Mit ‘cebit’ getaggte Artikel

Ars Legendi-Preis geht an Prof. Dr. Oliver Vornberger

Freitag, 17. April 2009

Liebe Leser, es freut mich verkünden zu dürfen, dass der diesjährige von der Hochschulrektorenkonferenz verliehene Ars Legendi Preis für exzellente Hochschullehre an Prof. Dr. Oliver Vornberger geht. Wie gestern bekannt wurde wird der mit 50.000 Euro dotierte Preis am Montag in Aachen an Herrn Vornberger überreicht.

Ich weiß gar nicht so recht was ich darüber schreiben soll. Ich kann nur sagen, dass ich die Entscheidung der Jury außerordentlich begrüße und als Student, der selbst alle von Herrn Vornberger angebotenen Veranstaltungen besucht hat, regelmäßig zu seinem Tutorenteam gehört und nun bei ihm seine Bachelorarbeit schreibt, voll und ganz bestätigen kann, dass das Attribut “exzellent” mehr als passend ist, um das Engagement wie auch die Qualität der Lehre dieses Ausnahmedozenten zu beschreiben.

Okay, vielleicht sollte ich mich mit dem überschwänglichen Lob etwas zurückhalten, am Ende liest er das noch … :) . Trotzdem finde ich es gut, dass so ein Preis überhaupt verliehen wird. Letztlich ist vielen Dozenten, die in der Hochschullehre tätig sind, gar nicht klar, dass ein großer Teil ihres Jobs doch auch darin besteht den Studenten etwas beizubringen. Der beste Forscher mit einem exorbitanten Paperoutput und Budgets in Millionenhöhe mag der jeweiligen Uni vielleicht zu einem Elite-Status verhelfen, aber die Studenten haben letztlich herzlich wenig davon, wenn er seine Vorlesung daraus besteht, dass er etwas vorliest – und mehr nicht.

Mich freut es auf jeden Fall, auch für den Fachbereich in Osnabrück, da so eine Auszeichnung ja auch zu einer gewissen Reputation der Uni beiträgt. In jedem Fall hat sich die Meinung, die ich bereits im ersten Semester Informatik hatte, bestätigt – auch wenn alte Schulkameraden mit Informatik höchstens Berlin, München oder Potsdam verbinden und bei Osnabrück allenthalben Provinz-Gedanken aufkommen: Informatik kann man hier mehr als gut studieren (und das ist meist noch Understatement).

PS: Wer sich von der Qualität selbst überzeugen möchte, kann in iTunes Herrn Vornbergers letzte Vorlesung “Informatik A: Algorithmen und Datenstrukturen” anschauen oder die aktuell laufende Vorlesung “Datenbanksysteme” im social virtPresenter, den wir unlängst auf der CeBIT vorgestellt haben, in Facebook betrachten.

Update:

In diesem Artikel äußert sich Herr Vornberger dazu und auch ich darf zu Wort kommen.

CeBIT 2009

Freitag, 06. März 2009

Da ich Anfang der Woche nicht wirklich zum Schreiben gekommen bin, will ich hier noch mal kurz alles zusammenfassen und die Bilder in eine sinnvolle Reihenfolge bringen.

Wie zwei Artikel vorher schon leicht angedeutet. Ich war auf auf der CeBIT – allerdings dieses Mal nicht als Besucher sondern als Aussteller. Mit unserer Master-Projektgruppe “Social Network Applications” haben wir uns in den letzten zwei Semestern damit beschäftigt, Aufzeichnungen von Vorlesungen so anzureichern, dass eine soziale Applikation daraus entsteht. Sozial heißt dabei, dass man die Vorlesungen nicht alleine nacharbeitet, sondern gemeinsam mit Kommilitionen oder anderen Benutzern. Unser Projekt heißt social virtPresenter, baut auf das virtPresenter Framework der Uni Osnabrück auf und ist derzeit in das soziale Netzwerk Facebook integriert. Gerne hätten wir auch studiVZ mit unserer eLearning Plattform beglückt aber leider kommen die Damen und Herren mit Ihrer Implementierung von OpenSocial - das ist Googles Initiative sozialer Netwerke – offenbar nicht in die Pötte, wie man hier im Norden so schön sagt. Unverschämterweise Leider haben wir auf eine offizielle Anfrage keine Reaktion erhalten.

