Mit ‘mac’ getaggte Artikel

Gedanken zu Apple und der WWDC 2009

Samstag, 30. Mai 2009

Am 8. Juni werden wieder tausende Apple-Fans (und ich schließe mich selbst da nicht aus) im Sekundentakt auf den Refresh-Button ihres Browsers hauen, um diverse Live-Blogs zur Keynote zur Eröffnung der WWDC stets aktuell zu halten und kein Detail zu verpassen.

WWDC 2009

WWDC 2009

Jährlich veranstaltet Apple die World Wide Developer Conference, die eigentlich eine Konferenz (wie der Name schon sagt) für professionelle Entwickler auf der bzw. mit dem iPhone nun den Apple Plattformen ist. Die Keynote zur Eröffnung wurde dabei bisher meist von unserem Götzen Lieblings-CEO Steve Jobs gehalten, der aber ja derzeit eine gesundheitliche Pause bis Ende Juni macht. Schade ist das aus 2 Gründen, denn erstens liefert Mr. Jobs unabhängig davon, ob man nun “voll der Apple-Fanatiker” ist oder nicht, großartige Vorträge mit beeindruckender Rhetorik und einem durchdachten Konzept. Zweitens ist Mr. Jobs ja nicht nur der Chef von Apple sondern irgendwie eine Ikone geworden, die für das gesamte Unternehmen steht. Insbesondere an den Verläufen der Aktienkurse sobald wieder etwas über eine vermeintliche Krankheit Jobs’ bekannt wird oder gar von dessen Retirement spricht, erkennt man, wie wichtig diese Person für das Unternehmen ist. Natürlich ist es völlig irrational zu glauben, Apple könnte keine guten Produkte mehr bieten, wenn Steve Jobs eines fernen Tages nicht mehr an der Spitze des Unternehmens steht.

Statt seiner wird die Keynote wohl von Phil Schiller VP of Schwafeling Marketing gehalten, unterstützt von einigen anderen Kollegen. Trotzdem lastet natürlich ein gewisser Druck auf Apple, denn anders als auf anderen Konferenzen, wo in der Begrüßungskeynote gesagt wird “Um 12 is Mittach, Kaffe (ich hasse es, wenn das jemand so ausspricht) um Viere, viel Spass!”, erwarten nicht nur die anwesenden Entwickler sondern auch die restliche Apple-Welt einen stetigen Fluss von Innovationen.

Was steht also an. Zwei Dinge, über die man wohl definitiv sprechen wird, sind Snow Leopard, das nächste Betriebssystem und iPhone OS 3.0. Dabei gibt es allerdings jeweils ein Problem. Snow Leopard ist ein “Under the hood”-Release und soll weniger Features bringen als mehr neue APIs, mehr Geschwindigkeit und Performance, usw.. Sicher wird es dazu eine Demo geben, wobei ich persönlich mir am meisten von der Open CL Implementierung verspreche, also der Einbeziehung der Grafikhardware in die normalen Berechnungen. Natürlich wird es noch ein paar andere nette Dinge zu beschauen geben, aber wunderartiges erwarte ich für die neue Version eigentlich nicht. Aber vielleicht werden wir ja überrascht.

Snow Leopard

Snow Leopard

Das zweite Problem hat mit iPhone OS 3.0. zu tun Dieses wurde nämlich schon vergleichsweise ausführlich auf einem Special Event vorgestellt. Zwar nur als Beta Version aber trotzdem. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird hiervon auch noch mal eine Menge gezeigt, aber wirklich neu wird dabei nicht viel sein. Ich hoffe zumindest, dass uns endlose App-Vorstellungen von Drittentwicklern erspart bleiben – und mit Copy und Paste, Tethering und MMS kann uns ja nun niemand mehr vom Hocker reißen.

