Mit ‘Aquarium’ getaggte Artikel

Fische!

Samstag, 18. April 2009

Gestern hat mein Aquarium die ersten (erwünschten) Bewohner erhalten. Zuletzt hatte ich ja von vermeintlich kränkelnden Pflanzen und einer sich anbahnenden Schneckenplage berichtet. Erfreulicherweise waren beide Befürchtungen unnötig.

Moooooooos??!

Moooooooos??!

Mit den Pflanzen sieht es so aus, dass mittlerweile alle bis auf das Moos (ich weiß immer noch nicht wie der Krams heißt) einen ordentlichen Wachstumsschub hinter sich haben. Die vermeintlich sterbende Pflanze aus meinem letzten Posting hatte zwischenzeitlich sogar die Wasseroberfläche durchstoßen, sodass ich diese und die (wie auch immer sie heißt) Wasserpest nur mit kleineren ähhh Blättern (?) bereits etwas stutzen musste. Da das Wasserpestteil sowieso keine Wurzeln bekommt und eigentlich eine Schwimmpflanze ist, habe ich die Spitzen einfach wieder “eingepflanzt” also in den Kies gesteckt… Genauso habe ich es bei der anderen Pflanze (vielleicht ein Wasserfreund?) gemacht und siehe da, auch diese Stängel scheinen anzuwachsen. Demnächst habe ich sicher einige Ableger zu vergeben – falls jemand Interesse hat.

Gedeiht prächtig...

Gedeiht prächtig...

Wie bin ich jetzt weiter verfahren? Also, zunächst hatte ich ja das Becken jetzt 2 Wochen einfach so stehen lassen und um das Anwachsen der Pflanzen gebangt. Dann habe ich nach Ostern von meinem Vater Nitrit und PH-Messstäbchen (mit 3 s!) mitgehenlassen bekommen und mal geguckt, was das Wasser so für Werte hat. Der PH-Wert lag irgendwo zwischen 6 und 7, der Nitrit-Wert bei 0. Was mich ein bisschen stutzig machte war das Haltbarkeitsdatum der Nitrit-Stäbchen: Juni 1993. Immerhin nach der Wende. Damit ich die Fische nicht gleich vergifte, bin ich also noch mal ins Aquarienfachgeschäft gefahren und habe “frische” Tests besorgt. Dabei habe ich einen 5 in 1 Test von JBL gekauft, der zusätzlich noch Nitrat und Wasser und Karbonathärte angibt. Nun weiß ich zumindest, dass ich eher weiches Wasser habe (zwischen 5 und 7 °dH (das bedeutet Grad deutscher Härte, patriotisch, oder?)). Der Nitrit-Test hat sich da dann doch leicht verfärbt und war etwas schwächer als die 0,5 mg/l Kontrollfarbe. Leider war die Skala darunter nicht mehr aufgelöst, sodass ich den genauen Wert nicht ablesen konnte aber auch zu geizig war noch einen Tröpfchentest zu kaufen, der nochmals mit etwa 10 Euro zu Buche schlägt. 1 mg/l Nitrit ist übrigens bereits fast tödlich für die Fische… Weil ich kein Fischquäler sein will, habe ich also noch Denitrol von JBL (was übrigens Jot-Beh-Äll gesprochen wird und nicht etwa Dschäi-Bi-Äll) gekauft. Darin sind denitrifizierende Bakterien, die sich normalerweise auch von alleine bilden, aber dann hätte man wohl noch etwas warten müssen. Laut Verpackung erlaubt dieses Wundermittel den Fischbesatz direkt 48 nach Inbetriebnahme. Ich habe ja schon 2 Wochen so laufen lassen und nun noch 48 Stunden gewartet, sollten also lebensfähige Bedingungen im Becken herrschen.

Also ab in den Fressnapf, weil mir dort die Welse (das sollte die ersten Bewohner sein) besser gefallen hatten als im Futterhaus. Meine Keule (die sich mit dieser Bezeichnung übrigens gar nicht anfreunden kann…) im Gepäck, also ab zu den Becken. Eine freundliche Mitarbeiterin hat uns dann sehr fachkundig (das ist das Gegenteil von dem, wie man offenbar bei Saturn beraten wird)  (Lob!) beraten, meinte aber, dass man nicht mit Welsen beginnen sollte, wenn noch keine ausreichende Menge an Algen im Becken wären und das ist bei mir (Gott sei Dank) nicht der Fall. Außerdem hat uns die junge Frau erklärt, dass die Welse durch aus so (und dann hat sie ihre Finger etwa 12 cm gespreizt) groß werden können. Hui, da hat man ja schon schiss ins Becken zu greifen… Also haben wir uns erstmal die anderen Fische angesehen und letztlich beschlossen, mit einemr Harem Familie Platys zu beginnen. Auf ein Männchen sollten dabei drei Weibchen kommen (oder andersrum? egal …).

Futter musste natürlich auch her, wobei ich erfahren habe, dass man normales Hauptfutter (das sind solche Flocken) braucht, das fressen wohl fast alle Fische, und außerdem für die Platys noch solche Pflanzentabletten. Die enthalten wohl vor allem getrocknete Algen, die die gerne fressen, sonst wären nämlich meine Pflanzen dran. Um es nicht auszusparen. Kostenpunkt für etwa 250 ml Flocken (eine kleine Dose) etwa 3 Euro, wie lange man damit hinkommt weiß ich noch nicht, 160 Tabletten (wieder von JBL, vermutlich auch die teuersten, die wollen ja auch Geschäfte machen…) etwa 10 Euro. Da man so eine Tablette am Tag füttern sollte reicht das dann aber auch fast ein halbes Jahr, ist also zu verschmerzen. Die vier Fische selbst haben übrigens auch rund 10 Euro gekostet.

