Mit ‘htpc’ getaggte Artikel

Krieg!

Donnerstag, 23. April 2009

Ja, es ist so weit. Zur Stunde findet ein brutaler Angriffskrieg des Windows-Lands gegen das Ubuntu-Land statt. Ausgetragen in meinem Wohnzimmer, Schlachtfeld ist mein HTPC. Wie kam es dazu?

Zunächst gab es, wie ich bereits berichtete, ein arges Wettrüsten wobei zunächst das Windows Land vor allem wegen kommerzieller, funktionierender Treiber überlegen war. Doch dann hat das Ubuntu-Land ihre Unabhängigkeit erklärt und mit der Entdeckung des manuellen Festplatten Spin-Down (externe USB Platten sind gemeint) eine glaubhafte Abschreckung gegen den ehemaligen Aggressor geschaffen. 

Nach kurzer Zeit ist es dem Ubuntu-Land sogar gelungen die Grenzen zu schließen, und jedwede Ausreise ins Windows-Land zu unterbinden – ich berichtete. Staatschef Erich Tux hat hat aber daraufhin mit diversen “dringenden” Updates den Außenhandel mit der Peripherie, insbesondere meiner geliebten Fernbedienung sowie dem LC-Display des HTPC, so arg eingeschränkt, dass er nur mit unheimlicher Mühe (allein der erste Aufbau der Beziehungen hat Tage gedauert) wieder herzustellen wäre.

Ein soeben eingetroffener Report vom GRUB-Grenzpunkt hat gezeigt, dass die Grenzen erneut geschlossen wurden und das Windows Land ist nicht mehr bereit, diese Art von Beziehungen weiter zu tolerieren. Immer wieder kamen Ideen einer vereinten Festplatte von diversen kommerziellen Programmen auf und durch das geschickte Einschleusen eines Spions in die inneren Kreise der Tux-Regierung konnten nun entscheidende Informationen über die vormals so einzigartige Technologie des Festplatten Spin-Down ins Windows-Land übertragen werden.

Die schlausten Wissenschaftler des Windows-Lands haben sich mit der Thematik befasst und es schließlich geschafft einen Windows-Port der sg3_utils anzubieten. Erste Feldtests waren im XP-Land bereits erfolgreich.

Voller Elan allerdings mit einer nicht zu verachtenden Risikobereitschaft, hat das Windows-Land heute Nachmittag mit der Grenzbelagerung begonnen und ist dann etwas später in die Offensive gegangen. In der Ubuntu-Regierung, die bereits einige Fehler eingeräumt hat, beginnen derzeit Evakuierungsarbeiten die alle 231 GB Datenbewohner betreffen. Während die Windows-Soldaten sich weiter vorkämpfen versucht die Regierung die Ausreise der Bewohner in ein vorher verschmähtes Peripherie-Land (Externe Festplatte) zu ermöglichen. Betreffendes Land ist etwas im Zwiespalt, da die Beziehungen zum Windows-Land doch sehr stark sind (NTFS) geht die Ausreise nur schleppend voran (10 MB/s). Ob rechtzeitig alle Bewohner gerettet werden können, oder nicht, ist derzeit noch offen. Einer offiziellen Verlautbarung nach soll die Ausreise in etwa 6 Stunden beendet sein.

Unklar ist derzeit noch, ob sich das XP-Land einfach ausbreiten wird oder die Regierung wegen der großen Umstellungen eine Neuwahl zulässt, was derzeitiger Oppositionsvorsitzender “Vista” begrüßen würde. Unter den Bürgern herrscht allerdings noch Unklarheit, ob gerade die neu gewonnene so wichtige Technologie der sg3_utils auch unter dieser neuen Regierung funktionieren kann. Zu vermuten ist allerdings, dass das Windows-Land die allgemeine Ausreise in die Peripherie nicht dulden, und – einen positiven Kriegsverlauf vorausgesetzt – auch diese als Vasallenstaaten annektieren wird.

Wir werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten. Und nun zurück zu Peter Kloeppel ins Studio.

Update 24.04.2009

Wie das Auswärtige Amt soeben mitteilt, sind die Evakuierungen abgeschlossen. Wegen Problemen der Peripheriestaaten mit der Windows-Regierung und dem schlechten Management der alten Ubuntu-Regierung hat sich der Prozess bis heute morgen hingezogen. Die Regierungsgebäude stehen leer, das Betriebssystem wirkt verlassen. Windows hat den Krieg gewonnen.

