Mit ‘bluray’ getaggte Artikel

Bluuuuuuuuuu-Raaaaaaaaaay

Sonntag, 12. April 2009

Okay, wie es sich für ein literarisch anspruchsvolles Posting gehört, sollte am Anfang völlig unklar bleiben, was der Titel überhaupt mit der Geschichte zu tun hat. Ganz in diesem Sinne werde ich meinen heutigen Beitrag mit Hasstiraden einem Erfahrungsbericht zu einer Fahrt mit der Deutschen Bahn machen.

Le Petit Nicolas hat sich nämlich überlegt, dass er besser nicht am Montag zurück in die derzeitige Wahlheimat fährt, weil – da fährt ja jeder zurück und die Züge sind folglich brechend voll. Infolgedessen hatte ich beschlossen an diesem “vom Wetter her” (wie man hier im Norden so schön sagt) so schönen Sonntag gemütlich abends in einen vollklimatisierten fast leeren Zug zu steigen. Leider hatte ich die Rechnung ohne die Fans des MSV Duisburg gemacht, die sich entweder das selbe gedacht haben, oder bei einem Fußballspiel in Hamburg waren. In Hamburg/Harburg angekommen, musste ich außerdem feststellen, dass mein Zug entfällt. Was der tolle Ansage-Computer in 10 Sekunden-Abständen wiederholt hat (vielleicht für die schon leicht angetrunkenen Fans?). Glücklicherweise gab es einen Ersatzzug, der nur 25 Minuten später bereit gestellt werden konnte aber dafür immerhin ein ICE war.

Im Zug gehörte ich zu den glücklichen Menschen, die einen Sitzplatz bekamen und zu den unglücklichen Menschen, die in Wagen 24 saßen. Sicher zwei, drei Wagen von der Meute entfernt, hat es doch einen vereinzelten Fan in unseren Waggon geschafft. Interessanterweise saß er die meiste Zeit still, bis er etwa alle 7 Minuten völlig nicht-deterministisch (ich mag diesen Ausdruck) immer wieder diverse Fußball – nun, Weisheiten passt nicht ganz, sagen wir mal – Sprüche in gesunder Stadionlautstärke kundtat. Die Besten:

Von Doooooosenbier wiiiird man schlau!

Zick, Zack – Zigeunerpack!

Scheiß Sankt-Pauli!

Und mein persönlicher Favorit:

Zeig doch mal die Möpse.

Gerettet hat mich dabei Roger Cicero und die Aussicht wegen der Verspätung reuelos ein Taxi nach Hause nehmen zu können.

So, nun hat der Spannungsbogen seinen Höhepunkt erreicht und ich decke auf, was es mit der Überschrift auf sich hat:

Ich kann das nur unterstützen und fordere sowohl Blu-Ray in allen Apple Rechnern als auch einen Midrange-Mac ohne Bildschirm mit Gamer-Grafik. (Hat man eigentlich gemerkt, dass das gar nichts mit dem vorherigen Thema zu tun hatte? Übrigens via fscklog.com.)

Eigentlich wollte ich nun noch mal was zur erschütternden Entscheidung von Germany’s Next Topmodel vom Donnerstag schreiben, aber jetzt ist erstmal Feierabend. Vielleicht morgen.

Ein quentchen Trost

Dienstag, 17. März 2009

Ein Quantum Trost

Ein Quantum Trost

Ich habe heute Abend spontan beschlossen mal ein wieder ein PS3 Spiel auszuleihen. In Antizipation des nahenden Blu-Ray Releases von Quantum of Solace habe ich mich also für selbiges Spiel entschieden (nachdem HAWX ausgeliehen war, das hätte mich nach der vielversprechenden Demo auch interessiert). Nachdem ich nun die (mich nicht als süchtig deklarierenden) 2 Stunden und 59 Minuten gespielt habe, – okay in Wirklichkeit habe ich etwa 4 Stunden gespielt, aber ich habe ja auch nicht “vorm Rechner” sondern “vorm Fernseher” gesessen -, muss ich sagen, dass das Spiel doch ganz nett ist. Bond und M (aka Daniel Craig und Judi Dench) haben haben sogar die Originalsynchonstimmen. Interessanterweise war aber offenbar entweder die Bezahlung schlechter oder die Motivation geringer, da die Dialoge – auch wenn sie nett anzuhören sind – im Film mit wesentlich mehr Elan gesprochen werden. Noch viel faszinierender ist, dass das Spiel, okay irgendwie muss das ja sein, denn im Film schießt sich Bond ja nicht durch Gegnerhorden, einige Szenen doch etwas uminterpretiert. Den Einstieg fand ich sehr gelungen, der zeigt nämlich was zwischen Casino Royale und Quantum of Solace passiert (oder passieren soll…), danach kam mir die ein oder andere Stelle doch etwas komisch/anders als im Film vor. Insgesamt ist das ganze eine Mischung aus Quantum of Solace und Casino Royale, da man auch aus letzterem Film einige Missionen nachspielt. Grafisch ist das Spiel keine Offenbarung, es ist jetzt nicht schlecht, aber es haut einen auch nicht vom Hocker – abgesehen davon unterstützt es auch nur 720p (igitt…). Mich erinnerte das ganze an das Spiel zu Golden Eye, das ich mal versucht habe, auf einem Nintendo 64-Emulator zum Laufen zu kriegen. War allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Alles in allem würde ich sagen, nett aber nicht umwerfend. Ob ich es kaufen würde, weiß ich aber nicht, da ich jetzt scheinbar bereits die Hälfte des Spiels abgeschlossen habe und mit noch nem Tag ausleihen wohl durchkomme. Dazu muss man sagen, dass ich a) kein Berufsspieler bin und b) mich erstmal mit der Ego-Perspektive und der Steuerung mit 2 Analogsticks anfreunden musste: gewöhnungsbedürftig aber okay.
Was ich übrigens generell an den Playstation 3-Spielen liebe, ist der 3D Ton, der in Echtzeit in einen Dolby Digital oder – was ich noch ausgezeichneter finde (z.B. bei Uncharted, dazu später mehr) – DTS Stream verpackt und über den Receiver ausgegeben werden kann. Gerade bei Spielen wo man sich fragt, von wo jetzt gerade die Schüsse kamen oder wo sich der Gegner versteckt, wirklich klasse. Im Online-Modus übrigens fast schon ein bisschen unfair :) .

Um meinen bisherigen Erfolg in geeigneter Form zu evaluieren, werde ich jetzt noch mal Casino Royale gucken. Mal schauen ob Daniel Craig genauso cool als Bond ist, wie ich – oder so … Übrigens, wo wir gerade beim Thema sind, auch wenn ich Craigs Bond Interpretation sehr schätze und Casino Royale für einen ausgezeichneten Film halte, meine endgültige Meinung zu Quantum of Solace steht noch aus, wäre mein Favorit für 007 Clive Owen gewesen.