Wie sieht es also mit großer Innovation aus? Was sich geradezu aufdrängt ist natürlich die nächste iPhone Generation. Allerdings wird es auch hier schwierig das große, neue in den Vordergrund zu stellen. Das wesentliche am iPhone ist ja gerade seine Software und die hat man mit OS 3.0 ja nun schon abgegrast. Abgesehen davon sind die großen Schritte, die noch nötig waren, UMTS und GPS, ja schon ins iPhone 3G geflossen. Ein iPhone 4G, wobei noch das Problem der Namensgebung bleibt, denn 4G wird es wohl eher nicht heißen, kann nun nur noch – zumindest seh ich sonst keine – kleinere Hardware-Verbesserungen auffweisen. Gemunkelt wird ja beispielsweise von doppeltem Speicher, mehr RAM, schnellerem Prozessor und besserer Kamera. Das klingt natürlich toll, aber wirklich innovativ ist das nicht. Abgesehen davon bringt es für Entwickler doppelten Aufwand, für zwei Geräte zu entwickeln, die unterschiedliche Hardware-Vorraussetzungen haben.
Denkbar sind natürlich noch OLED-Display, bessere Akkulaufzeit, neues Design – allerdings halte ich das alles zwar für nett aber nicht weltbewegend.
Etwas Innovationspotential sehe ich noch bei Videotelefonie. Mit dem iPhone hat Apple mobilen Datentarifen quasi eine globale Akzeptanz verliehen, die vorher höchstens oder zumindest hauptsächlich im Businessbereich (BlackBerry und Co.) vorhanden war. Nun wäre es Apple zuzutrauen auch Videotelefonie ähnlich zu popularisieren. Dazu wäre es allerdings wiederum notwendig mit den Betreibern entsprechende Tarife zu vereinbaren, damit das Feature auch genutzt wird. Ich fände es auf jeden Fall nett und auf der Keynote wäre so ein mobiles iChat, was ich schon zum letzten Special Event prophezeit gefordert habe, sicher der Renner.
Ansonsten könnte man natürlich noch mit einem Gleichziehen mit dem neuen Zune rechnen, dieser soll ja angeblich als Zune HD selbiges Material abspielen können. Der Sinn einen Film in 1080p oder 720p auf meinem Handy zu haben (zumal der Speicherplatzbedarf ja gleich mal ein Viertel des Gesamtspeichers betragen würde) und diesen dann auf einem 480×320 Display anzugucken, will mir allerdings nicht so recht in den Kopf. Auch das Anschließen an einen Fernseher ist eher etwas, was ich mit einem Laptop machen würde, nicht mit einem Handy – vor allem wegen des Speicherplatzbedarf und der dann sicher schwindenden Akku-Laufzeit.

Was bleibt also noch? Neue Hardware. Wirklich nötig ist hier allerdings nicht wirklich etwas, da alle Macs eigentlich auf einem gesunden Stand sind und ich mir nicht vorstellen kann, dass ein neuer Prozessor im MacBook Pro jetzt so grandios ist, dass man ihn extra noch mal vorstellen würde. Bleibt natürlich noch der Überraschungseffekt. Denkbar wäre hier etwas in der NetBook Kategorie (”MacBook Mini” ) oder ein Gerät auf iPhone OS Basis mit größerem Bildschirm. Mit Referenz zu Star Trek also ein PADD. Beides würde sicher für einige Aufregung sorgen aber so richtig wahrscheinlich ist eigentlich nichts von beidem.

Steve Jobs (Bildquelle: mylerdude, Wikipedia)

Steve Jobs (Bildquelle: mylerdude, Wikipedia)

Was den richtigen Effekt hätte, wäre aber das berüchtigte “One More Thing”, in der Vergangenheit häufig von Steve Jobs verwendet, um eine gewichtige Ankündigung zum Schluss zu machen, die eigentlich niemand mehr erwartet hätte. Einen ordentlich Sprung würden die Aktien sicher machen, wenn Schiller mit erwartungsvoller Miene am Ende seiner Keynote sagen würde “… but there is one more thing …”, er von der Bühne gehen und ein (hoffentlich gesund und nicht zu mager aussehender) Steve Jobs die Bühne betreten und dann noch irgendwas vorstellen würde. Beispielsweise das oben genannte Mini-Produkt. Oder zumindest die neue iPhone Generation. Ob Apple das aber will, ist fraglich, denn so würde man wieder den Fokus auf Jobs legen, wobei man ja eigentlich darauf drängt, dass Apple auch ohne ihn noch Apple ist.