Derzeit finden in einer Blitzaktion Neuwahlen statt, wobei es sich abzeichnet, dass “Vista” gewinnt, der in seinem Wahlprogramm eine einzige vereinte Festplatte unter seiner Regierung vorsieht. Alle alten Ext3-Regierungsstrukturen wären damit endgültig abgesetzt genau wie der bekannte GRUB-Grenzpunkt wohl bald nur noch Sightseeing Wert besitzt. Wie die Wahlen letztendlich ausgehen und ob “Vista” die Funktionsfähigkeit der Spin-Down Technologie aufrechterhalten kann wird sich im Laufe des Tages zeigen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Update 25.04.2009

Das wars. Der Krieg ist vorbei. Auch wenn Vista bei dem Datenvolk beliebter war, mitten in den Wahlen hat sich herausgestellt, dass er die sg3_utils nicht unterstützen würde. In Folge dessen ist ein Wahlkreis nach dem Anderen an das XP-Lager gefallen, dass schließlich die Wahl für sich entscheiden konnte. Das vorläufige amtliche Endergebnis:

Vista: 37,5%
XP: 51,2%
7:  11,3%

Mit der neuen absoluten Mehrheit hat XP sogleich begonnen die Regierungsgeschäfte wiederaufzunehmen und wird, wie bereits vermutet, nun die korrupten Peripherie-Staaten, die der Tux-Regierung als Unterschlupf dienen annektieren. Das IR-Land hat bereits sein wohlwollen gegenüber den Entwicklungen geäußert und auch das TV-Land, das mit der Ubuntu-Regierung nur etwas wiederwillig kooperiert hatte, freut sich über die neue Situation.

In diesem Sinne wünschen wir der Windows-Regierung eine stabile und bugfreie Amtszeit.

Home, Life, Work die Erste

Freitag, 06. März 2009

Da ich mich gerade von den unsäglichen Strapazen der CeBIT erhole, habe ich endlich mal Zeit den ein oder anderen Beitrag zu schreiben, wegen derer ich unter anderem den Blog eröffnet habe. In diesem geht es um die Organisation meiner neuer Wohnung und ihrem ausgesprochen durchdachten e-Konzept.

Hintergrund ist der, dass ich ein absoluter Filmfan bin, wie bekannt sein dürfte durch mein Studium bedingt viel am Rechner arbeiten muss und – na ja – hin und wieder mal ein Spiel zur Entspannung darf auch nicht fehlen. Ich möchte nochmals betonen, dass es an dieser Stelle nur um das e-Konzept geht, man soll ja nicht denken, ich würde meine Wohnung nie verlassen. Allein schon um in die Küche zu gehen ist das notwendig… ;) .

Also bisher war es so, dass ich mir im letzten Jahr einen Mac Pro gekauft hatte, da sah das Konzept nämlich so aus: Mac Pro zum Arbeiten und Spielen und für meine Mediensammlung (Musik, Filme, etc.). Problem dabei: Ich brauche einen Laptop für die Uni. Das ist nunmal einfach so und daher hatte ich auch ein MacBook. Da ich das MacBook aber tatsächlich nur in der Uni genutzt habe, lagen da gut zwei Gebrüder Grimm quasi brach – für einen Studenten natürlich undenkbar. Außerdem war der Mac Pro, wie ich dann nach einer Weile der Benutzung feststellen musste für meine Zwecke etwas überdimensioniert. Mit 8x 2,8 GHz kann man schon einiges reißen, aber wenn man nicht gerade im vier HD Videos gleichzeitig dekodiert sind von den 8 Kernen 7 ungenutzt. Was also tun mit diesen drei Gebieten:

  • Arbeiten
    Hier muss auf jeden Fall irgendwas mit Apple Zeichen her. Nicht wegen des Aussehens, sondern wegen des Arbeitskonzepts. Auch wenn viele meiner Informatik-Kollegen Macs für überteuerte Spielzeugrechner halten. Mich hat das “It just works”-Konzept überzeugt und ich bin auch bereit dafür ein paar Euro mehr auszugeben. Abgesehen davon, ist ein Leopard Intel Mac obligatorisch, wenn man sich – wie ich – auch von Uniwegen mit iPhone Entwicklung beschäftigt.
    Außerdem war ja schon klar, dass hier gewisse Mobilität schön wäre, weil Desktop-Rechner mit in die Uni nehmen ist schwer.
  • Medien
    Hier geht’s jetzt eher um Spaß und Entspannung während nach der Arbeit. Vor allem geht es dabei um meine fast komplett digitalisierte DVD Sammlung, ja digitalisiert, nein, nicht heruntergeladen – alles in feinster iPhone-konformer h264 Qualität. Wo es in der Sektion Arbeiten möglichst mobil sein soll, geht es hier eher um stationär aber dafür mit “einschalten, Spaß haben” – und zwar vorzugsweise fernbedient. Da man ja auch an die Zukunft denkt, am besten mit Bluray Option und entsprechend starkem Prozessor/Grafik um den Spaß auch dekodieren zu können. Obligatorisch aber glücklicherweise mitlerweile fast überall Standard: optischdigitale Tonausgabe und HDMI Bildausgabe für meinen Fernseher.
  • Spielen
    Okay, jetzt fallen wir ganz in den Spaß-Bereich. Ich weiß nicht, ob es für mein (von Google automatisch generiertes) Sozialprofil so gut ist, aber ich geb’s mal zu – ich spiele gerne Warhammer Online. Zwar nicht so hardcore mäßig mit 24 Stunden dauerzocken aber zum Beispiel mit Leonard – einem alten Freund aus Lüneburg – und seiner Freundin. Nebenbei kann man sich prima unterhalten und hat gleichzeitig noch Spaß am Spiel – so ähnlich wie beim Überraschungsei, … oder so. Ansonsten hatte ich mal eine Wii, fand das Spielkonzept ganz gut aber war von der Grafikleistung nicht sonderlich begeistert – daher auch “hatte”.

So, das sind jetzt die Voraussetzungen. Was hab ich draus gemacht?

  • Arbeiten
    Gearbeitet wird bei mir fortan an meinem MacBook, das prozessormäßig definitiv genug Leistung hat, unter Umständen werden ich den Arbeitsspeicher noch auf 4 GB aufstocken – vielleicht wenn Apples neues Betriebssystem “Snow Leopard” rauskommt. Problematisch ist nur der kleine 13,3” Bildschirm, der zum Arbeiten natürlich nicht taugt. Daher behalte ich meinen 22” Schreibtischmonitor vom Mac Pro und aus MacBook + Bildschirm entsteht dann eine wunderbare Arbeitsumgebung, die bei Bedarf in einer Minute mobil ist.
  • Medien
    Meinen Mediensammlung war jetzt ein kleines Problem, weil des MacBook ja a) nicht erweiterbar ist und b) keine Ausgänge für zwei Bildschirme hat. Ich hatte erst auf einen neuen Mac Mini gehofft, der am Dienstag vorgestellt wurde, aber da der ja erstens auf sich warten ließ und zweitens überhaupt nicht sicher war, ob er jetzt zwei Bildschirmausgänge haben würde oder nicht, habe ich mich für einen dedizierten Home-Media-Server entschieden. Dieser sollte in ein schmuckes Gehäuse kommen, fernbedienbar sein, am Besten lautlos und ständig mit Fernseher und Soundanlage verbunden sein. Was ich mir da am Ende zusammengebaut habe, und wie es jetzt funktioniert – dazu in einem späteren Artikel mehr. Grundsätzlich gefiehl mir diese Lösung auch sehr gut, weil ich – obwohl das MacBook dank nVidia Grafik sogar für Warhammer reicht – auch die Option habe eine zusätzliche Grafikkarte zu installieren, damit der Rechner auch genügend Power hat, aktuelle Spiele flüssig – und dann sogar auf dem Fernseher – darzustellen.
  • Spielen
    Wie bereits gesagt, liefert das MacBook im Moment für meinen PC-Spiele Bedarf genügend Power und sollte es mal nicht mehr reichen, kann ich mit dem Kauf einer Grafikkarte den Home-Media-Server oder auch HTPC blitzschnell umrüsten und damit zum “GamerPC” machen. Irgendwas fehlte aber doch noch und – der aufmerksame Leser hat es sicher gemerkt – was ist jetzt mit Bluray? Da Corinna leider eher ein Spielemuffel ist – zumindest was PC-Spiele angeht – ich sie aber mit der Wii doch in gewisser Weise von einem netten Spiel zu zweit (”Ich will noch mal >Finde den Mii< spielen…”) überzeugen konnte, hatte ich den Gedanken Konsole noch mal aufleben lassen. Da mich die Wii grafisch ja schon enttäuscht hatte, kamen nur noch X-Box 360 oder Playstation 3 in Frage, wobei die Wahl nach kurzer Recherche bezüglich Grafikleistung, Spielen, Konzept und letztlich auch Frauentauglichkeit auf die Playstation 3 viel. Außerdem hatte ich dank des integrierten Bluray Players damit auch dieses “Problem” erschlagen und…

… damit meine neue Wohnung ideal ausgestattet. Die Kosten sind durch den Verkauf des Mac Pro mehr als gedeckt und der Convenience-Faktor ist zudem gestiegen. Ich bin zufrieden und wer mir nacheifern will, für den stelle ich in naher Zukunft weitere Beiträge über den Aufbau des Home-Media-Servers online.