Die Beratung fand ich gut und wirkte fachkundig, es wurde auch genau nach Wasserwerten, etc. gefragt. Alles in allem also zu empfehlen, auch wenn ich die Fische im Futterhaus etwas günstiger in Erinnerung hatte.

Zu Hause angekommen, hab ich dann den Beutel samt Fischen ins Aquarium gelegt, und über den Zeitraum etwa einer halben Stunde immer wieder etwas vom Aquarienwasser in den Beutel getan, damit sich die neuen Bewohner langsam an ihr neues zu Hause gewöhnen können. Danach habe ich den Beutel dann raus genommen und durch einen Kescher in ein großes Gefäß gegossen gegeben. Dann flux mit den Fischen wieder zum Becken und rein damit. Obacht, die Dinger zappeln ganz gut, nicht, dass noch einer raus hüpft. Danach erstmal das Licht auslassen, damit Stress abgebaut werden kann (apropos, den Beutel am besten dunkel im Auto mitnehmen, und natürlich nicht so arg schütteln). Nach etwa einer Dreiviertelstunde (darf auch ruhig etwas mehr sein…) habe ich dann das Licht wieder eingeschaltet und die Fischchen zum ersten Mal beobachtet. Einen großartig traurigen Eindruck haben sie nicht gemacht und sind eigentlich ganz munter durchs Becken geschwommen. Scheinbar ist jedoch mein Filter etwas stark eingestellt gewesen, sodass sie manchmal kaum gegen die Strömung ankamen.

Am ersten Tag soll man laut JBL-Broschüre noch nicht füttern. Heute habe ich also erst den Filter weiter gedrosselt (sollte nun etwa 220 l/h Durchsatz haben, was ja etwa 2x dem Beckeninhalt entspricht und noch ausreichen sollte), wodurch die Strömung glaube ich doch etwas geeigneter ist. Dann habe ich zum ersten Mal etwas Futter ins Becken gegeben und siehe da. Nach anfänglicher Verwirrung ging das große Fressen los. Der Aquarienmensch hat gemeint, man sollte etwa so viel Füttern, wie in 2 Minuten restlos gefressen werden kann. Das scheint zwar ganz schön wenig, aber die Fische sollen ja auch nicht zu dick werden (?!). Außerdem habe ich dann noch so eine Tablette ins Becken gegeben, die erst wenig Beachtung fand, dann aber doch angefuttert wurde. Hier gilt die 2 min Regel wohl nicht oder eine Tablette ist zu viel für 4 Fische, auf jeden Fall haben sie die nicht ganz geschafft. Vielleicht ist sie ja bis heute Abend weg.

Ansonsten scheinen die Vier doch recht munter zu sein, sie fressen und schwimmen herum. Scheint also alles okay zu sein. Was ich ein bisschen komisch finde ist, dass sie häufig gegen die “Wände” des Beckens schwimmen und dort dann auch entlang (vielleicht wollen sie raus?). Vielleicht ist das aber normal, das Becken muss ja erstmal erkundet werden. Man kann ja auch nicht erwarten, dass sie sich hübsch an der Frontscheibe drapieren, damit man sie gut beobachten kann. Da die Dinger ziemlich flux unterwegs sind, kann man leider kaum gute Bilder machen (ohne Blitz). Einen ersten Eindruck kann man aber doch gewinnen:

Platy (weibchen, glaube ich) - erste Beckenbewohner

Platy (weibchen, glaube ich) - erste Beckenbewohner

Wenn alles gut geht, werden die nächsten (dann vermutlich die Welse) Bewohner nächste Woche einziehen. Ich habe übrigens gelesen, dass die Platys zwischen 10 und 80 Junge bekommen und zwar nach 24 Tagen. Mal gucken, was der gute alte Darwin dazu sagt… (dazu passt übrigens auch eine meiner letzten Weisheiten, der Dirk sogar einen eigenen Artikel gewidmet hat.)

Es lebt!

Mittwoch, 08. April 2009

Als ich eben einen kontrollierenden Blick in mein Aquarium geworfen habe, konnte ich folgende Jurassic Park-Weisheit verifizieren: Das Leben findet immer einen Weg. Offensichtlich waren an den Pflanzen, die ich gekauft habe, irgendwelche Schnecken-Eier (legen die überhaupt Eier?) und eben ist am Vorderglas tatsächlich so ein “Schneckchen” lang gekrochen. Okay, Schnecken sind jetzt natürlich nicht die tollsten Aquarienbewohner aber immerhin ist jetzt klar, dass die Bedingungen schonmal zum Leben ausreichen.

Erste Lebewesen in der Unterwasserwelt

Erste Lebewesen in der Unterwasserwelt

Was mir allerdings ein bisschen Sorge bereitet, sind die Pflanzen. Bei zwei, drei bin ich mir nämlich nicht sicher, ob die anständig anwachsen oder vielleicht schon im sterben liegen. Insbesondere dieses Exemplar, das zu klassifizieren mir noch nicht gelungen ist, scheint irgendwie nicht so gut klarzukommen.

An mangelndem Gießen kann's nicht liegen.

An mangelndem Gießen kann's nicht liegen.