Ich persönlich spekuliere – um es noch mal zusammenzufassen – auf eine ausführliche Snow Leopard Demo, eine (zu ausführliche) iPhone OS 3.0 Demo, auf die Ankündigung einer neuen iPhone Generation wobei ich mir auch “Get iPhone OS 3.0 Today, iPhone 4G early July” oder so vorstellen könnte und irgendwas neues, was immer das sein mag. Eine Guest-Appearance von Steve Jobs halte ich für denkbar aber aus den oben genannten Gründen für unwahrscheinlich.

Lassen wir uns also überraschen.

Future-PC just froze.

Montag, 20. April 2009

Nein, es geht nicht um Fische. Apple hat heute vier neue Spots aus der “Get A Mac”-Kampagne gepostet. Das Schema ist eigentlich immer das gleiche, amüsant ist es aber trotzdem. Mein Favorit ist “Time Travel”:

Alle Spots können unter apple.com angeschaut werden, auf fscklog.com (wie immer bestens informiert) sind auch alle YouTube Versionen verlinkt.

PS: PC hätte mal lieber Future-Mac fragen sollen, wann das iPhone 4G/HD/Pro (?!) rauskam ;)

Congratulations Frank, it’s a PC.

Dienstag, 14. April 2009

Gelungene Parodie auf die letzten Windows-Marketing-Spots (via 9to5mac.com).

Bluuuuuuuuuu-Raaaaaaaaaay

Sonntag, 12. April 2009

Okay, wie es sich für ein literarisch anspruchsvolles Posting gehört, sollte am Anfang völlig unklar bleiben, was der Titel überhaupt mit der Geschichte zu tun hat. Ganz in diesem Sinne werde ich meinen heutigen Beitrag mit Hasstiraden einem Erfahrungsbericht zu einer Fahrt mit der Deutschen Bahn machen.

Le Petit Nicolas hat sich nämlich überlegt, dass er besser nicht am Montag zurück in die derzeitige Wahlheimat fährt, weil – da fährt ja jeder zurück und die Züge sind folglich brechend voll. Infolgedessen hatte ich beschlossen an diesem “vom Wetter her” (wie man hier im Norden so schön sagt) so schönen Sonntag gemütlich abends in einen vollklimatisierten fast leeren Zug zu steigen. Leider hatte ich die Rechnung ohne die Fans des MSV Duisburg gemacht, die sich entweder das selbe gedacht haben, oder bei einem Fußballspiel in Hamburg waren. In Hamburg/Harburg angekommen, musste ich außerdem feststellen, dass mein Zug entfällt. Was der tolle Ansage-Computer in 10 Sekunden-Abständen wiederholt hat (vielleicht für die schon leicht angetrunkenen Fans?). Glücklicherweise gab es einen Ersatzzug, der nur 25 Minuten später bereit gestellt werden konnte aber dafür immerhin ein ICE war.

Im Zug gehörte ich zu den glücklichen Menschen, die einen Sitzplatz bekamen und zu den unglücklichen Menschen, die in Wagen 24 saßen. Sicher zwei, drei Wagen von der Meute entfernt, hat es doch einen vereinzelten Fan in unseren Waggon geschafft. Interessanterweise saß er die meiste Zeit still, bis er etwa alle 7 Minuten völlig nicht-deterministisch (ich mag diesen Ausdruck) immer wieder diverse Fußball – nun, Weisheiten passt nicht ganz, sagen wir mal – Sprüche in gesunder Stadionlautstärke kundtat. Die Besten:

Von Doooooosenbier wiiiird man schlau!

Zick, Zack – Zigeunerpack!

Scheiß Sankt-Pauli!

