Mit ‘logitech’ getaggte Artikel

Aufruhr im Ubuntu-Land

Dienstag, 10. März 2009

Eieiei! Nachdem ich am Wochenende den ersten längeren Warhammer Online Test mit meinem MacBook durchlaufen habe, muss ich sagen – trotz 1920×1200 spielbar, zwar nur mit niedrigsten Einstellungen aber hey, ist ja auch nur Laptop-On-Boad Grafik. Dafür schlägt sich das Gerät wirklich gut. Ich würde auch gerne ne niedrigere Auflösung nehmen, aber da ich bei der Wahl meines Bildschirms nicht auf Interpolationsverhalten geachtet habe, werde ich jetzt gestraft. Es hat dem Spielspaß auf jeden Fall keinen Abbruch getan aber ich hab mir gedacht, hey vielleicht kann die GeForce 9300 On-Board in deinem HTPC ja noch ein bisschen mehr als die GeForce 9400m im MacBook.

Gestern nachmittag also, wollte ich meinen HTPC zwecks Spieletest mal wieder unter Windows (XP versteht sich) booten. Habe also die Tastatur und Maus angesteckt und neu gestartet. Blöderweise kam nach Wahl von Windows XP im Bootmenü nur ein schwarzer Bildschirm und dann ist nichts mehr passiert. Klasse, habe ich gedacht, und das G zu meinem Problem befragt. Hat wenig gebracht, scheint aber häufiger mal zu passieren und hat wohl mit grub – dem Linux Bootloader – zu tun. Also ein Linux Problem. Klasse. Nach kurzer Besprechung mit Linux-Experten Roland, der mir kurzerhand zur Hilfe eilte, lies sich dann auch Ubuntu nicht mehr booten. Okay, das ist fies. Eigentlich hat Roland nichts kaputt gemacht, die Auflösung kommt ja jetzt (Spannungsbogen und so …). Auf jeden Fall habe ich dann versucht erst die Ubuntu-Live-DVD zu nutzen, um Rolands Änderungen wieder rückgängig zu machen, da diese aber auch nicht mehr booten wollte und selbst das von Roland empfohlene “grml” (ist sein Lieblingsrettungssystem…) blieb bei “io scheduler cfq registered” stehen. Ich war schon kurz davor, irgendein BIOS-Update zu suchen (an den Einstellungen hatte ich bereits rumgepfuscht), da viel mir auf, das mein BIOS behauptete, ich hätte 2 Mäuse angeschlossen. Komisch, komisch – aber dann wurde mir klar, dass gerade 2 Logitech Funkmäuse eingeschaltet auf meinem Schreibtisch lagen. Als ich die eine der beiden ausschaltete und neu bootete, ging nicht nur Ubuntu wieder, wie gewohnt, sondern auch Windows lies sich problemlos starten.

Sollte noch mal jemandem dieses Problem unterkommen, kann er/sie sich die 2 Stunden Fehlersuche hoffentlich sparen.

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe: Nicolas versucht Flash unter Ubuntu zum Laufen zu kriegen…

Harmonie

Dienstag, 20. Januar 2009

Um den Eindruck zu erwecken, tatsächlich regelmäßig hier zu schreiben, hier also mein erstes Nicht-Hello-World-Posting. Es geht um einen Themenbereich, den ich – da sich um ein persönliches Interessengebiet handelt – wohl häufiger hier behandeln werde: Technik-Schnickschnack, wie meine Freundin es bezeichnen würde. Worum geht’s jetzt aber genau?

Nun es geht um mein Home Theatre (dt. Heimat Theater Heimkino), das in den nächsten Tagen/Wochen ergänzt und erneuert wird. In naher Zukunft werde ich mehr über die einzelnen Komponenten und deren Zusammenspiel schreiben aber zunächst mal geht es jetzt um den Dirigentenstab, das Zepter, wenn man so will. Es geht um Harmonie – na ja (Exkurs: Eigentlich schreibe ich schon immer na ja zusammen also naja aber da das nicht den gängigen Konventionen entspricht – damit ist die Deutsche Rechtschreibung – gemeint versuche ich mich jetzt mal an die neue korrekte Schreibweise zu gewöhnen. Wer jetzt noch weiß, wie ich den Satz begonnen habe, hat einen Keks verdient.) eigentlich geht es um Harmony um genau zu sein um die Logitech Harmony 555 Universal Remote.