Die Blätter im unteren Bereich sind alle sehr dunkel und wirken abgestorben, außerdem hängen die oberen Blätter “kraftlos” herunter. Eine andere Pflanze, von der ich mir eigentlich erhofft hatte, dass sie irgendwann mal den Filter verdeckt, scheint auch nicht so richtig glücklich zu sein.

 

Ich will doch nur leben....

Ich will doch nur leben....

Außerdem ist mir aufgefallen, dass sich neben einigen Pflanzen etwas – na ja – “abgesondert” hat. Ich bin nicht sicher, ob das eventuell schon Algen sein könnten oder ob es sich nur um Rückstände von diesem Wolle-Krams handelt, worin die Pflanzen beim Kauf verwurzelt waren.

Algen? Oder was?

Algen? Oder was?

Ich werde mal recherchieren, falls einer meiner Leser zufällig eine Idee hat, wäre ich ihm oder ihr sehr verbunden.

Aquarieneinrichtung

Samstag, 04. April 2009

Nachdem ich ja in meinem letzten Beitrag die Vorbereitungen beschrieben hatte, ging es vorgestern in die Praxis.

Erstmal habe ich den entsprechenden Aquarienunterschrank aufgebaut und an die richtige Position gestellt. Dank des absolut ebenen Bodens in meiner Wohnung konnte ich dann noch etwa eine Viertelstunde damit verbringen, das Ganze mit selbstklebenden Bodenschonern auszutarieren. Dass der Schrank gerade (Wasserwaage) stehen sollte, versteht sich wohl von selbst. Der Unterschrank von zooplus.de ist übrigens zu empfehlen. Der Aufbau war einfach (wenn man von Anfang an darauf achtet, alle Bretter richtigherum einbauen), er sieht gut aus und vor allem ist er sowohl für Becken mit 35er und 30er Tiefe geeignet (Oberseite und Unterseite können getauscht werden).

Aquarium mit 5 Litern Wasser auf dem Unterschrank

Aquarium mit 5 Litern Wasser auf dem Unterschrank

Danach kam dann das Becken drauf (auf Sockelleiste oder Unterlegmatte denken) und wurde erstmal mit 5 Litern Wasser gefüllt um sicherzustellen, dass der Spaß auch dicht ist. Da nach 15 Minuten nichts leckte, konnte dann Nährboden und Kies eingefüllt werden. Vorher sollte allerdings die Aquarienrückwand angebracht werden. Bei mir ein ganz schöner Krampf, der mit einem eher mittelmäßigen Ergebnis endete. So eine Rückwand ist eigentlich eine gute Sache, weil dann erstens die Fische eine feste Seite haben und nicht von allen Seiten “rausschauen” und zweitens man nicht die Tapete hinter dem Aquarium sieht. Bestenfalls kann mit dem richtigen Motiv noch eine gewisse Tiefe und einen Abschluss schaffen und den Kontrast zu Pflanzen, Deko und Fischen erhöhen. Ich habe mich für eine bedruckte Rückwandfolie entschieden. Wenn ich ein größeres Becken hätte, hätte ich aber auf jeden Fall etwas mehr investiert um eine strukturierte Rückwand für die Innenseite zu nehmen. Das sind schon wesentlich besser aus. Außerdem musste ich zu Hause leider feststellen, dass der “Künstler” meiner Rückwand ein für die Größe ungeeignetes Digitalfoto verwendet hat und zudem ein bisschen ungeschickt mit den Helligkeit/Kontrast-Photoshop-Reglern gespielt hat. Unter Umständen werde ich mir bei Gelegenheit noch mal die Folie von Juwel (”POSTER”) bestellen, die erstens etwas dunkler ist (besserer Kontrast, passt gut zu meinem Boden) und auch besser aufgelöst scheint. Ich warte jetzt erstmal, wie die Pflanzen wachsen. Das Anbringen war insofern ein Krampf, alsdass die Folie leider “falschrum” aufgewickelt war und sich so immer wieder ablöst. Anbringen kann man die übrigens mit speziellem Kleber oder einfach Wasser. Dazu besprüht man das Aquarium (notfalls einfach nass machen) mit Wasser (also an der Rückseite) und drückt dann die Folie einfach dran. Die Luftblasen drückt man dann optimalerweise mit so einer harten Tapezierrolle oder einem abgerundeten Plastik-Eiskratzer zum Rand raus. Im besten Fall hält dann alles und dazu noch ohne Luftblasen. In meinem Fall leider nicht, deshalb habe ich links und rechts ganz außen noch einen Streifen transparentes, doppelseitiges Klebeband angebracht und die Folie so fixiert.

Ist das Teil erstmal dran, kann jetzt das Befüllen losgehen. Erstmal die Nährbodenschicht. Ich habe ja schon beschrieben, dass ich den 5,8 kg Eimer von TetraPlant hatte, den ich auch komplett in das Aquarium gegeben habe. Die Schicht war am Ende etwas mehr als 2 cm hoch.

Nährboden und Rückwand im Becken

Nährboden und Rückwand im Becken

Der Boden sollte natürlich möglichst eben sein, damit überall gleichviel zur Verfügung steht. Darauf kommt dann der Kies, den man vorher einmal auswaschen sollte (auch wenn der Kies vorgewaschen ist). Ich hatte leider kein Sieb das fein genug war, deshalb habe ich eine Schüssel genommen, zu entsprechenden Anteilen meine beiden Kiessorten gemischt eingefüllt und einfach mit Wasser durchgesprudelt (also Wasser rein- und rauslaufen lassen). Der Kies war insgesamt sehr sauber, aber trotdzem kam noch etwas trübes Wasser heraus. Schließlich sollte der Kies dann ins Becken und zwar so, dass er vorne etwa 3 cm und hinten etwa 5 cm hoch ist (wie die Fressnapf Broschüre empfiehlt). Meine 15 kg waren dafür eigentlich optimal geeignet. Nicht zu viel, nicht zu wenig.

