Mutiplayer Ping Pong (Artwork von Elektro von photocase.de)
… kann man bald auf seinem iPhone spielen. Also sofern man jemanden kennt, der auch eins hat, denn bald erscheint Multiplayer Ping Pong im iPhone App Store. Ja, ich habe es schon wieder getan. Diesmal handelt es sich allerdings nicht um eine Datensammlungs-Applikation wie Tanken und Fitness Diary sondern um ein richtig echtes Spiel. Gut, es ist jetzt nicht ganz so komplex wie World of Warcraft macht dafür aber genauso süchtig. Wie bisher jedes Mal ist auch dieses Spiel aus der Idee es selbst (in sterbenslangweiligen, hier nicht näher genannten, im nächsten Semester zu hörenden Vorlesungen) zu benutzen entstanden.
Es geht dabei übrigens – wie der Name schon sagt – um den Spieleklassiker Pong, dessen Name aber vermutlich geschützt ist, deshalb heißt es Ping Pong. Da die schöpferische Höhe einen (viereckigen) Ball von einem Balken zum anderen zu kicken nicht sonderlich hoch ist, betrachte ich das Ganze nicht als Verletzung eines Patents (falls es sowas gibt) und hoffe Atari sieht das genauso. Das coole an meiner Version ist natürlich der Multiplayer-Part, der es ermöglicht mit zwei Geräten per Bluetooth den “Ball” sowie seine Position und dessen Bewegungsvektor (ups, hab ich jetzt schon die Implementierungsdetails verraten?! ) an das andere Gerät zu verschicken. Legt man zwei iPhone aneinander sieht es dabei so aus, als würde der Ball von einem Display ins andere “fliegen”. Ziemlich cool…
In einem Anfall von Altruismus habe ich dann beschlossen, dass auch der Rest der Welt an diesem Spaß teilhaben sollte und so ist das Ganze vor zwei Tagen im App Store gelandet. Also nicht direkt, vielmehr im endlosen Apple Review Prozess. Mit der Veröffentlichung kann man also in gut zwei Wochen rechnen, wobei ich hoffe, Ende August die erste Auszahlung meiner App-Store Verdienste beantragen zu können. Ob das gut läuft werde ich dann berichten. Genauso natürlich sobald Multiplayer Ping Pong im Store landet.
Bis dahin bin ich erstmal noch mit dem Praktikum beschäftigt und der völlig unbürokratischen (Obacht: Ironie…) Anmeldung meiner Bachelorarbeit.
… scheint arg im Kommen zu sein. Dabei geht es darum, Spiele nicht mit althergebrachten Controllern oder gar einer Tastatur zu spielen, sondern um die Übersetzung einer “echten” Bewegung in ein beliebiges Spiel. Dabei denkt man natürlich sofort an die Wii und Nintendos bekanntes Wii Sports-Paket. Aber auch die Playstation 3 verfügt mit dem “Sixaxis”-Controller bereits über ein – zwar viel weniger ausgeprägtes aber dennoch vorhandenes – Konzept, wobei ein Beschleunigungssensor im Controller dessen Position relativ zur Erdoberfläche bestimmen kann.
Ich mache viel Spaß, koste für meine (schlechte) Leistung aber viel zu viel.
Als ich mir vor etwa anderthalb Jahren eine Wii zugelegt habe, war mir klar, dass man nicht alles haben kann. Entweder das innovative Bedienkonzept selbiger Konsole oder die Grafikleistung und Rechenleistung bzw. Media-Möglichkeiten der X-Box 360 bzw. der Playstation 3. Bereits damals hatte ich mir gewünscht, dass eine der letzten Konsolen auch eine derartige Steuerung anbieten würden, damit man letztlich doch beides hätte. Bedienkonzept und Grafik. Letztlich habe ich mich doch für die Wii entschieden, weil mich das Konzept einfach fasziniert hat, außerdem halte bzw. hielt ich die Konsole für wesentlich “Frauentauglicher” und – auf Englisch würde man sagen – “more social”. Letzteres, weil meine Recherche damals ergab, dass die Menge der Koop-Spiele, also solche die man gemeinsam spielen kann und zwar optimalerweise miteinander (hier auch wieder das Frauentauglichekeitsargument: “Du gewinnst immer!”, “Ich bin nie Erste!”, “Du bist viel besser als ich!” [Hinweis der Redaktion: Für eventuelle Vorurteile des Verfassers möchten wir uns entschuldigen.]). Ein weiterer Faktor war die “Einfach mal kurz spielen”-Sache: Da die Spiele eher für den sogenannten Casual-Markt entwickelt werden, also nicht für “Hardcore”-Gamer sondern eher für Leute, die halt einfach mal ein bisschen Spielen wollen und zu letzteren zähle ich mich übrigens auch (zumindest meistens), kam die Wii eher für mich in Frage.