Wie dem auch sei, ich persönlich und ich denke auch der Rest der Projektgruppe kann sehr zufrieden sein, es mit dem Projekt bis auf die CeBIT geschafft zu haben, wo wir in Halle 9, Stand 22B auf dem Niedersachsenstand noch bis Sonntag vertreten sein werden. Selbiger ist übrigens mit dem Slogan “Sie kennen unsere Pferde. Erleben Sie unsere Stärken.” geschmückt und – man glaub es kaum – einem duftig, feuchten Bild eines Pferdeapfels. Ich habe leider nicht verstanden, was dieser vermitteln will – vielleicht mag mich ja jemand aufklären.

Sie kennen unsere Pferde...

Sie kennen unsere Pferde... (Bild vom Aufbautag Montag)

Pferdeapfel im Logo?!

Pferdeapfel im Logo?!

Ich habe mir zusammen mit Johannes und Patrick schon Montag und Dienstag die Füße plattgestanden und bin dort nicht mehr anzutreffen. Rückblickend auf meine beiden “Standtage” fand ich das ganze aber eigentlich sehr nett. Wir hatten dabei unter anderem Besuch von Hochschuldozenten, die wir für das System begeistern konnten, einem Microsoft Repräsentaten, einer Frau vom AWD die offenbar für Mitarbeiterfortbildung zuständig ist und sogar Kommerzialisierungsgedanken aufkommen lies und dem Staatssekretär des Wissenschaftsministeriums von Niedersachsen. Um letzteren wurde zu meinem eigenen Unverständnis ein unheimliches Brimborium gemacht. Natürlich ist der Herr irgendwie wichtig und kein normaler Besucher aber er ist ja nicht der Bundespräsident oder sowas … Na ja, es war auf jeden Fall interessant – einem Interessenten durfte ich unser Exponat auf Englisch erklären und einem Schülerradiosender ein Interview (UPDATE: Link da) geben. Bei letzterem hatte ich eigentlich eher auf Peter Kloeppel gehofft, aber man kann nicht alles haben.

 

Herr Fox, Herr Emden, Herr Vornberger und meine Wenigkeit vor unserer Leuchtstele

Herr Fox, Herr Emden, Herr Vornberger und meine Wenigkeit vor unserer Leuchtstele

Ein großes Thema im Rahmen von eGovernment und eGovernment 2.0 (?!) ist scheinbar der neue Chippersonalausweis der einem mit stewardessartig gekleideten Hostessen schmackhaft gemacht werden soll. Ich denke Roland, der auch schon über unser Projekt gebloggt hat, wird sich sicher einen besorgen und uns mit weiteren Informationen versorgen.

Personalausweis 2.0

Personalausweis 2.0

Was mir als ordinärem Besucher der Messe gar nicht klar war, wenn die Messe um 18.00 Uhr offiziell schließt werden aus seriösen IT-Standbetreibern die reinsten Partytiere. Am Dienstag zum Beispiel wurden wir von unserem Nachbarstand “Bayern Innovativ” zu deren “Standparty” eingeladen, wo eine Bierprobe stattfand (innovativ). Danach bin ich mit Patrick in Halle 6 zum Tobit Stand, wo der Begriff “Party” doch schon eher angebracht war. Auch hier gab es – unter dem Motto Green IT – Heineken for free, laute Musik und die Exponate … nun ja. Es war auf jeden Fall nett.

Schwarz auf Schwarz ... die haben Stil.

Schwarz auf Schwarz ... die haben Stil.

... nette DJs, jede Menge Besucher ...

... nette DJs, jede Menge Besucher ...

...

... und interessante Exponate ...

... und interessante Exponate ...

...

... an denen selbst das Bildungsfernsehen interessiert zu sein scheint.

... an denen selbst das Bildungsfernsehen interessiert zu sein scheint.

Korrektur

Dienstag, 03. März 2009

Update: Der vollständige Beitrag zur CeBIT findet sich hier.

Ich revidiere den Begriff Standparty, wie die folgenden Bilder des Tobitstandes zeigen. Unter dem Motto Green IT natürlich mit kostenlosem Heineken. Ich sach nur Wirtschaftskrise…