 

Nährboden und Kies (nach hinten steigend)

Nährboden und Kies (nach hinten steigend)

Schließlich kommt die Technik ins Becken. Filter und Heizstab müssen also angebracht werden. Ich habe mich dazu entschieden, beides auf der linken Seite anzubringen und zu hoffen, dass die Pflanzen davor die Technik zumindest etwas abdecken würden. Wichtig ist dabei nur, dass die Geräte dort angebracht werden, wo der Deckel auch eine Öffnung hat. Angeschaltet werden dürfen die Geräte allerdings erst, wenn das Becken mit Wasser befüllt ist.

Ist alles angebracht, werden Pflanzen gekauft. Pflanzen sind essentiell für den Sauerstoffhaushalt des Beckens und sehen dazu noch gut aus. Welche Pflanzen man nehmen kann, erfährt man im Zooladen. Ich habe in bester Michael Jackson Manier einfach nur “This, this, this … this …”-gesagt und keinen Widerspruch der Verkäuferin erhalten, entweder sie wollte nur viel verkaufen oder alle Pflanzen sind relativ gleich gut geeignet. Wichtig war ihr nur, dass am Anfang auf jeden Fall eine schnellwachsende Pflanze dabei ist. Dabei empfahl sie die Wasserpest, die ich persönlich allerdings (nomen est omen) hässlich finde.

Damit das Interieur stimmt, sollten auch schon entsprechende Dekorationsmaterialien gekauft werden. Typisch sind verschiedene Steine, Wurzeln oder (finde ich persönlich kitschig und unnatürlich aber wem’s gefällt) Plastikdeko wie “versunkene Säulen”. Ich habe mich da für eine große Wurzel entschieden und zwei weiße Steine, um eine Kontrast zum dunklen Boden zu schaffen. Ein bisschen Deko sollte auf jeden Fall drin sein, damit die Fische eine Möglichkeit haben sich zurückzuziehen oder zu verstecken. Bei Wurzeln ist übrigens wichtig, eine spezielle aus dem Zoohandel zu nehmen (z.B. eine Mangrovenwurzel). Die sind speziell getrocknet, normale Wurzeln können Unterwasser gammeln und das Wasser so belasten. Steine muss man natürlich nicht kaufen. Alle Dekomaterialien sollte man aber gut auswaschen, bevor sie ins Becken kommen. Naturzeug (Steine, und Wurzeln) sollte man außerdem abkochen um Bakterien und vor allem Pilze abzutöten. Bei Wurzeln ist es übrigens so, dass diese am Anfang Farbe abgeben und unter Umständen erstmal auf dem Wasser schwimmen. Das geht aber nach ein paar Tagen vorbei und kann durch ordentliches auskochen auch vermindert werden. Wurzeln kosten übrigens etwa 5 bis 20 Euro, je nach Größe und Steine ab etwa 1 Euro, besondere mit Lochbohrung können durchaus 10 manchmal auch mehr Euro kosten.

Beim Kauf von Deko und Pflanzen sollte man natürlich schon eine grobe Idee von der Innenarchitektur des Beckens haben. Hier kann man sich dann kreativ austoben. Ich habe mich für eine gesunde kontrastreiche Bepflanzung entschieden mit der Wurzel als Eye-Catcher und zwei Weiß-Schwarz-Gepunkteten Steinen als Bodenkontrast. Für die Bepflanzung muss man übrigens mit Preisen zwischen 2 und 8 Euro pro Pflanze rechnen. Ich bin für 10 Pflanzen verschiedener Preislagen etwa 35 Euro losgeworden, entsprechend sollte man vorher ein Budget festlegen.

Das Dekorieren und Bepflanzen funktioniert dann so, dass das Becken erstmal etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt wird. Damit man den Grund nicht unnötig aufwühlt, bietet es sich an, einen Teller auf dem Boden zu platzieren und den Wasserstrahl darauf zu richten. Wasser bekommt man übrigens mit einer extra für das Aquarium gekauften (keine Dünger oder Spülmittelreste!) Gießkanne am besten ins Becken. Halbvoll können die Pflanzen und Dekoelemente eingesetzt werden.

Bei den Pflanzen läuft das so, dass man diese entweder als Bund oder als Topf bekommt. In beiden Fällen ist unten so ein Plastik, Schaumstoff, Watte-Zeug dran, das man möglichst gut entfernen sollte, ohne die Wurzeln arg zu schädigen. Ich habe den Eindruck gehabt, dass dies unter fließendem Wasser am Besten geht. Abgestorbene Blätter und Wurzeln sollte man natürlich entfernen und dann (laut JBL-Konservativen-Heft) die Wurzeln etwa ein Drittel beschneiden (scharfe Schere).

Danach müssen die Pflanzen möglichst an der richtigen Position tief in den Boden gesteckt werden. So genannte Rosettenpflanzen sollten danach wieder bis zum Wurzelansatz herausgezogen werden. Danach noch den Boden wieder einigermaßen glätten, fertig. Außer dem Gefriemel beim Lösen der Pflanzen aus ihrem Watteboden eigentlich problemlos.

