtisch lagen. Als ich die eine der beiden ausschaltete und neu bootete, ging nicht nur Ubuntu wieder, wie gewohnt, sondern auch Windows lies sich problemlos starten.
Sollte noch mal jemandem dieses Problem unterkommen, kann er/sie sich die 2 Stunden Fehlersuche hoffentlich sparen.
Lesen Sie in der nächsten Ausgabe: Nicolas versucht Flash unter Ubuntu zum Laufen zu kriegen…
Da ich mich gerade von den unsäglichen Strapazen der CeBIT erhole, habe ich endlich mal Zeit den ein oder anderen Beitrag zu schreiben, wegen derer ich unter anderem den Blog eröffnet habe. In diesem geht es um die Organisation meiner neuer Wohnung und ihrem ausgesprochen durchdachten e-Konzept.
Hintergrund ist der, dass ich ein absoluter Filmfan bin, wie bekannt sein dürfte durch mein Studium bedingt viel am Rechner arbeiten muss und – na ja – hin und wieder mal ein Spiel zur Entspannung darf auch nicht fehlen. Ich möchte nochmals betonen, dass es an dieser Stelle nur um das e-Konzept geht, man soll ja nicht denken, ich würde meine Wohnung nie verlassen. Allein schon um in die Küche zu gehen ist das notwendig… .
Also bisher war es so, dass ich mir im letzten Jahr einen Mac Pro gekauft hatte, da sah das Konzept nämlich so aus: Mac Pro zum Arbeiten und Spielen und für meine Mediensammlung (Musik, Filme, etc.). Problem dabei: Ich brauche einen Laptop für die Uni. Das ist nunmal einfach so und daher hatte ich auch ein MacBook. Da ich das MacBook aber tatsächlich nur in der Uni genutzt habe, lagen da gut zwei Gebrüder Grimm quasi brach – für einen Studenten natürlich undenkbar. Außerdem war der Mac Pro, wie ich dann nach einer Weile der Benutzung feststellen musste für meine Zwecke etwas überdimensioniert. Mit 8x 2,8 GHz kann man schon einiges reißen, aber wenn man nicht gerade im vier HD Videos gleichzeitig dekodiert sind von den 8 Kernen 7 ungenutzt. Was also tun mit diesen drei Gebieten:
Arbeiten
Hier muss auf jeden Fall irgendwas mit Apple Zeichen her. Nicht wegen des Aussehens, sondern wegen des Arbeitskonzepts. Auch wenn viele meiner Informatik-Kollegen Macs für überteuerte Spielzeugrechner halten. Mich hat das “It just works”-Konzept überzeugt und ich bin auch bereit dafür ein paar Euro mehr auszugeben. Abgesehen davon, ist ein Leopard Intel Mac obligatorisch, wenn man sich – wie ich – auch von Uniwegen mit iPhone Entwicklung beschäftigt.
Außerdem war ja schon klar, dass hier gewisse Mobilität schön wäre, weil Desktop-Rechner mit in die Uni nehmen ist schwer.
Medien
Hier geht’s jetzt eher um Spaß und Entspannung während nach der Arbeit. Vor allem geht es dabei um meine fast komplett digitalisierte DVD Sammlung, ja digitalisiert, nein, nicht heruntergeladen – alles in feinster iPhone-konformer h264 Qualität. Wo es in der Sektion Arbeiten möglichst mobil sein soll, geht es hier eher um stationär aber dafür mit “einschalten, Spaß haben” – und zwar vorzugsweise fernbedient. Da man ja auch an die Zukunft denkt, am besten mit Bluray Option und entsprechend starkem Prozessor/Grafik um den Spaß auch dekodieren zu können. Obligatorisch aber glücklicherweise mitlerweile fast überall Standard: optischdigitale Tonausgabe und HDMI Bildausgabe für meinen Fernseher.
Spielen
Okay, jetzt fallen wir ganz in den Spaß-Bereich. Ich weiß nicht, ob es für mein (von Google automatisch generiertes) Sozialprofil so gut ist, aber ich geb’s mal zu – ich spiele gerne Warhammer Online. Zwar nicht so hardcore mäßig mit 24 Stunden dauerzocken aber zum Beispiel mit Leonard – einem alten Freund aus Lüneburg – und seiner Freundin. Nebenbei kann man sich prima unterhalten und hat gleichzeitig noch Spaß am Spiel – so ähnlich wie beim Überraschungsei, … oder so. Ansonsten hatte ich mal eine Wii, fand das Spielkonzept ganz gut aber war von der Grafikleistung nicht sonderlich begeistert – daher auch “hatte”.
So, das sind jetzt die Voraussetzungen. Was hab ich draus gemacht?
Arbeiten
Gearbeitet wird bei mir fortan an meinem MacBook, das prozessormäßig definitiv genug Leistung hat, unter Umständen werden ich den Arbeitsspeicher noch auf 4 GB aufstocken – vielleicht wenn Apples neues Betriebssystem “Snow Leopard” rauskommt. Problematisch ist nur der kleine 13,3” Bildschirm, der zum Arbeiten natürlich nicht taugt. Daher behalte ich meinen 22” Schreibtischmonitor vom Mac Pro und aus MacBook + Bildschirm entsteht dann eine wunderbare Arbeitsumgebung, die bei Bedarf in einer Minute mobil ist.