Und mein persönlicher Favorit:

Zeig doch mal die Möpse.

Gerettet hat mich dabei Roger Cicero und die Aussicht wegen der Verspätung reuelos ein Taxi nach Hause nehmen zu können.

So, nun hat der Spannungsbogen seinen Höhepunkt erreicht und ich decke auf, was es mit der Überschrift auf sich hat:

Ich kann das nur unterstützen und fordere sowohl Blu-Ray in allen Apple Rechnern als auch einen Midrange-Mac ohne Bildschirm mit Gamer-Grafik. (Hat man eigentlich gemerkt, dass das gar nichts mit dem vorherigen Thema zu tun hatte? Übrigens via fscklog.com.)

Eigentlich wollte ich nun noch mal was zur erschütternden Entscheidung von Germany’s Next Topmodel vom Donnerstag schreiben, aber jetzt ist erstmal Feierabend. Vielleicht morgen.

social Flash & iChat + ICQ mit Chax

Mittwoch, 11. März 2009

Irgendwie habe ich das Gefühl gerade so einen sozialen Flash zu haben und bin sogar kurz davor, mir einen Twitter-Account zu besorgen. Allerdings fürchte ich, auf diese Weise noch mehr über mich preiszugeben, was meine späteren Arbeitgeber davon abhalten könnte, mich für zu einem horrenden Informatikergehalt einzustellen. Andererseits – wieder eine Möglichkeit selbige durch geschickt platzierte Informationen zu manipulieren. Man muss halt psychologisch zurückschlagen…

Gestern habe ich die Google Webmaster-Tools ausprobiert, die mir erschreckender Weise mitgeteilt haben, keiner meiner Beiträge hätte in den Suchergebnissen eine hohe Relevanz. Unverschämt eigentlich. Obwohl mir Google Analytics heute morgen die frohe Kunde beschert, es hätten sich zwei Nutzer mit den Suchbegriffen “fifa 2009 pixelfehler” und “kein ton bei ubuntu am mac” auf meine Seite verirrt. Letzterem dürfte leider nicht geholfen worden sein und was Ersterer gesucht hat, ist mir nicht ganz klar. Damit ich in Zukunft die Web-Gemeinde nicht mehr so enttäuschen muss, habe ich mir gedacht ich schreibe mal wieder etwas sinnvolles – und zwar zu Programmen am Mac, die ich ja wegen Neu-Installation nun Stück für Stück wieder aufspielen muss. Erstes ist dabei das auf dem Mac mitgelieferte Chat-Programm iChat.

iChat + ICQ

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber in meinem Freundes- und Bekanntenkreis hat sich AIM oder (Gott sei Dank!) MSN einfach nicht durchgesetzt. ICQ ist ja eines der Urgesteine des Instant-Messageing und auch für mich damals in 56K-Modem-Zeiten ein wahres Wunder der Technik. Das klassische ICQ Programm habe ich dabei eigentlich fast nie benutzt. Ganz früher natürlich schon, aber dann kam irgendwann Trillian und Miranda - unter Windows versteht sich. Als ICQ dann anfing sich offenbar Gedanken darüber zu machen, wie man mit dem Service auch Geld verdienen könnte und Werbung in den Clienten integriert hat, war ein Rückwechsel natürlich undenkbar. Nun stellt sich dem Mac User die Frage, wie kann ich ICQ denn auf meinem wunderschönen Apple Rechner benutzen?

 

Adium

Adium

Da gibt es es verschiedene Möglichkeiten, die ich hier nicht im Detail ausführen möchte. Nach einiger Recherche hat sich für mich Adium (Freeware) als überaus mächtiger und brauchbarster IM Client herauskristalisiert. Adium unterstützt neben ICQ auch jede Menge anderer Protokolle, wie AIM, MSN, Yahoo, Facebook und diverser anderer von denen ich noch nie etwas gehört habe. Eine Rundum gute Wahl …