Ist alles eingesetzt, sollte man sich noch mal überlegen, ob nun alles so sitzt, wie man möchte. Späteres umsetzen erschwert natürlich das Anwachsen der Pflanzen. Ist alles zur Zufriedenheit gelaufen kann das Becken aufgefüllt werden (wie beim ersten Mal natürlich mit temperiertem Wasser – sprich so 25*C). Weil ich den Boden nicht unnötig aufwühlen wollte, habe ich dazu den Gießkannenaufsatz (dieses Teil, das Wasser wie aus der Dusche macht) benutzt. Ob das so schlau war, weiß ich allerdings nicht, da das Wasser so extrem mit Sauerstoff angereichert wurde und das für die Pflanzen nötige CO2 ausgeströmt wurde. Da ich aber erst spät fertig war, also die Pflanzen danach gar kein Licht mehr bekommen haben, war das aber wohl nicht so schlimm.

Ist das Becken voll (etwas über die Unterkante der Abdeckung), nochmal Filterposition kontrollieren. Der Ausfluss sollte sich etwa 1 bis 2 cm unter Wasser befinden, damit die Oberflächenströmung den Gasaustausch begünstigt. Ist alles in bester Ordnung, Stecker rein und den ersten Wow-Effekt erleben.

 

Ohne Worte.

Wow.

In meinem Fall war das Wasser direkt nach dem Befüllen absolut klar und das ganze Becken sah richtig gut aus. Besonders den dunklen Kies kann nicht empfehlen. Unter Umständen ist das Wasser auch ein bisschen trüb oder durch die Wurzel gefärbt, das legt sich dann aber nach ein paar Tagen. Mein Filter, namentlich Eheim 2010, ist übrigens relativ leise, ich hab zwar nicht so den Vergleich aber ich finde die Lautstärke okay und ich bin sonst ein absoluter Silent-Fanatiker, der sogar die Laptop-Festplatte zu laut findet. Danach sollte noch ein Wasseraufbereiter ins Becken, der Chlor und Metalle bindet, und das Wasser fischgerecht macht. Den sollte man auch immer beim Teilwasserwechsel zugeben.

Danach kann man sich erstmal zurücklehnen und seine neuste Errungenschaft betrachten und sich hoffentlich daran erfreuen. Fische dürfen da allerdings noch nicht rein. Es muss sich erstmal ein biologisches Gleichgewicht bilden, bis man nach und nach mit dem Besatz beginnen kann. Bakterien lagern sich im Boden und im Filtermaterial an, die später die Schadstoffe wie Nitrit abbauen. Ich werde mir in der nächsten Woche entsprechende Tests für den PH-Wert, Härtegrad und Nitrat/Nitrat besorgen und dann mal einen Wassertest machen. Das Becken wird jetzt bis nach Ostern erstmal stehen und wenn danach die Wasserwerte stimmen, können die ersten Fische einziehen. Einen Artikel werde ich noch meiner Pflanzenwahl widmen, sobald ich herausgefunden habe, welche das überhaupt sind…

Wahoooo

Donnerstag, 02. April 2009

Ohne Worte.

Version 0.1 Beta, mehr morgen...

 

Kies und Nährboden

Donnerstag, 02. April 2009

 Kies? Geld? Nein, es geht in diesem Artikel nicht um Geld. Oder? Na ja, es wird auf jeden Fall erwähnt. Bei Geld, Nährboden und Finanzamt fällt mir übrigens ein: “Geld ist die Wurzel allen Übels und das Finanzamt ist ihr Nährboden.”. Gut, Kapitalismus würde da wohl besser passen, aber ich muss wieder aufpassen, was ich schreibe sonst denkt das große G noch, ich sei einer von den “Roten”, wie sich mein Nachbar so eloquent ausdrückte.

Nährboden von TetraPlant

Nährboden von TetraPlant

Ich schweife schon wieder ab. In diesem Artikel soll es jetzt also um den Boden des des Aquariums gehen. Das ist eigentlich ganz einfach, ein paar Dinge muss man allerdings beachten. Damit die Pflanzen, die dann ja hoffentlich bald in das Becken einziehen werden, auch anständig anwachsen und sich danach auch wohlfühlen (Gott, jetzt schreibe ich schon, dass sich Pflanzen wohlfühlen müssen …) brauchen Sie Nährstoffe, sowas wie Dünger eben. Da am Anfang das Aquarium ja noch kein selbstlaufendes Biotop ist, muss man also für den Start etwas nachhelfen. Dazu verwendet man einen so genannten Bodengrund oder Nährboden. Diese gibt es von verschiedenen Herstellern, zu verschiedenen Preisen. Ich habe nach Rezensionsanalyse auf zooplus.de für dem TetraPlant CompleteSubstrate Nährboden entschieden, der zudem noch der Preiswerteste war. In einem 80er Becken muss man wohl einen großen, sprich 4,7 kg (im Tetra sind sogar 5,8 kg) Eimer nehmen. Für andere Größen kann man sich gut im Zoohandel beraten lassen. Preislich muss man zwischen 10 und 20 Euro, je nach Marke für einen großen Eimer rechnen. Ein kleiner Vergleich kann auch hier nicht schaden.