Medien
Meinen Mediensammlung war jetzt ein kleines Problem, weil des MacBook ja a) nicht erweiterbar ist und b) keine Ausgänge für zwei Bildschirme hat. Ich hatte erst auf einen neuen Mac Mini gehofft, der am Dienstag vorgestellt wurde, aber da der ja erstens auf sich warten ließ und zweitens überhaupt nicht sicher war, ob er jetzt zwei Bildschirmausgänge haben würde oder nicht, habe ich mich für einen dedizierten Home-Media-Server entschieden. Dieser sollte in ein schmuckes Gehäuse kommen, fernbedienbar sein, am Besten lautlos und ständig mit Fernseher und Soundanlage verbunden sein. Was ich mir da am Ende zusammengebaut habe, und wie es jetzt funktioniert – dazu in einem späteren Artikel mehr. Grundsätzlich gefiehl mir diese Lösung auch sehr gut, weil ich – obwohl das MacBook dank nVidia Grafik sogar für Warhammer reicht – auch die Option habe eine zusätzliche Grafikkarte zu installieren, damit der Rechner auch genügend Power hat, aktuelle Spiele flüssig – und dann sogar auf dem Fernseher – darzustellen.
Spielen
Wie bereits gesagt, liefert das MacBook im Moment für meinen PC-Spiele Bedarf genügend Power und sollte es mal nicht mehr reichen, kann ich mit dem Kauf einer Grafikkarte den Home-Media-Server oder auch HTPC blitzschnell umrüsten und damit zum “GamerPC” machen. Irgendwas fehlte aber doch noch und – der aufmerksame Leser hat es sicher gemerkt – was ist jetzt mit Bluray? Da Corinna leider eher ein Spielemuffel ist – zumindest was PC-Spiele angeht – ich sie aber mit der Wii doch in gewisser Weise von einem netten Spiel zu zweit (”Ich will noch mal >Finde den Mii< spielen…”) überzeugen konnte, hatte ich den Gedanken Konsole noch mal aufleben lassen. Da mich die Wii grafisch ja schon enttäuscht hatte, kamen nur noch X-Box 360 oder Playstation 3 in Frage, wobei die Wahl nach kurzer Recherche bezüglich Grafikleistung, Spielen, Konzept und letztlich auch Frauentauglichkeit auf die Playstation 3 viel. Außerdem hatte ich dank des integrierten Bluray Players damit auch dieses “Problem” erschlagen und…
… damit meine neue Wohnung ideal ausgestattet. Die Kosten sind durch den Verkauf des Mac Pro mehr als gedeckt und der Convenience-Faktor ist zudem gestiegen. Ich bin zufrieden und wer mir nacheifern will, für den stelle ich in naher Zukunft weitere Beiträge über den Aufbau des Home-Media-Servers online.
Vor einigen Tagen habe ich noch verzweifelt nach einer Lösung gesucht, meine externen Festplatten unter Windows Vista zum StandBy-Modus zu bewegen. Leider habe ich nach wirklich intensivem googeln nichts gefunden und auch diverse Fragen in Foren haben mich nicht weitergebracht. Die natürliche Ordnung der Betriebssysteme im Kopf:
Auf dem Mac geht’s einfach.
Unter Windows geht’s einfach nicht.
Unter Linux geht’s nicht einfach, aber irgendwie geht’s…
habe ich in einem radikalen Schritt zurück ins Ubuntu-Land gefunden. Vormals hatte ich mit 8.10. diverse Probleme, die eigentlich nur dazu geführt haben, dass ich zu Windows wollte. Hier mal einen zusammenfassende Liste:
Festplatten gehen nicht automatisch in den StandBy-Modus (Windows: nada, Ubuntu 8.10. manuell geht’s automatisch folgt hoffentlich bald…)
Kein Ton bei nicht Dolby/DTS Quellen (Windows: hier geht’s, Ubuntu 8.10. geht doch, man sollte alle Lautstärkeregler einblenden und wenn man digital benutzen will, diesen auch aufdrehen…)
Fernbedienung tut nicht (Windows: hier geht’s, kommt ein Treiber mit, Ubuntu 8.10. geht doch, allerdings nur mit selbstgebackenem Lirc und reagiert irgendwie nur auf die beim Gehäuse mitgelieferte Fernbedienung (aber die Harmony kann auch diese emulieren…))
LC-Display tut nicht (Windows: geht, aber leider ohne sinnvolle Informationen (wie viel RAM mein Rechner hat, weiß ich doch auch so …), Ubuntu 8.10. lcdproc tut jetzt allerdings auch nur mit selbstgebackenem …)
Bildausgabe in 24Hz (Windows: geht, Ubuntu 8.10. auch wenn xrandr der Meinung ist, ich hätte 98 Hz – es geht jetzt)
Ich bin einigermaßen stolz auf mich, da ich das alles gestern geschafft habe und muss an dieser Stelle aber natürlich Roland danken, der mich tatkräftig unterstützt hat. Wenn alles so funktioniert, wie ich das gerne möchte, folgen weitere Beiträge. Nun – da meine neue Nachbarin offenbar beschlossen hat um 9.00 Uhr die Bohrmaschine anzumachen, sonst wäre ich ja auch noch im Traum- und nicht im Ubuntu-Land – werde ich mal versuchen ob ich mit meiner alten TV Karte vdr – wovon Patrick so schwärmt – zum Laufen kriege. (Allerdings hat er die Einrichtungszeit bei meinen Wünschen – und die waren nicht groß – auf ca. 200 Tage geschätzt …)