Mit ‘3g’ getaggte Artikel

iPhone 3G zu verkaufen

Montag, 29. Juni 2009

Zuletzt schrieb ich ja schon, dass ich es trotz T-Mobile Problemen doch geschafft habe, ein iPhone 3GS in die Finger zu kriegen. Daher sucht mein “altes” iPhone 3G nun dringend einen neuen Besitzer. Ich habe bereits eine Anzeige am schwarzen Brett der Uni gemacht und möchte nun auch hier mein Angebot kundtun:

Verkaufe iPhone 3G, schwarz, 16 GB

Da ich auf das neue iPhone umgestiegen bin, biete ich hier das iPhone 3G in schwarz mit 16 GB Speicherplatz an.

iPhone 3G

iPhone 3G

Es ist nur etwa 10 Monate jung und funktioniert tadellos. Es hat ein paar normale Gebrauchsspuren, die allerdings eigentlich nur auf der Rückseite (wie auch bei iPods üblich) sichtbar sind. Die Verarbeitung würde ich als gut bis sehr gut bezeichnen, Probleme hatte ich mit dem Gerät noch nie, die Batterie wurde pfleglich behandelt.

Das gute Stück kommt auf Werkseinstellungen zurückgesetzt in der Originalverpackung mit allem Zubehör (Anleitungen, USB-Kabel, Netzteil, Ohrhörer mit Mikro, Mikrofasertuch).

Wichtig: Das Gerät ist ein original T-Mobile Gerät und ist mit einem sogenannten Net-Lock versehen. Es kann also im derzeitigen Zustand nur mit einer Sim-Karte von T-Mobile als Mobiltelefon genutzt werden.
Es gibt jedoch Möglichkeiten mit Drittsoftware diese Beschränkung aufzuheben, dafür ist jedoch der Käufer selbst verantwortlich – sofern er dies tun möchte.

Da es sich um einen Privatverkauf handelt, muss ich Garantie und Gewährleistung ausschließen, das Gerät kann aber natürlich vor dem Kauf ausprobiert und begutachtet werden. Ich bin regelmäßig an der Uni am Westerberg anzutreffen.

Der Preis beträgt 360 Euro.

Das Angebot gilt bis zum 4.7. danach freut sich jemand bei eBay. (An-)Fragen beantworte ich gerne per eMail (nineubau ät uos punkt de) oder in den Kommentaren.

Update: Wer noch Interesse hat, möge bei meinem eBay-Angebot vorbei schauen.

iPhone 3GS: “Spiel Titel von Uhhh Zwei!”

Samstag, 27. Juni 2009

Anders als erwartet, habe ich meine heutige Ration Info D bereits hinter mich gebracht und kann nun ohne schlechtes Gewissen einen ersten kurzen Erfahrungsbericht zum neuen iPhone 3GS verfassen.

Ich nehme das Fazit mal vorweg, da man sich schon beschwert hat, meine Beiträge wären zu lang: Wer durch Verkauf seines alten Geräts oder sonstige Machenschaften wie Vertragsverlängerung für unter 100 Euro an das Teil kommt, dem sei es grundsätzlich empfohlen – mehr würde ich für dieses, zumindest derzeit noch, eher moderate Update nicht hinblättern.

Warum? Nun, fassen wir mal die Neuerungen zusammen, und damit meine ich die Dinge, die man nur auf dem iPhone 3GS bekommt. Innovationsbomben wie Cut, Copy & Paste gehören da nicht dazu, die sind nämlich Bestandteil des 3.0 Firmware Updates, in dessen Genuss auch iPhone 3G (ohne S) und iPod touch Nutzer kommen.