Im JBL “Tipps für Neueinsteiger: Einrichtung eines Aquariums”-Heftchen, das man kostenlos (i.e. ohne Geld) im Fessfutterwieauchimmernapf bekommt, wird von einem adretten mitvierziger Ehepaar (das offensichtlich CSU wählt und irgendwann in den 80ern Modetrends nicht mehr mitgekriegt hat)  erläutert, dass der Nährboden (dort wird natürlich entsprechender JBL-Boden empfohlen) etwa 2 cm hoch auf dem Aquariengrund eingefüllt werden sollte. Wenn man aber sowieso einen passenden Eimer gekauft hat, muss man wohl nicht extra nachmessen. Ich schau nachher mal, wie hoch die Schicht bei mir wird.

Darüber gehört nun eine anständige Schicht Kies. Und zwar bitte Aquarienkies, wenn möglich. Hier gibt es nun die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wobei man sich erstmal für eine Körnung entscheiden sollte, danach für eine Farbgebung. Körnung bedeutet, wie große die einzelnen Kiessteinchen sind. Unter Umständen kann man auch Sand verwenden, das hängt auch damit zusammen, welche Fische man so halten möchte und ob z.B. auch Garnelen oder Welse (aka Nuckelfische) dazukommen sollen. Die Beratung im Zoonapfhandel hat ergeben, dass man darauf achten sollte, dass der Kies nicht zu fein ist, dadurch “ersticken” die Pflanzen, weil sie schlecht an ihre Nährstoffe kommen. Ist der Kies zu grob, finden die Wurzeln schlecht halt. Wirklich empfehlen konnte Sie mir natürlich nur den teuersten Kies (wer hätte das gedacht).

Sand hat übrigens eine Körnung von unter 1 mm, feiner Aquarienkies 1 – 2 mm, “normaler” Aquarienkies 2-4 mm und grober Kies kann auch schonmal 5 – 6 mm haben. Der von der Zoofachnapffrau empfohlene Kies hat eine Körnung von 1 – 2 mm.

Aquarienkies (10 kg von Dennerle, 5 kg von Rosi's)

Aquarienkies (10 kg von Dennerle, 5 kg von Rosi's)

Hat man sich für eine Körnung entschieden, muss man noch eine Farbe wählen. Bei den Natursorten gibt es dunklere und hellere Varianten, weiterhin gibt es auch Farbkies. Im Internet habe ich gelesen, das dieser mit einer Plastikschicht umgeben sein soll, der die Farbe erzeugt und meist etwas verpönt ist (unnatürlich und so). Im Zoohandel wurde mir jedoch explizit farbiger (dunkler) Kies empfohlen und auf den Verpackungen steht auch nichts von Plastik, fühlt sich auch nicht so an und sieht nicht so aus. Dazu muss man allerdings sagen, dass ich schwarzen Kies gewählt habe, vielleicht gibts den so auch in natura. Außerdem sagte mir die Verkäuferin, dass die Fische dunklere Farben bevorzugen, inkonsequenz olé, sie aber trotzdem hellen bei sich zu Hause hat. Außerdem sollte man, wie oben schon erwähnt, darauf achten, dass die Körner nicht scharfkantig sind, damit sich Bodenfische (wie Welse) nicht verletzen.

Preislich rangiert der Kies von “scheiße teuer”, bis “super billig”. Empfohlen wurde mir Dennerle Farbkies der Körnung 1 – 2 mm je 10 kg/20 Euro (dicht an “scheiße teuer”). Sonstigen Farbkies “Rosi’s Aquarienkies” gab es im Sack für etwa 6 Euro/5 Kg (noch annehmbar). Normaler Naturkies ist dabei wesentlich günstiger, hier kommt man mit 10 Euro für ein 25 kg Sack durchaus hin.

Ich persönlich finde den Naturkies ziemlich langweilig und wollte einen möglichst dunklen haben, damit die Fische und Pflanzen einen guten Kontrast bilden. Habe mich also für den schwarzen Kies entschieden. Nun ist natürlich noch die Frage, wie viel man davon braucht. Die grobe Abschätzung der Verkäuferin waren 15-20 kg für ein 80er Becken. Nach der Dichte zu Fragen, um selbst Berechnungen anzustellen habe ich mir geschenkt und Prof. Google befragt. Wer der Geometrie und dem Rechnen mit einer unbekannten nicht mächtig ist, findet übrigens hier einen netten Rechner.

Dort angegeben sind etwa 1,5 kg/l  für Sand, 1,45 kg/l für Kies der Körnung 2 – 3 mm und 1,3 kg/l für groben Kies mit 3 – 4 mm. Die Konservativenbroschüre empfiehlt insgesamt eine Kieshöhe von 3 – 4 cm. Die Fressnapf-Broschüre empfiehlt vorne 3 cm mit einer Steigung nach hinten zu 5 cm. Das mit der Steigung wurde mir auch erzählt, soll einen natürlicheren Raumeindruck verschaffen und dafür sorgen, dass Schmutzpartikel nach vorne wandern (damit sie besonders gut gesehen beim Reinigen entfernt werden können).

Wie oben schon beschrieben habe ich mich für den schwarzen Kies entschieden, dabei habe ich 2/3 teuren der Körnung 1 – 2mm genommen, 10 kg also, und 1/3 billigen der Körnung 2 – 4 mm. Ich hoffe ich komme mit 15 kg aus, werde dazu noch berichten. Nun wird erstmal der Schrank aufgebaut und das ganze auf Dichtigkeit getestet. Später also mehr.

A wie Anfang (und Aquarium)

Mittwoch, 01. April 2009

Meine neue “Der kleine Nicolas will ein Aquarium”-Reihe hatte ich ja schon angekündigt, und dies soll nun der erste (inhaltlich wichtige) Artikel zum Thema sein.