Aber: wir sind an einem Mac und wollen mit wenig Aufwand richtig coole Sachen machen, die andere sofort neidisch werden lassen. Wie geht das jetzt? Vorzugsweise mit iChat. iChat ist das bei Mac OS X mitgelieferte Chat Programm, dass leider etwas speziell, aber mit einem Trick recht gut mit ICQ oder AIM nutzbar ist. Speziell deshalb weil es eben nur AIM und Mobile Me (Apple’s eigenen Online Service) unterstützt. Okay, AIM ist zwar nicht ICQ aber fast, denn AOL hat irgendwann man ICQ gekauft und daher ist ICQ quasi AIM abwärtskompatibel. Bei der Einrichtung von iChat kann man also bei AIM Account-Name seine ICQ Nummer eintragen und loslegen. Dabei entstehen allerdings einige grundlegende Nachteile:

  • Im ICQ Netzwerk ist es nicht üblich HTML-Nachrichten zu verschicken, was iChat aber tut.
  • iChat kann keine Usernamen empfangen, man sieht nur die UINs der einzelnen User.
  • Genauso kann iChat keine Authorisationsanfragen beim Hinzufügen neuer Kontakte verarbeiten.

Was tun? Am nervigsten ist das erste Problem, da sich bereits beim ersten Chat die entsprechenden Chatpartner darüber beschweren werden einen Wust an HTML-Markup (<blablub /> usw.) bekommen und darin kaum die eigentlichen Nachrichten wiederfinden werden. Dafür gibt es aber glücklicherweise eine Lösung, die sich Chax (Donationware) nennt und iChat um einige Funktionen erweitert, inklusive der, dass die nervigen Formatierungen nicht mehr mitgeschickt werden. Dieses Plugin kann ich jedem iChat User nur empfehlen, der auch mit ICQ-Kontakten zu tun hat – außerdem bekommt iChat dadurch Growl (dazu in einem späteren Artikel mehr) Support.
Bleiben noch 2 Probleme, die sich leider nicht so einfach lösen lassen. Für letzteres habe ich noch gar keine Lösung gefunden. Das zweite lässt sich umgehen, indem man alle seine ICQ-Kontakte in sein Adressbuch einträgt, darauf greift iChat nämlich zu und zeigt danach die korrekten Namen der Nutzer an. Ungünstig natürlich für den, der darauf beharrt, dass seine Freunde d4rk5h4d0w oder etwas in der Art heißen. Nutzerbilder werden übrigens trotzdem angezeigt.
Für das Authorisierungsproblem empfehle ich, entweder Adium zusätzlich zu installieren oder per ICQ2Go (Webversion) Kontakte hinzuzufügen. Die Kontaktliste wird ja synchronisiert.

iChat

iChat

Warum sollte man jetzt überhaupt iChat benutzen, wenn es doch solche Probleme macht? Ganz einfach, wegen den netten Sachen, die integriert sind und die Adium fehlen:

 

  • Videochat
  • Voicechat
  • Screensharing

Am nettesten finde ich den Videochat – da sowieso jeder neuere Mac eine Webcam integriert hat, kann man mit quasi 0 Aufwand mit anderen iChat-Nutzern Videofonieren. Und zwar in beachtlicher Qualität und Lippensynchron. Okay, da könnte man auch Skype benutzen aber will man denn 2 IM-Programme gleichzeitg laufen lassen? Zumal iChat eine ausgezeichnete Echo-Unterdrückung hat und man problemlos per integrierten Mikrofon + Lautsprecher miteinander kommunizieren kann. Der Voicechat ist ähnlich gut und eine klasse Sache ist auch das Screensharing – so kann man zum Beispiel seiner überforderten Freundin bei etwaigen Computerproblemen helfen oder einem Freund mal kurz etwas demonstrieren. Funktioniert übrigens auch über’s Web mit kleiner Bandbreite sehr angemessen.

Letztlich bleibt es jedem selbst überlassen, welchen IM Client er oder sie installieren möchte. Ich bin mit iChat zufrieden und weiß die Bonus-Features (auch ihres Nutzens und nicht des Neid-Faktors der Anderen wegen ;) ) zu schätzen und würde mir nur nativen ICQ Support für die nächste Version wünschen (auch wenn dieser Wunsch wohl nicht in Erfüllung gehen wird…).

