Mit ‘fail’ getaggte Artikel

CDU, PS3 und iPhone

Mittwoch, 19. August 2009

Anlass dieses Blogeintrags ist eigentlich die Ankündigung der neuen PlayStation 3 Slim, die meinem Wohnzimmer von einer auf die andere Sekunde 100 Euro an Wert entrissen hat – die PS3 kostet nämlich “nur” 299 Euro im Vergleich zu 399 Euro der alten (UVP versteht sich). Okay, grundsätzlich bin ich darüber nicht erbost, eigentlich sollte ich mich sogar freuen, da geringere Kosten zu mehr Spielern führen und mehr Spieler zu mehr Spielen und ich damit letztlich profitiere (wenn ich denn mal Zeit zum Spielen hätte…). Nun hat ja jeder seine eigene Meinung und seinen eigenen Geschmack, der (inbesondere bei Technikschnicknack und noch insbesondererer diesbezüglich bei Männern und Frauen) meist arg unterschiedlich ausfällt, aber ich muss schon sagen die alte PlayStation ist schon ein schönes Stück Technik. Klavierlack, dezent, understated. So eine XBox 360 würde ich mir um ehrlich zu sein, nicht neben den Fernseher stellen – rein aus optischen Gründen. Die PS3 hingegen lässt jeden DVD-Player vor Neid erblassen. Okay, vielleicht übertreibe ich jetzt etwas aber das ist natürlich wie immer gewollt und stilistisch absolut angebracht um nun auf folgendes Video hinzuweisen für das ich mich ein bisschen schäme (als Mann):

Es handelt sich um die Auspackzeremonie einer PS3 Slim die ich mir interessehalber angesehen habe und feststellen musste, dass ich beim Videogucken den Kopf geschüttelt habe. Ich hoffe es kommt niemals der Tag an dem ich meine Konsole mit ins Bett nehme, sie eine “sie” nenne (gut, das ist im deutschen unumgänglich), ihr sanft über die Abdeckung streichle und mich freue, dass ich keine Fingerabdrücke hinterlasse (nicht, dass die XBox misstrauisch wird…). Und sie hat echte Knöpfe! Uaaahhh. Mein Lieblingsfeature ist allerdings (und die Sony Pressemitteilung führt dies in der Tat in der Feature List – mit Durchmesser als Aufzählungszeichen?!): “Removal of “Install Other OS” feature”. Herzlichen Glückwünsch.

Abschließend möchte ich noch auf auf die geniale Idee der CDU Münster hinweisen, die offenbar folgende Flyer verteilt hat:

Hä?

Hä? (Quelle: macforlife.de)

Nach dieser aufschlussreichen Lektüre, die meiner Interpretation nach eine treffende Zusammenfassung des Wahlprogramms der CDU darstellt, weiß ich zumindest schonmal wen ich nicht wähle. Wer wissen will, was es nun wirklich damit auf sich hat, darf gerne auf macforlife.de nachlesen. Wer danach nach Wahlalternativen sucht, dem kann ich nur diese Seite ans Herz legen, wisst ihr Bescheid…

T-Fail und das iPhone 3GS

Samstag, 27. Juni 2009

Auch wenn ich mich gestern schon nicht per Twitter zurückhalten konnte, hier nun noch ein kleiner Artikel über mein geschicktes T-Fail ähh -Mobile Austricksen, das dazu geführt hat, dass ich nun ein nigelnagelneues iPhone 3GS in den Händen halte ohne meinen Vertrag verlängert zu haben.

iPhone 3GS

iPhone 3GS

In meinem vorherigen Artikel hatte ich ja bereits beschrieben, dass die Telekom es offenbar nicht nötig hat, sich mein Geld zu eigen zu machen, denn ich wäre gerne bereit gewesen zu einem anständigen Preis, denn so wie ich es jetzt gemacht habe, war das Gerät auch nicht umsonst, eben das neue iPhone zu erwerben.