Grundsätzlich war mir von Anfang an klar, dass es bei Aquarien kleine und große gibt. Nicht klar war mir, dass das Aquarium, je kleiner, desto schwieriger zu pflegen ist. Apropos pflegen.

Irgendwie es ist ja schon komisch, wenn sich einem neuen Metier gegenüber sieht, von dem man keine oder nur wenig Ahnung hat. Ich meine Grundsätzlich sind die Leute, die sich damit auskennen ja erstmal “komisch” – also merkwürdig. Da wird über Bakterien gefachsimpelt, Gesellschaftsverhalten, Gruppengrößen und Beckenausmaße, Algen, Filter, Wasserwerte, Lebendfutter und jeder Menge mehr, die bei einem Außenstehenden ein großes Fragezeichen auf die Stirn zaubert. Vielleicht fragt man sich sogar, ob man auch mal so “jemand komisches” wird und ein bisschen ängstigt es einen, bald 24 Stunden am Tag gespannt vor dem Becken zu sitzen, um das Brunftverhalten junger Guppies zu beobachten. Vor allem würde mich interessieren, wie das große G jetzt mein automatisches Persönlichkeitsprofil verändert, wo es mit mir den Begriff Aquarium verknüpft.

Okay, zuallererst sollte mal klar sein, dass ich das Aquarium erstmal zum Großteil als Einrichtungsgegenstand sehe und mir noch gar nicht so sicher bin, ob mir Aquaristik als “Hobby” überhaupt Spaß macht. Wir werden sehen. Nun aber zum informativen Teil.

Also, wie oben schon beschrieben sollte das Becken nicht zu klein sein, insbesondere, wenn man noch wenig Erfahrung hat. Das liegt wohl vor allem daran, dass die große Wassermenge mehr Kompensationsmöglichkeiten bei Fehlern bietet, als in einem kleinen Becken. Anschaulicher Vergleich: Pinkelt ein Betrunkener in den Rhein, sterben deshalb nicht weltweit alle Fische. Bei einem 54 Liter Aquarium sieht das unter Umständen schon anders aus… Ganz abgesehen davon, habe ich bei der Wahl natürlich auch den Begriff “Einrichtungsgegenstand” in den Entscheidungsprozess einfließen (eine besonders passende Metapher, nicht?) lassen. Ist das Teil so mickrig, macht es natürlich wenig her. Abgesehen davon, wirkt es unter Umständen deplatziert und mit mangelnder Aufmerksamkeit auch sicher mangelnde Pflege erhalten. Natürlich spielt auch das liebe Geld eine Rolle. Ein, wie oben verpöntes, 54 Liter Becken (im Fachjargon ”60er”, da im Allgemeinen 60 cm breit) gibt es als Komplettset schon ab etwa 40 Euro. Danach – so scheint es – steigen die Preise exponentiell. Ich habe mir einige Becken angesehen und fand preislich noch vertretbar sowie Platz- und Volumentechnisch ein “80er” (das heißt 96 oder 112 l) Becken angemessen. In dieser Größe muss man bereits mit etwa 100 Euro für ein Komplettset rechnen. Natürlich gehen auch noch wesentlich größere Größen, die allerdings, wie gesagt dann schnell teurer werden. Wichtig ist bei der Wahl der Beckengröße auch die Unterlage. Das gute Stück soll ja nicht auf dem Fußboden stehen, sondern am besten in Augenhöhe. Dabei bietet sich ein stabiler Schrank (Obacht: 1 l Wasser wiegt im Allgemeinen 1 Kg) an oder wer nichts passendes zur Hand hat, ein speziell konzipierter Aquarienunterschrank. Die gibt’s zwar nicht bei IKEA aber in Fachgeschäften (auch Zoohandlungen) kann man diese durchaus dazu erwerben. An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass sich ein Preisvergleich auf jeden Fall lohnt.

Ein Beispiel zum Preis. Ich war hier in Osnabrück sowohl beim Fressnapf und beim Futterhaus, wobei ich beide Zeitweise durcheinander bringe und dann vom Futternapf spreche. Erstere hatten ein Angebot für ein “80er” Becken für 99 Euro, letztere eines für 109 Euro. Normalerweise kosteten die Becken dabei 109 bzw. 129 Euro. Gut, 20 Euro scheinen einem jetzt nicht soooo viel, aber letztlich sind das schonmal 20 % des Preises und wenn man bedenkt, was noch so auf einen zukommt… Auch bei den Unterschränken bietet sich ein Preisvergleich an. In den Geschäften kaum unter 80 Euro zu kriegen, bietet z.B. der Online Händler zoooplus.de einen passenden Schrank für knapp 45 Euro an.
Eine gute Alternative zum Neukauf ist sicher auch der Gebrauchtkauf z.B. bei eBay.  Ich hatte dort auch einige Aquarien im Auge und gehofft, dass die Preise auf Grund des meist ausgeschlossenen Versands, eher günstig seien. Trotzdem habe ich leider kaum Schnäppchen finden können. Häufigster Preis waren etwa 150 Euro für ein 100er Becken mit Unterschrank, was dem entspricht, womit man für ein günstiges 80er mit Unterschrank rechnen muss. Dabei sollte man bedenken, dass auch die technischen Geräte, die dann dabei sind “gebraucht” sind und insbesondere Pumpen ja auch nach ein paar Jahren gewisse Verschleißerscheinungen zeigen.