  • S wie Speeeeeed. Das wohl gewichtigste Feature des 3GS, immerhin im Namen vertreten, ist trotz meiner anfänglichen Skepsis, durchaus nicht unbeachtenswert. Natürlich ist irgendwie klar, dabei bleibe ich, dass eine neue Hardwaregeneration schneller ist, als der Vorgänger. Beim Vergleich iPhone 3G versus 3GS fällt der Unterschied beträchtlich aus. Alle Programmstarts sind fast doppelt so schnell, Browsen macht wieder Spaß, elendige Ladezeiten von z.B. SimCity oder Google Earth sind nun mehr als verträglich. Wer sein iPhone also tatsächlich nutzt – und das nicht nur zum Angeben – wird dieses Feature zu schätzen wissen.
    Was dabei noch völlig unerwähnt bleibt, ist der neue Grafikprozessor des Geräts, der unabhängig von möglichen Optimierungen sogar bis zu 4x so viel Leistung bringt, wie sein Vorgänger. Das merkt habe ich insbesondere beim Spielen von Crash Bandicoot Nitro Kart gemerkt, aber auch bei Hero of Sparta oder SimCity. Allerdings ist das längst nicht alles, durch Open GL ES 2.0 Unterstützung ist die Grafikhardware jetzt programmierbar und bietet so noch mehr Potential für mobile Spiele, wobei die PSP (ich schrieb schon derartiges) locker übertrumpft werden kann.
  • Video und Kamera: Meiner Meinung nach auf Platz 2 gehört die Innovationsbombe Video. Ach, andere Handys können das schon seit Jahren? Oh, na ja – ist trotzdem nett und natürlich Apple-like einfach zu bedienen. Die Kamera hat jetzt statt 2, 3 Megapixel, Autofokus und die Möglichkeit 25 FPS (?) VGA (sprich 640×480) Videos aufzunehmen. Ersteres macht die Kamera nun wirklich alltagstauglich und letzteres finde ich insbesondere im Bezug auf MMS sehr nett. Für die Meisten wird wohl die YouTube Integration mehr Gewicht haben, da ich aber nicht so der YouTube Nutzer bin, freue ich mich mehr darüber jemanden eine nette Videobotschaft zu senden. (Z.B. wie ich genüsslich in einen Burger beiße, während andere Arbeiten müssen ;) )
  • Voice Control aka Sprachsteuerung: In Handys schon seit einigen Jahren vertreten, nun endlich auch auf dem iPhone. Gewichtsmäßig für mich Feature Nummer 2, zwar genauso wenig innovativ wie “mehr Speed” aber trotzdem nett. Zumindest teilweise. Was wirklich nett ist, ist die Rufwahl die durch das Sagen von beispielsweise “Ruf Nicolas Neubauer.” initiiert wird. Sind mehrere Nummern unter dem Namen gespeichert, fragt das iPhone, welche man denn wählen möchte “Mobil, Privat, Andere …”. Sehr nett, man kann natürlich auch gleich sagen “Ruf Nicolas Neubauer Mobil.” Ich habe jetzt nicht meine komplette Kontaktliste durchprobiert, aber in meinem Adressbuch sind über 200 Personen und Firmen (”Ruf China Kurier!”) mit Namen gespeichert und bisher hatte ich vielleicht einen Fehler bei der Erkennung. Dazu muss man natürlich sagen, dass die Kontakte bisher alle deutschsprachige Namen hatten… Hier liegt nämlich das Problem:
    Die Sprachsteuerung erlaubt es auch den iPod via Sprache zu bedienen und was Apple hier liefert kann wirklich nicht deren Ernst sein. Das iPhone interpretiert alle Interpreten und Albennamen in der gewählten Sprache – in meinem Fall also Deutsch. Doof nur, dass ca. 95% meiner Musiksammlung nicht von deutschen Interpreten stammt. Sagt man also “Spiel Titel von U2.” Sprich: Ju Tuu, teilt das iPhone freudig mit: “Sie hören Titel von Silbermond.” Hä? Ich bin nicht sicher, ob Steve Jobs vielleicht zu viel mit der Deutschen Bahn gefahren ist, aber das iPhone verlangt tatsächlich nach “Spiel Titel von Uhhhh Zwei.” um obige Aufforderung korrekt umzusetzen. Obwohl die Sprachsteuerung bei deutschsprachigen Interpreten und Alben (”Spiel Album Männersachen.”) wunderbar funktioniert, muss Apple hier dringend nachbessern – dann hätte man allerdings tatsächlich die wohl beste Sprachsteuerung in einem mobilen Gerät. (Zumindest im Vergleich zu dem, was ich bisher so gesehen und ausprobiert habe…)
  • Neue Kopfhörer: Die neuen Apple Kopfhörer mit integrierten Knöpfen für lauter und leiser werden nun auch vom neuen iPhone unterstützt. Hierzu kann man wenig sagen. Funktioniert halt und ist auch nett, aber ständig die Lautstärke ändert man ja nun doch nicht, also auch kein Killerfeature.
  • Nike+iPod: Wer es nicht kennt, hier geht es um Sport – der Kleidungs- und Sportschuhhersteller Nike bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit mit einem speziellen Sensor im Schuh und einem Dongle für iPods Trainingsläufe zu tracken und Statistiken auszugeben, dazu steht auch eine Online Community bereit. Das neue iPhone hat hierbei einen Empfänger für den Sensor in den Schuhen integriert und bietet dazu auch eine Applikation direkt auf dem Gerät. Nett für Leute die das benutzen. Da ich persönlich eher auf Crosstrainer stehe, aber wohl nichts für mich. Trotzdem immer noch einen Tick besser als …
  • Kompass: Das letzte wirklich neue Hardware-Feature des iPhone. Das Gerät enthält jetzt einen Kompass, der – oh Wunder – per Applikation zeigt, wo Norden ist. Wenn man nicht gerade Geocacher ist, vermutlich nicht sonderlich brauchbar solange keine Applikationen irgendeinen sinnvollen Gebrauch davon machen. Einziger Vorteil: Die Maps Applikation lässt die Karte auf Wunsch nun in Blickrichtung rotieren, was beim Navigieren zu Fuß durchaus vorteilhaft ist. Mehr aber auch nicht.

Das war’s. Wirklich. Gut, da sind natürlich noch so Kleinigkeiten, wie etwas längere Akku-Laufzeit, bisher allerdings noch nicht extrem in Erscheinung getreten (gut, ich hab natürlich seit gestern viel rumgespielt…) und sowas wie fettabweisendes Glas auf dem Bildschirm. Nichts also, was den fettdruck verdient hätte.

Um also noch mal zu resümieren: Speed ist tatsächlich das Killerfeature des Geräts und – sollten nun Spieleentwickler tatsächlich die Plattform ausnutzen hätte man schon eine bessere PSP in der Hand. Mit Voice Control und Video kommen zwei Features, die das iPhone wieder gleichauf mit anderen Mobiltelefonen bringt, zumindest was Hardware angeht und die gewohnt schöne Softwareintegration lässt das iPhone diese gleich noch überflügeln. Dringend nachgebessert werden muss bei Voice Control, die derzeitige Sprachabhängigkeit für den iPod ist eher ein Witz als ein Produkt.

Da es sich beim 3GS im Vergleich zum 3G also eher um Evolution als um Revolution handelt bleibt mein Fazit: Ein Nettes Gerät, für das ich aber derzeit, zumindest ohne deftige Spieleunterstützung, auf keinen Fall mehr als 100 Euro “Upgrade-Gebühr” bezahlen würde.