Wie habe ich es jetzt also hingekriegt? Na, ich habe zwei Möglichkeiten in Betracht gezogen: 1. eine Mehrheitsbeteiligung am Telekom Konzern – Kostenpunkt rund 17 Mrd. Euro und 2. ein Neuvertrag – Kostenpunkt: siehe unten.

Erste Möglichkeit wäre eigentlich die bessere gewesen, denn so hätte ich unter Umständen gleich mal die Mehrzahl der inkompetenten Mitarbeiter entlassen und in die Callcenter ein großes Plakat mit dem Wort “Service” und einer allgemeinverständlichen Erklärung hängen lassen können. Leider konnte ich den letzten Tagen nicht die gesamte Summe aufbringen, daher habe ich mich notgedrungen für Option 2 entschieden. Ich hatte ja schon geschrieben, dass man so für etwas über 700 Euro an das Gerät kommen kann, aber das war mir dann doch zu viel und glücklicherweise gibt es da eine hinreißende junge Dame, die gerade einen Neuvertrag abschließen wollte aber – zu meinem großen Glück – kein Handy braucht. Die Idee liegt auf der Hand: Sie nimmt das iPhone zu ihrem normalen Studenten-Flatrate-Tarif (heißt übrigens Max M Friends) und ich zahle ihr den Aufpreis für den Vertrag (10 Euro/Monat) sowie den subventionierten Gerätepreis (rund 100 Euro). Summasummarum bin ich dabei ausgezeichnet weggekommen, bedenkt man den Wiederverkaufswert meines alten iPhone 3G.

Wer also zufällig jemanden kennt, der gerade einen Telekom Neuvertrag abschließen möchte, aber kein iPhone braucht, dann kann ich das vorgehen nur empfehlen, da auch das neue iPhone keinen Sim- sondern nur einen Net-Lock besitzt und deshalb problemlos mit der “alten” T-Mobile Simkarte funktioniert.

Warum jetzt eigentlich T-Fail. Nun abgesehen von der Tatsache, das neue iPhone nicht allen Bestandskunden anzubieten, habe ich in den letzten Tagen folgende Dinge beobachten können müssen.

  • Idee: Xtra Card die noch auf eine andere Person läuft übernehmen und dann in Laufzeitvertrag umwandeln (mit iPhone). Problem: 1. Das Formular zu bearbeiten dauert offenbar Tage. 2. Die Tatsache, dass man nach Übernahme der Karte erstmal 3 Monate Inhaber sein muss, bevor man das ganze zu einem Laufzeitvertrag machen kann wurde im T-Fail-Punkt leider verschwiegen.
  • Idee: Nachfragen ob das jetzt auch irgendwie zu beschleunigen ist, schließlich soll ein neuer Vertragskunde gewonnen werden. Problem: Die Hotline – 2202 – ist leider auch Tage nach der 3GS Veröffentlichung absolut überlastet, einen Mitarbeiter konnte weder um 17.00 noch nach 4maligem Versuchen gegen 20.00 Uhr noch um 23.00 Uhr erreicht werden. Soviel zu “beschleunigen”.
  • Idee: Scheiß drauf. Einfach in den Laden und jetzt halt n komplett neuen Vertrag. Problem: Keine iPhones mehr da. Gut, nach 2 iPhone Releases mit absolutem Run auf die Geräte und monatelangen Wartezeiten kann man sicher schwer abschätzen, wie viele Geräte man so da haben sollte…

Glücklicherweise konnten wir bei Media Markt noch eins erhaschen, wobei der Mitarbeiter zwar keinen sonderlich vertrauenserweckenden Eindruck gemacht hat und der Meinung war an der Stelle “Händerunterschrift” sollte der Kunde unterschreiben (war sicher sein erster Vertrag, den er abgeschlossen hat…). Trotzdem hat es letzten Endes geklappt und nun darf ich stolz (Quelle: Patrick) verkünden:

Ein kleiner Erfahrungsbericht folgt, wenn ich mich gleich wieder vom Info D Lernen ablenken will.

Das neue, revolutionäre, absolut geniale iPhone 3G .. ähhh … S. Also 3GS.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Okay, es ist so gekommen wie befürchtet angekündigt.