Aquarium ("80er") mit Unterschrank

Aquarium ("80er") mit Unterschrank

Okay, fassen wir es also zusammen. Becken und Unterschrank sind schonmal essentiell, Größe und Preis sind dabei zu beachten. Was bedeutet jetzt “Komplettset”? Das bedeutet, dass die notwendigen technischen Gerätschaften schon mit im Set dabei sind. Da wäre zu nennen: Ein Filter mit Pumpe, hält das Wasser sauber und bietet Raum für nötige Bakterien, dazu später mehr, ein Heizstab – es wird wohl um tropische Fische gehen, also muss das Wasser entsprechend temperiert sein, eine Abdeckung mit Beleuchtung, man will ja auch was sehen, außerdem brauchen Fische und Pflanzen Licht – Photosynthese und so. Dabei gibt es auch offene Aquarien, also ohne Abdeckung, die sind aber eher in den höheren Preisregionen anzusiedeln und man sollte sich überlegen, ob man das will, hat ja auch Nachteile (Geruch, Luftfeuchtigkeit, rausspringende Fische…). Damit ist man technisch schonmal gut ausgestattet.

Ich persönlich habe mich übrigens für das FressähhFutterhaus-Angebot entschieden, weil die Geräte da von einem Markenhersteller sind, namentlich Eheim, Jäger und MP. Man sollte bei der Wahl des Sets nämlich zusätzlich bedenken, dass in so einem “Billig”-Angebot natürlich auch billige Technik dabei ist. Nun kann man es drauf ankommen lassen und erstmal ausprobieren ob man damit klar kommt, oder gleich etwas mehr ausgeben. Ich habe mir da für letzteres entschieden, allerdings bin ich mir noch nicht so sicher, ob der Filter auch “leise” arbeitet und ob sich die Investition gelohnt hat. Das muss jeder selbst entscheiden. Außerdem habe ich bei zooplus.de einen entsprechenden Unterschrank erworben. Kleines Manko, mein Becken hat in der Tiefe nicht die Standard 35 cm sondern nur 30, was den Unterscheid zwischen 96 und 112 l ausmacht. Erstmal nicht so schlimm, einen “dicken” Aquarienhintergrund, dazu später mehr, werde ich daher aber nicht einbauen. Was noch zu erwähnen ist, dass man eine Aquarienunterlage kaufen sollte. Das ist eine entsprechend große Schaumstoffunterlage, die nötig ist, da schon kleinste Steinchen (Staub oder sowas) unter dem Aquarium Spannungen im Glas zur Folge haben können, die das Glas zum Brechen bringen (Sintflut). Alternativ gibt es Aquarien mit einer Fuß- oder Sockelleiste, die für den entsprechenden Ausgleich sorgt. Hier sollte, sowie meine Recherche ergeben hat, keine solche Unterlage verwendet werden.

Soviel erstmal, morgen gibt es dann mehr zu Kies und Nährboden, sowie Fotos, wenn ich den Tisch aufgebaut habe.

Es wird gebaut.

Mittwoch, 01. April 2009

… und zwar im doppelten Sinne. Heute beginnt nämlich direkt vor meinem Fenster die Erschließung eines neuen Baugebiets. Auch wenn ich befürchtet hatte, dass ich aus diesem Grund gegen 08.00 Uhr aus dem Bett geschmissen werde, wurde ich heute noch verschont. Es müssen erstmal Zuleitung für Strom, Gas, Wasser und DSL gelegt werden. Also das Nötigste zum Leben halt.

Schon seit etwa einer Woche hängt dabei ein Zettel bei uns im Flur, auf dem verkündet wird, dass es auf Grund der Bauarbeiten zu Behinderungen auf dem Grundstück kommen wird, das aber rechtzeitig angekündigt wird, wenn die Fahrzeuge vom Grundstück runter müssen. Rechtzeitig war dann heute einer meiner Nachbarn dar, der mir sagte, dass ein Bauarbeiter gesagt hätte “Bis heute Abend müss’n die Autos hier aber wech.”. Gut, nun muss mein kleiner Flitzer also an der zwielichtigen öffentlichen Straße stehen. Ist ja nur für ähhh … naja, bis die halt fertig sind. Wenigstens noch kein Lärm.

Warum jetzt aber “im doppelten Sinne”. Jaha, weil ich mich vor ein paar Tagen dazu entschlossen habe, dass ich gerne ein Aquarium hätte. Ja ein Aquarium. Klingt komisch, ist aber so. Warum? Gute Frage, ich weiß auch nicht. Ich denke ich finde es einfach schön anzusehen. Vielleicht auch ein stiller Hilfeschrei aus der völlig von Logik und Determinismus  geprägten Computer-Welt in der ich mich jeden Tag aufhalten muss. Dazu muss ich sagen, dass ich früher (d.h. vor etwa 10 Jahren) schonmal ein Aquarium hatte. Damals war ich erst begeistert und dann sind mir reihenweise die Fische … na ja, sagen wir, sie fühlen sich in der Kanalisation sicher auch heute noch wohl. Ich führe das auf meine jugendliche Naivität sowie die mangelnde Bereitschaft meiner Eltern, sich mit ganzem Geldbeutel Herzen dem Thema hinzugeben, zurück.

Wie dem auch sei, da ich selbst das Netz durchkämmt habe und sowas hilfreich gefunden hätte, werde ich an dieser Stelle meine Fortschritte minutiös aufführen und meine geneigten Leser an jeder neuen Erkenntnis meines – nennen wir es mal – Chemieexperiments teilhaben lassen. In Kürze also der erste Artikel.