Zurück im Ubuntu-Land

Mittwoch, 18. Februar 2009

Vor einigen Tagen habe ich noch verzweifelt nach einer Lösung gesucht, meine externen Festplatten unter Windows Vista zum StandBy-Modus zu bewegen. Leider habe ich nach wirklich intensivem googeln nichts gefunden und auch diverse Fragen in Foren haben mich nicht weitergebracht. Die natürliche Ordnung der Betriebssysteme im Kopf:

  • Auf dem Mac geht’s einfach.
  • Unter Windows geht’s einfach nicht.
  • Unter Linux geht’s nicht einfach, aber irgendwie geht’s…

habe ich in einem radikalen Schritt zurück ins Ubuntu-Land gefunden. Vormals hatte ich mit 8.10. diverse Probleme, die eigentlich nur dazu geführt haben, dass ich zu Windows wollte. Hier mal einen zusammenfassende Liste:

  • Festplatten gehen nicht automatisch in den StandBy-Modus (Windows: nada, Ubuntu 8.10. manuell geht’s automatisch folgt hoffentlich bald…)
  • Kein Ton bei nicht Dolby/DTS Quellen (Windows: hier geht’s, Ubuntu 8.10. geht doch, man sollte alle Lautstärkeregler einblenden und wenn man digital benutzen will, diesen auch aufdrehen…)
  • Fernbedienung tut nicht (Windows: hier geht’s, kommt ein Treiber mit, Ubuntu 8.10. geht doch, allerdings nur mit selbstgebackenem Lirc und reagiert irgendwie nur auf die beim Gehäuse mitgelieferte Fernbedienung (aber die Harmony kann auch diese emulieren…))
  • LC-Display tut nicht (Windows: geht, aber leider ohne sinnvolle Informationen (wie viel RAM mein Rechner hat, weiß ich doch auch so …), Ubuntu 8.10. lcdproc tut jetzt allerdings auch nur mit selbstgebackenem …)
  • Bildausgabe in 24Hz (Windows: geht, Ubuntu 8.10. auch wenn xrandr der Meinung ist, ich hätte 98 Hz – es geht jetzt)

Ich bin einigermaßen stolz auf mich, da ich das alles gestern geschafft habe und muss an dieser Stelle aber natürlich Roland danken, der mich tatkräftig unterstützt hat. Wenn alles so funktioniert, wie ich das gerne möchte, folgen weitere Beiträge. Nun – da meine neue Nachbarin offenbar beschlossen hat um 9.00 Uhr die Bohrmaschine anzumachen, sonst wäre ich ja auch noch im Traum- und nicht im Ubuntu-Land – werde ich mal versuchen ob ich mit meiner alten TV Karte vdr – wovon Patrick so schwärmt – zum Laufen kriege. (Allerdings hat er die Einrichtungszeit bei meinen Wünschen – und die waren nicht groß – auf ca. 200 Tage geschätzt …)

Harmonie

Dienstag, 20. Januar 2009

Um den Eindruck zu erwecken, tatsächlich regelmäßig hier zu schreiben, hier also mein erstes Nicht-Hello-World-Posting. Es geht um einen Themenbereich, den ich – da sich um ein persönliches Interessengebiet handelt – wohl häufiger hier behandeln werde: Technik-Schnickschnack, wie meine Freundin es bezeichnen würde. Worum geht’s jetzt aber genau?

Nun es geht um mein Home Theatre (dt. Heimat Theater Heimkino), das in den nächsten Tagen/Wochen ergänzt und erneuert wird. In naher Zukunft werde ich mehr über die einzelnen Komponenten und deren Zusammenspiel schreiben aber zunächst mal geht es jetzt um den Dirigentenstab, das Zepter, wenn man so will. Es geht um Harmonie – na ja (Exkurs: Eigentlich schreibe ich schon immer na ja zusammen also naja aber da das nicht den gängigen Konventionen entspricht – damit ist die Deutsche Rechtschreibung – gemeint versuche ich mich jetzt mal an die neue korrekte Schreibweise zu gewöhnen. Wer jetzt noch weiß, wie ich den Satz begonnen habe, hat einen Keks verdient.) eigentlich geht es um Harmony um genau zu sein um die Logitech Harmony 555 Universal Remote.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Man hat einen Fernseher, einen Satellitenreceiver, einen Verstärker und ein paar aktive Lautsprecher. Was ist nun zu tun um, sagen wir mal, die heutige Inauguration Ceremony von Barack Obama zu gucken?