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Man hat einen Fernseher, einen Satellitenreceiver, einen Verstärker und ein paar aktive Lautsprecher. Was ist nun zu tun um, sagen wir mal, die heutige Inauguration Ceremony von Barack Obama zu gucken?

  1. Fernseher einschalten
  2. Fernseher auf Quelle Ext.1 stellen (das ist der Scart-Anschluss des Sat-Receivers)
  3. Satellitenreceiver einschalten
  4. Verstärker einschalten
  5. Verstärker auf Eingang “TV” stellen
  6. Lautsprecher einschalten
  7. den Schweiß von der Stirn wischen

 

Logitech Harmony 555

Logitech Harmony 555

Nun, prinzipiell nicht so dramatisch aber irgendwie schon aufwändig insbesondere, wenn man bedenket, dass dazu mindestens drei verschiedene Fernbedienungen nötig sind. Die Harmony macht dem ein Ende.

 

Wie funktioniert das gute Stück denn nun? Zunächst mal konfiguriert man das übrigens sehr formschöne Gerät an seinem PC Mac und ein – auf für einen Nicht-Informatiker- recht einfach zu verstehender Assistent fragt zunächst welche Geräte man denn überhaupt steuern möchte. Die 555er kann derlei 15 gleichzeitig bedienen, wovon ich allerdings (glücklicherweise) noch weit entfernt bin. Ich habe dabei meinen Fernseher, AV- und Satellitenreceiver angegeben. Sobald alle Teile da sind, wird der eigentlich wichtigste Teil – nämlich der HTPC – auch noch eingepflegt. Nachdem alle meine Geräte in der Datenbank waren (was ich bei Fernseher (Samsung) und AV-Receiver (Denon) auch erwartet hatte) und sogar mein 19,95 Euro Sat-Receiver automatisch erkannt wurde, wurden mir sogleich diverse Aktivitäten vordefiniert vorgeschlagen. Eine Aktivität ist eine Folge von Kommandos, die an verschiedene Geräte gehen um – wer hätte es gedacht – einer bestimmten Aktivität nachzugehen. Beispielsweise Fernsehen: Hier wird genau die obige Folge von Befehlen mit nur einem Tastendruck ausgeführt. Das schöne dabei ist dann noch, dass auch während des Betriebs die einzelnen Tasten intelligent zugewiesen sind. Lauter und leiser beispielsweise richtet sich an den AV-Receiver und nicht etwa an den Fernseher, der ja bei mir gar nicht zur Tonausgabe genutzt wird. Die Nummerntasten hingegen gehen an den Sat-Receiver und die Taste um das Bildseitenverhältnis z.B. von 16:9 auf 4:3 umzustellen, richtet sich korrekterweise an den Fernseher. Nach etwa 20 Minuten hatte ich den Assistenten fertig durchlaufen und konnte das ganze gleich ausprobieren. Erster Eindruck: Fabelhaft. Ohne sich jetzt stundenlang mit Einstellungen und Programmiercodes rumzuquälen habe ich ein sehr akzeptables Ergebnis erzielt. Sobald ich meinen HTPC fertig zusammengestellt habe, werde ich die Einstellungen der Harmony noch einmal feintunen, sodass nur noch die für mich wirklich relevanten Funktionen genutzt werden, dann dazu mehr. Für den Moment kann ich nur sagen, dass es sich wirklich um ein Schmuckstück handelt, das einen ausgezeichneten ersten Eindruck hinterlässt.

Damit das ganze sich nicht wie ein Werbetext liest noch ein kritischer Hinweis. Das Einstellen der Harmony erfolgt online (was gut ist, wegen den vielen automatisch erkannten Geräten, die immer aktuell sein werden). Leider werden die Einstellungen der Harmony nicht lokal gespeichert sondern im Netz und Zugang zu selbigen erfordert ein Nutzerkonto, dessen Einrichtung wiederum zumindest die Angabe von Vor- und Nachname  sowie eMail-Adresse fordert. Datenschutz- und Privatsphäre-technisch etwas problematisch, aber für mich tolerabel.

Update

Fast das wichtigste vergessen. Die Harmony hat ja auch ein Display und – man glaubt es nicht – es ist im ersten Anlauf pixelfehlerfrei. Zumindest gibt es keine Pixelfehler, die ständig schwarz sind, auf solche, die immer weiß (farblos) sind, habe ich noch nicht testen können.