Home, Life, Work die Erste

Freitag, 06. März 2009

Da ich mich gerade von den unsäglichen Strapazen der CeBIT erhole, habe ich endlich mal Zeit den ein oder anderen Beitrag zu schreiben, wegen derer ich unter anderem den Blog eröffnet habe. In diesem geht es um die Organisation meiner neuer Wohnung und ihrem ausgesprochen durchdachten e-Konzept.

Hintergrund ist der, dass ich ein absoluter Filmfan bin, wie bekannt sein dürfte durch mein Studium bedingt viel am Rechner arbeiten muss und – na ja – hin und wieder mal ein Spiel zur Entspannung darf auch nicht fehlen. Ich möchte nochmals betonen, dass es an dieser Stelle nur um das e-Konzept geht, man soll ja nicht denken, ich würde meine Wohnung nie verlassen. Allein schon um in die Küche zu gehen ist das notwendig… ;) .

Also bisher war es so, dass ich mir im letzten Jahr einen Mac Pro gekauft hatte, da sah das Konzept nämlich so aus: Mac Pro zum Arbeiten und Spielen und für meine Mediensammlung (Musik, Filme, etc.). Problem dabei: Ich brauche einen Laptop für die Uni. Das ist nunmal einfach so und daher hatte ich auch ein MacBook. Da ich das MacBook aber tatsächlich nur in der Uni genutzt habe, lagen da gut zwei Gebrüder Grimm quasi brach – für einen Studenten natürlich undenkbar. Außerdem war der Mac Pro, wie ich dann nach einer Weile der Benutzung feststellen musste für meine Zwecke etwas überdimensioniert. Mit 8x 2,8 GHz kann man schon einiges reißen, aber wenn man nicht gerade im vier HD Videos gleichzeitig dekodiert sind von den 8 Kernen 7 ungenutzt. Was also tun mit diesen drei Gebieten:

  • Arbeiten
    Hier muss auf jeden Fall irgendwas mit Apple Zeichen her. Nicht wegen des Aussehens, sondern wegen des Arbeitskonzepts. Auch wenn viele meiner Informatik-Kollegen Macs für überteuerte Spielzeugrechner halten. Mich hat das “It just works”-Konzept überzeugt und ich bin auch bereit dafür ein paar Euro mehr auszugeben. Abgesehen davon, ist ein Leopard Intel Mac obligatorisch, wenn man sich – wie ich – auch von Uniwegen mit iPhone Entwicklung beschäftigt.
    Außerdem war ja schon klar, dass hier gewisse Mobilität schön wäre, weil Desktop-Rechner mit in die Uni nehmen ist schwer.
  • Medien
    Hier geht’s jetzt eher um Spaß und Entspannung während nach der Arbeit. Vor allem geht es dabei um meine fast komplett digitalisierte DVD Sammlung, ja digitalisiert, nein, nicht heruntergeladen – alles in feinster iPhone-konformer h264 Qualität. Wo es in der Sektion Arbeiten möglichst mobil sein soll, geht es hier eher um stationär aber dafür mit “einschalten, Spaß haben” – und zwar vorzugsweise fernbedient. Da man ja auch an die Zukunft denkt, am besten mit Bluray Option und entsprechend starkem Prozessor/Grafik um den Spaß auch dekodieren zu können. Obligatorisch aber glücklicherweise mitlerweile fast überall Standard: optischdigitale Tonausgabe und HDMI Bildausgabe für meinen Fernseher.
  • Spielen
    Okay, jetzt fallen wir ganz in den Spaß-Bereich. Ich weiß nicht, ob es für mein (von Google automatisch generiertes) Sozialprofil so gut ist, aber ich geb’s mal zu – ich spiele gerne Warhammer Online. Zwar nicht so hardcore mäßig mit 24 Stunden dauerzocken aber zum Beispiel mit Leonard – einem alten Freund aus Lüneburg – und seiner Freundin. Nebenbei kann man sich prima unterhalten und hat gleichzeitig noch Spaß am Spiel – so ähnlich wie beim Überraschungsei, … oder so. Ansonsten hatte ich mal eine Wii, fand das Spielkonzept ganz gut aber war von der Grafikleistung nicht sonderlich begeistert – daher auch “hatte”.