  1. Fernseher einschalten
  2. Fernseher auf Quelle Ext.1 stellen (das ist der Scart-Anschluss des Sat-Receivers)
  3. Satellitenreceiver einschalten
  4. Verstärker einschalten
  5. Verstärker auf Eingang “TV” stellen
  6. Lautsprecher einschalten
  7. den Schweiß von der Stirn wischen

 

Logitech Harmony 555

Logitech Harmony 555

Nun, prinzipiell nicht so dramatisch aber irgendwie schon aufwändig insbesondere, wenn man bedenket, dass dazu mindestens drei verschiedene Fernbedienungen nötig sind. Die Harmony macht dem ein Ende.

 

Wie funktioniert das gute Stück denn nun? Zunächst mal konfiguriert man das übrigens sehr formschöne Gerät an seinem PC Mac und ein – auf für einen Nicht-Informatiker- recht einfach zu verstehender Assistent fragt zunächst welche Geräte man denn überhaupt steuern möchte. Die 555er kann derlei 15 gleichzeitig bedienen, wovon ich allerdings (glücklicherweise) noch weit entfernt bin. Ich habe dabei meinen Fernseher, AV- und Satellitenreceiver angegeben. Sobald alle Teile da sind, wird der eigentlich wichtigste Teil – nämlich der HTPC – auch noch eingepflegt. Nachdem alle meine Geräte in der Datenbank waren (was ich bei Fernseher (Samsung) und AV-Receiver (Denon) auch erwartet hatte) und sogar mein 19,95 Euro Sat-Receiver automatisch erkannt wurde, wurden mir sogleich diverse Aktivitäten vordefiniert vorgeschlagen. Eine Aktivität ist eine Folge von Kommandos, die an verschiedene Geräte gehen um – wer hätte es gedacht – einer bestimmten Aktivität nachzugehen. Beispielsweise Fernsehen: Hier wird genau die obige Folge von Befehlen mit nur einem Tastendruck ausgeführt. Das schöne dabei ist dann noch, dass auch während des Betriebs die einzelnen Tasten intelligent zugewiesen sind. Lauter und leiser beispielsweise richtet sich an den AV-Receiver und nicht etwa an den Fernseher, der ja bei mir gar nicht zur Tonausgabe genutzt wird. Die Nummerntasten hingegen gehen an den Sat-Receiver und die Taste um das Bildseitenverhältnis z.B. von 16:9 auf 4:3 umzustellen, richtet sich korrekterweise an den Fernseher. Nach etwa 20 Minuten hatte ich den Assistenten fertig durchlaufen und konnte das ganze gleich ausprobieren. Erster Eindruck: Fabelhaft. Ohne sich jetzt stundenlang mit Einstellungen und Programmiercodes rumzuquälen habe ich ein sehr akzeptables Ergebnis erzielt. Sobald ich meinen HTPC fertig zusammengestellt habe, werde ich die Einstellungen der Harmony noch einmal feintunen, sodass nur noch die für mich wirklich relevanten Funktionen genutzt werden, dann dazu mehr. Für den Moment kann ich nur sagen, dass es sich wirklich um ein Schmuckstück handelt, das einen ausgezeichneten ersten Eindruck hinterlässt.

Damit das ganze sich nicht wie ein Werbetext liest noch ein kritischer Hinweis. Das Einstellen der Harmony erfolgt online (was gut ist, wegen den vielen automatisch erkannten Geräten, die immer aktuell sein werden). Leider werden die Einstellungen der Harmony nicht lokal gespeichert sondern im Netz und Zugang zu selbigen erfordert ein Nutzerkonto, dessen Einrichtung wiederum zumindest die Angabe von Vor- und Nachname  sowie eMail-Adresse fordert. Datenschutz- und Privatsphäre-technisch etwas problematisch, aber für mich tolerabel.

Update

Fast das wichtigste vergessen. Die Harmony hat ja auch ein Display und – man glaubt es nicht – es ist im ersten Anlauf pixelfehlerfrei. Zumindest gibt es keine Pixelfehler, die ständig schwarz sind, auf solche, die immer weiß (farblos) sind, habe ich noch nicht testen können.