Mit ‘ipad’ getaggte Artikel

Es ist ein iPad

Donnerstag, 28. Januar 2010

Eigentlich wollte ich ja mal was zu meiner Bachelor-Arbeit schreiben und anderen Dingen, mit denen eigentlich nur die Personen etwas anfangen können, die zu meinem näheren Umfeld gehören. Aus aktuellem Anlass aber schreibe ich über etwas von allgemeinem Interesse (sofern vorhanden).

Ich bin berühmt. Na ja, nicht ganz vielleicht, aber wie man an der regelrechten Flut von Kommentaren zu meinem letzten Beitrag (Unsinn) erahnen kann, haben vor kurzem signifikant mehr Leser auf meinen Blog gefunden als zuvor.

Analytics-Statistik zu meinen Zugriffen

Analytics-Statistik zu den Zugriffen auf Pixelfehler

Diesen Umstand verdanke ich wohl BildBlog.de, die mich beziehungsweise eben genannten Artikel als lesenswert (!) verlinkt haben. Ein bisschen peinlich dabei war natürlich, dass ich den Beitrag kurz nach Mitternacht verfasst und nicht einmal Korrekur gelesen hatte. Wie man in obiger Abbildung sieht, hat meine Berühmtheit schon wieder abgenommen, aber es war doch ganz schön, mal zu sehen welche Möglichkeiten das Internet bietet, um von jetzt auf gleich eine enorme Reichweite (ja, 4000 ist jetzt noch nicht so viel aber immerhin 100x mehr als sonst) zu erlangen. Selbstverständlich freue ich mich dabei auch über die zahlreichen Kommentare, die man aber als professioneller Journalist wiederum nicht erneut beantworten sollte. Folglich sollte ich an dieser Stelle auf die Kommentare eingehen, aber bis auf die Tatsache, dass ich schon zu viele graue Haare habe, um als minderjährig durchzugehen und derer, dass ich auch einen SPON-Artikel kommentiert hätte, in dem es um das Umfallen eines Sacks Reis in China geht, habe ich eigentlich nichts zu sagen.

Anders als im letzten Artikel soll es in diesem tatsächlich um Apple gehen. Insbesondere um das iPad, das gestern Abend von Steve Jobs und Kollegen vorgestellt wurde. Viele der Gerüchte stimmten ja scheinbar tatsächlich, wobei ich irgendwie mehr erwartet hätte. Trotz meines Warenfetisch und der Apple-Jünger-Doktrin muss ich also sagen, dass die Menge an Innovation, die ich da bisher gesehen habe, nicht sonderlich hoch ist. Das heißt natürlich nicht, dass ich das Teil nicht trotzdem unbedingt brauche haben will. Was habe ich denn nun erwartet? Irgendwas Tablet-artiges mit Multitouch, größer als das iPhone. Mehr eigentlich erstmal nicht – und was ist gekommen? Genau das. Natürlich ist die Vorstellung, so ein Gerät zu haben, das morgens beim Kaffee die Zeitung ersetzt und mit dem man auch mal beim Musik-Hören auf dem Sofa surfen kann, sehr nett. Aber wo ist der Knall? Wo ist der Heiliger-Bimbam-Effekt, den ich bei der iPhone Einführung gespürt habe, als ich Cover-Flow und Multi-Touch zum ersten Mal gesehen habe. Vielleicht bin ich mittlerweile auch einfach zu verwöhnt und erwarte fast, dass das User-Interface (wie es zugegebenermaßen wirkt) unglaublich gut ist/aussieht. Wie dem auch sei – der Nutzen des Geräts ist klar, die Frage ist – neben “Braucht man das?”, die sich allerdings nur außerhalb des Reality-Distortion-Field stellt – ersetzt das Gerät ein anderes Gerät? Beispielsweise einen Laptop. Ich vermute, dass das eher nicht der Fall ist, da man durch Apple zu sehr in der Programmvielfalt und den Anwendungsmöglichkeiten beschränkt wird. Weiterhin fehlt es an Anschlussmöglichkeiten für Peripherie – beispielsweise Drucker, o.Ä.. Ich denke ersetzbar wird wohl eher ein Netbook sein, auf dem man wegen der geringen Ausmaße vermutlich genauso wenig arbeiten will, wie man auf dem iPad kann.

Mein vorläufiges Fazit ist also, dass es sich wohl um eine äußerst spannende Spielerei handelt, die ich – weil im Reality-Distortion-Field – auf jeden Fall ausprobieren werde. Ob und inwiefern sich das Ganze dann doch noch zu einem Laptop-Killer entwickelt wird sich zeigen. Was auf jeden Fall zu erwarten ist, ist eine erneute Flut von Applikationen für das Tablet, die sich (hoffentlich) ähnlich gut verkaufen lassen, wie jetzt auf dem iPhone. Ich bin auf jeden Fall – wie immer – sehr gespannt.