Ich persönlich spekuliere – um es noch mal zusammenzufassen – auf eine ausführliche Snow Leopard Demo, eine (zu ausführliche) iPhone OS 3.0 Demo, auf die Ankündigung einer neuen iPhone Generation wobei ich mir auch “Get iPhone OS 3.0 Today, iPhone 4G early July” oder so vorstellen könnte und irgendwas neues, was immer das sein mag. Eine Guest-Appearance von Steve Jobs halte ich für denkbar aber aus den oben genannten Gründen für unwahrscheinlich.

Die WWDC-Keynote hat so ziemlich genau das gebracht. Snow Leopard wurde ausführlich gezeigt und es hat mich nicht vom Hocker gehauen, scheint aber trotzdem gut zu sein. Fair finde ich den 29$ (beziehungsweise Euro…) Preis. Auf Open CL und Grand Central (obwohl das Logo hässlich ist) bin ich gespannt aber wirklich total revolutionär scheints ja nicht zu sein. Wobei doppelte Geschwindigkeit bei manchen Applikationen schon eine enorme Leistung bei gleicher Hardware ist. Finde ich jedenfalls.

Dann gab es die (wie-viele-Drittentwickler-sollen-noch-ihre-Apps-zeigen?-)viel zu lange iPhone OS 3 Demo. Respektive absolut nichts neues. Schließlich die neue iPhone Generation: Das iPhone 3GS, was mir eher moderate Produktpflege scheint. In diesem Zusammenhang möchte ich sagen, dass ich die Anti-iPhone-Fraktion durchaus verstehen kann, wenn es heißt “Copy & Paste – Wow, das ist mal revolutionär… 3 Megapixel Kamera?! Uaaaahh! Mit Video. Respekt.”. Lieber Scott Forstall, du bist nicht Steve Jobs, du kannst nicht absolut unspektakuläre Dinge so in Szene setzen, dass jeder davon beeindruckt ist. Ich kann durchaus verstehen, dass viele Benutzer des iPhones in Umfragen gesagt haben, dass sie Copy & Paste möchten, aber doch bitte nicht als Major Feature einer neuen Hardware Generation. In solchen Umfragen sagen die Leute ja nicht, welche Innovationen sie erwarten, sondern welche Dinge nötig sind bzw. sie sich wünschen. Die Innovation muss doch gerade das unerwartete, das “wow”-mäßige sein, das aus dem Nichts auftaucht. Und ähhh, das Kopieren und Einfügen von Text (auch wenn das Interface schön ist) ist nicht wirklich innovativ.

iPhone 3GS (Bild: apple.com)

iPhone 3GS (Bild: apple.com)

In diesem Zusammenhang verstehe ich nicht, warum nicht viel mehr Gewicht auf die Dinge gelegt wurde, die zumindest einen gewissen Innovationsfaktor haben: Zum Beispiel Voice Control. Wenn das tatsächlich so gut funktionieren sollte (und ich bin da arg skeptisch) hat Apple mal eben nebenbei die vermutlich beste Sprachsteuerung auf mobilen Geräten auf den Markt geworfen. Interessant ist auch Open GL ES 2.0, das möglicherweise – ganz im Sinne meiner Vermutung in einem vorherigen Artikel – die Kraft hat die PSP als mobile Spielekonsole zu übertrumpfen.
Genauso verstehe ich nicht, wie man den Nutzern “Speed” als ausgezeichnetes Hauptmerkmal verkaufen kann. Ist doch irgendwie klar, dass man erwartet, dass neuere Geräte schneller werden müssen. Auf einer Apple Veranstaltung an der ich einmal teilnehmen durfte wurde explizit gesagt “Nutzer kaufen keine Funktionen, Nutzer kaufen Lösungen.” – Speed steht da wohl nicht zur Debatte.