So, das sind jetzt die Voraussetzungen. Was hab ich draus gemacht?

  • Arbeiten
    Gearbeitet wird bei mir fortan an meinem MacBook, das prozessormäßig definitiv genug Leistung hat, unter Umständen werden ich den Arbeitsspeicher noch auf 4 GB aufstocken – vielleicht wenn Apples neues Betriebssystem “Snow Leopard” rauskommt. Problematisch ist nur der kleine 13,3” Bildschirm, der zum Arbeiten natürlich nicht taugt. Daher behalte ich meinen 22” Schreibtischmonitor vom Mac Pro und aus MacBook + Bildschirm entsteht dann eine wunderbare Arbeitsumgebung, die bei Bedarf in einer Minute mobil ist.
  • Medien
    Meinen Mediensammlung war jetzt ein kleines Problem, weil des MacBook ja a) nicht erweiterbar ist und b) keine Ausgänge für zwei Bildschirme hat. Ich hatte erst auf einen neuen Mac Mini gehofft, der am Dienstag vorgestellt wurde, aber da der ja erstens auf sich warten ließ und zweitens überhaupt nicht sicher war, ob er jetzt zwei Bildschirmausgänge haben würde oder nicht, habe ich mich für einen dedizierten Home-Media-Server entschieden. Dieser sollte in ein schmuckes Gehäuse kommen, fernbedienbar sein, am Besten lautlos und ständig mit Fernseher und Soundanlage verbunden sein. Was ich mir da am Ende zusammengebaut habe, und wie es jetzt funktioniert – dazu in einem späteren Artikel mehr. Grundsätzlich gefiehl mir diese Lösung auch sehr gut, weil ich – obwohl das MacBook dank nVidia Grafik sogar für Warhammer reicht – auch die Option habe eine zusätzliche Grafikkarte zu installieren, damit der Rechner auch genügend Power hat, aktuelle Spiele flüssig – und dann sogar auf dem Fernseher – darzustellen.
  • Spielen
    Wie bereits gesagt, liefert das MacBook im Moment für meinen PC-Spiele Bedarf genügend Power und sollte es mal nicht mehr reichen, kann ich mit dem Kauf einer Grafikkarte den Home-Media-Server oder auch HTPC blitzschnell umrüsten und damit zum “GamerPC” machen. Irgendwas fehlte aber doch noch und – der aufmerksame Leser hat es sicher gemerkt – was ist jetzt mit Bluray? Da Corinna leider eher ein Spielemuffel ist – zumindest was PC-Spiele angeht – ich sie aber mit der Wii doch in gewisser Weise von einem netten Spiel zu zweit (”Ich will noch mal >Finde den Mii< spielen…”) überzeugen konnte, hatte ich den Gedanken Konsole noch mal aufleben lassen. Da mich die Wii grafisch ja schon enttäuscht hatte, kamen nur noch X-Box 360 oder Playstation 3 in Frage, wobei die Wahl nach kurzer Recherche bezüglich Grafikleistung, Spielen, Konzept und letztlich auch Frauentauglichkeit auf die Playstation 3 viel. Außerdem hatte ich dank des integrierten Bluray Players damit auch dieses “Problem” erschlagen und…

… damit meine neue Wohnung ideal ausgestattet. Die Kosten sind durch den Verkauf des Mac Pro mehr als gedeckt und der Convenience-Faktor ist zudem gestiegen. Ich bin zufrieden und wer mir nacheifern will, für den stelle ich in naher Zukunft weitere Beiträge über den Aufbau des Home-Media-Servers online.