Ja, ich lasse Überschriften gerne mit drei Punkten enden. Nein, ich bin kein Westernhagen Fan. Trotzdem war gestern ein überaus erfreulicher Tag für mich, so erfreulich, dass ich einfach mal wieder einen Artikel dazu schreibe. Natürlich nicht ohne auch mehrmals Fitness Diary zu erwähnen. Wegen des großen Gs und so
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Warum also erfreulich? Na, weil ich mir gestern die letzte Note für dieses Semester abgeholt habe und damit die letzte Note für den letzten Schein in meinem Bachelor-Studium. Also abgesehen von der Bachelor-Arbeit natürlich. Bevor mich nun die größeren Milliarden-Unternehmen (Apple, *zwinker*, Apple, *zwinkerzwinker*, …) mit Jobangeboten überhäufen – ich habe mich schon für den Master Informatik an der Uni Osnabrück beworben, den ich auf jeden Fall noch mitnehmen werde. Schließlich habe ich sogar schon Leistungspunkte dafür gesammelt. Abgesehen davon, war die besagte letzte Note die aus Numerischer Mathematik und damit aus dem letzten nötigen Matheschein für mein gesamtes Leben Studium. Auch wenn die Mathematik doch irgendwie die formale Grundlage der Informatik ist, so muss ich sagen, dass ich ab einem gewissen Punkt irgendwann den Bezug zu meinem späteren Wunschberuf nicht mehr so ganz gesehen habe. Trotzdem bin, ich hoffe diese kleine Selbstbeweihräucherung ist erlaubt, stolz einen fachwissenschaftlichen, berufsqualifizierenden Abschluss in Mathematik erlangt haben zu werden – also wenn dann mal alles durch ist.
Interessant ist übrigens die Notenberechnung für das Bachelorzeugnis. Ich musste mir für die Bewerbung zum Master ein vorläufiges Zeugnis ausstellen lassen, worauf hin ich mal in die Prüfungsordnung nach der Notenberechnung geschaut habe. Irgendwie komme ich da auf andere Ergebnisse als das Prüfungsamt. Ich habe mich schon danach erkundigt und bin mal gespannt wie die Antwort lauten wird. Nicht, dass ich das unterstellen möchte, aber bei den komischen Formulierungen würde ich mich nicht sonderlich wundern, wenn bisher alle Zeugnisnoten “falsch” berechnet wurden.
So, kommen wir nun zu Teil 2 meiner Freude. Fitness Diary hat mich zwar nicht zum Millionär gemacht aber ich bin doch irgendwie zufrieden. Am ersten Tag ist eigentlich nicht viel passiert, da man erst gegen 19.00 Uhr die Zahlen des Vortags erhält. Als ich am zweiten Tag also vorgestern dann mal im Store vorbei geschaut habe, konnte ich erfreulicherweise feststellen, dass Fitness Diary in der Kategorie “Geundheit und Fitness” bereits auf Platz 48 der Verkaufscharts gestiegen war. Im Laufe des Tages schwankte das ganze dann zwischen Platz 60 und Platz 33 (nein, ich hab nicht den ganzen Tag auf “Neu-Laden” geklickt – oder, doch? Egal…). Abends erhielt ich dann die ersten Zahlen für den Tag ohne Platzierung die waren – naja, für 0 Marketing (außer diesem Blog, aber den lesen wohl wenige potentielle Kunden) bin ich damit ganz zufrieden. Ich sag mal, es waren unter 10 Euro, die ich verdient habe aber trotzdem nett. Gestern Abend kamen dann die Zahlen für den Tag mit der wechselnden Platzierung und da waren es zwar immer noch unter 10 Euro aber schonmal mehr als am Vortag. Interessant ist dabei, dass man bereits mit rund 10 Verkäufen in Deutschland in den Charts dieser Kategorie landet und zwar im Mittelfeld. Gestern habe ich auch festgestellt, dass ich zeitweise in Belgien, Dänemark und Neuseeland platziert war/bin.

Fitness Diary in den deutschen Charts
Okay, der Business-Leser denkt jetzt – hach, mickrig, weniger als 10 Euro am Tag. Man muss natürlich dazu sagen, dass ich nicht der Illusion anheim gefallen bin, mit dieser 99 Cent Applikation zum Millionär zu werden. Mein kurzfristiges Ziel ist, und das scheint mir bei der gegenwertigen Marktsituation mehr als realistisch, auf 300 Euro Verdienst im Monat zu kommen. Das ist jetzt auch nicht die Welt, aber bedenkt man wie viel man als Student sonst so dafür arbeiten muss – und ich habe etwa 2 bis 3 Wochenenden in Fitness Diary gesteckt – habe ich glaube ich allen Grund zufrieden zu sein.
Abschließend denke ich, dass ich mit etwas mehr Aufwand sogar auf wesentlich mehr Verdienst kommen kann. Warum? Ganz einfach. Fitness Diary ist derzeit nur in Englischer Sprache verfügbar. Trotzdem ist der Erfolg in Deutschland groß. Noch größer könnte er ausfallen, wenn ich mit dem nächsten Update Fitness Diary auch in die größeren europäischen Sprachen lokalisiere. Weiterhin gibt es eine Konkurrenzapplikation, die ähnlichen Funktionsumfang bietet, aber meiner Meinung nach nicht ganz so gut strukturiert ist. Im deutschen Store konnte ich diesen Konkurrenten heute überholen (aktuelle Platzierung 21). Geht man jetzt davon aus, dass z.B. die Amerikaner, deren Markt viel größer ist, ähnlich wie die Deutschen ticken, und diese Konkurrenzapplikation im US Store in den Top 100 (über alle Kategorien) derzeit Platz 7 einnimmt und die Applikation das doppelte kostet, scheint mir das Potential doch recht hoch zu sein. Um im amerikanischen Markt Fuß zu fassen fehlen mir allerdings auch noch deren Maßeinheiten (lbs und ft).
Meine mittelfristige Planung sieht also vor mit dem nächsten Update Lokalisierung, Imperial Units und eine einfache grafische Statistik anzubieten und den Preis dabei noch bis ich in den amerikanischen Charts auftauche noch klein zu lassen. Langfristig scheint mir also Top 10 in 3 bis 5 größeren Märkten in der passenden Kategorie nicht unrealistisch. Träumen, und das darf man natürlich auch, kann ich von einer Platzierung in den US Top 100, wobei ich dann vermutlich schon an der 1000 Euro/Monat Grenze knabbern müsste. Träume, wie gesagt.