Was soll ich also sagen. Mir fehlt weiterhin Videotelefonie, trotzdem ist das neue iPhone schlicht “besser” als das alte und damit meiner Meinung nach ein berechtigtes Update. Insbesondere auf die Spieleindustrie bin ich gespannt. und ich kann es kaum erwarten Voice Control auszuprobieren. Dabei kommen wir aber direkt zum nächsten Problem:

T-Mobile. Eben noch schrieb ich von Lösungen, jetzt geht es um das Gegenteil. Nehmen wir mal für einen Moment an, ich bin ein Mensch – okay, das trifft sogar zu – und ich habe Geld – langsam bewegen wir uns in die Fiktion – und ich möchte dieses Geld gerne ausgeben – da es fiktives Geld ist, entspricht das auch erstmal der Wahrheit. Sagen wir also ich fahre zur Bank und hebe – sagen wir mal 600 Euro von meinem Konto ab. Ich gehe also in den T-Punkt (wie üblich in Hemd und Sakko, da sind die Berater gleich viel freundlicher…), weise daraufhin, dass ich heute nicht geschäftlich sondern wegen meines privaten Vertrags gekommen sei und sage frei heraus: “Hier ist Geld. Ich hätte gerne iPhone 3GS.” Ein Funkeln ist den Augen des Verkäufers zu sehen, der schon an seine Provision denkt doch dann sage ich. “Ich habe derzeit einen Complete M 1st Generation Meeene-Fresse Tarif (ohne @home Flat Option).” “Oh”, sagt der Verkäufer dann, “aber Ihr Vertrag läuft nur noch ein paar Monate und Sie möchten Ihn gerne verlängern, nicht?” (Hoffnung keimt in ihm auf.) “Nein, er läuft noch etwa 14 Monate, das sollte ja aber kein Problem sein, oder?” Ich zücke meine mit Scheinen überquellende Brieftasche. Aber beim Wort Problem habe ich exakt und genau den Kern der Sache getroffen, denn die schlichte Antwort des Mitarbeiters ist: “Das geht nicht. Auf wiedersehen.”

“Hä? Hier, ich habe Geld … ihr könnt es haben …” … rufe ich noch verwirrt, während der Sicherheitsdienst mich – mit einem Bündel Scheine wedelnd – aus dem Laden schiebt. Tja zurück in der Realität. Was ich mit dieser kleinen Geschichte zum Ausdruck bringen möchte: T-Mobile hat es offenbar nicht nötig Geld von Kunden zu bekommen. Gut, 600 Euro hätte ich nicht ausgegeben aber selbst wenn – die Geschichte würde sich so (oder so ähnlich) ereignen, denn für Bestandskunden mit Restvertragslaufzeiten zwischen 24 und 12 Monaten ist kein Upgrade auf das neue Gerät möglich. Egal wie viel Geld man den Damen und Herren anbieten möchte. Natürlich, für den hypothetischen, verschwenderischen, Geld-spielt-keine-Rolle Nicolas aus dieser Geschichte bleibt die Option einfach einen neuen Vertrag abzuschließen und das neue iPhone so für etwa 24 * 24,95 + 129,95 Euro zu erstehen. Lumpige 728,75 Euro (mit T-Mobile Simlock, wohlgemerkt!). Zugegeben, gar nicht so viel mehr als 600 aber es kann ja wohl nicht sein, dass einem letztlich nur diese Option bleibt. Geschäftstechnisch: Failed.

Übrigens, wer das Glück hat nur noch 12 Monate Restlaufzeit zu haben, kann das alte Gerät für schlappe 300 Euro ablösen und ein neues zu subventionierten Preisen (z.B. rund 89 Euro) kaufen. Macht also 389 Euro. Gut, das alte kann man ja noch verkaufen also gar keine so schlechte Option – dennoch bleibt festzuhalten: Das Wort “Kundenbindung” durch “Service” scheint T-Mobile nicht geläufig zu sein. Ganz in diesem Sinne ist eine Bestellung der neuen Geräte selbst für qualifizierte Bestandskunden erst ab dem Releasetag, dem 19. Juni, möglich. Hauptsache man hat genug Geräte für die Neukunden, die dann spätestens im nächsten Jahr die gleichen Hasstiraden, wie ich jetzt in ihren Blogs und Twitter Messages veröffentlichen werden. Tja, T-Mobile – willkommen im 21sten Jahrhundert.