Am Anfang war das ganz auch sehr nett. Wii-Sports und Wii-Play machen wirklich Spaß, aber irgendwann sehnt man sich dann auch nach etwas neuem. Ich schätze der Spielemarkt hat sich inzwischen etwas weiterentwickelt, aber damals habe ich festgestellt, dass es sooo tolle Spiele dann doch nicht gab. Ich hatte noch Zelda und Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen, wobei ersteres nett war aber letzteres – wenn gleich mit gewissem Spaß verbunden – eher für Muskelkater verantwortlich war, als reine Spielfreude. Was mich aber bereits nach kurzer Zeit wirklich gestört hat, war die Grafik. Auch wenn ich mir vorher gesagt hatte, “hey, wenn du was mit cooler Grafik spielen willst, dann nimmst du halt den PC”, ich persönlich finde ich die Grafik der Wii mehr als bescheiden. Insbesondere für ihren Preis. SD Auflösung ohne Anti-Aliasing sieht auf 40” 1080p nativ einfach blöd aus.
Ich werde die Wii 2.0
Die Wii musste also wieder weichen. Vor kurzer Zeit kam dann ja Wii Fit raus, wobei mich da das Bedienkonzept wiederum interessiert hat und ich fast in Versuchung geraten wäre wieder eine zu kaufen, aber nun wo die E3-Pressekonferenzen vorbei sind, bin ich sicher, dass ich auf den PS3 Motion-Controller warten werde. Warum. Nun 1. weil ich bereits eine Playstation 3 besitze und zweitens, weil das genau das war/ist, was ich von Anfang an wollte. Eine PS3 mit Wii Bedienung. Übrigens, die PS3, die ich dann ja gekauft habe, hat mich Grafik wesentlich stärker überzeugt und bei machen Szenen (z.B. von Uncharted) habe ich schon mal “wow” gedacht, obwohl ich auch auch Crysis auf dem PC gespielt habe. Abgesehen davon, machen viele der Spiele einen durchaus hochwertigeren Eindruck. Beispielsweise was Sprachausgabe angeht, wo Zelda mit zu lesendem Text ankommt, haben auf der PS3 fast alle Spiele eine deutsche Synchronisation und das meist noch in Dolby Digital oder gar DTS. Signifikant besser also. Was ich als Gelegenheitsspieler allerdings moniere ist die wesentlich schwierigere Steuerung vieler Spiele im Vergleich zur Wii. Aber man kann ja lernen …
Zurück zum Konzept Motion Based Gaming und der E3. Sowohl Microsoft als auch Nintendo als auch Sony haben dort in ihren Pressekonferenzen neue Konzepte zu eben diesem Thema vorgestellt:
Nintendo mit einer Erweiterung der Wii Mote “Motion Plus”.
Dazu ein weiterer Trailer des Spiels Red Steel 2.
Insgesamt sieht das Konzept wie eine konsequente Weiterentwicklung der Steuerung der Wii aus. Der bereits oben genannte Nachteil der Grafik- und Hardwareleistung bleibt allerdings bestehen. Insbesondere ist das Innovationspotential der Technologie nicht sonderlich hoch, da die Wii ja bereits hauptsächlich per Bewegung zu steuern ist. Andererseits wird hier ein fertiges Produkt, kein Prototyp gezeigt, der bereits in den nächsten Monaten in den Handel kommt.
Ein wesentlich größeres Innovationspotential bietet Microsofts “Natal Project”.
Eine Kamera mit Tiefenmesser soll hier genauer als je zuvor die Bewegung eines menschlichen Körpers tracken und in das jeweilige Spiel umsetzen. Der Trailer und auch die gezeigte Tech-Demo wirken dabei erstmal beeindruckend. Beim zweiten Nachdenken glaube ich aber, dass sich die Technologie nicht durchsetzen wird. Warum? Aus zwei Gründen. Erstens: So gut kann das nicht funktionieren. Ja, ich weiß, das ist nur Skepsis, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass insbesondere die Spracherkennung derart gut funktioniert, dass man bei einem Spiel wie Buzz die Antwort sagen kann und diese dann korrekt erkannt wird. Wie doof wäre es, wenn man die richtige Antwort sagt, aber eine falsche “gehört” wird. Sowas kann den ganzen Abend verderben. Warum glaube ich nicht, dass das so gut funktionieren kann? Weil die Technologie einfach noch nicht soweit ist, wenn es bereits vernünftig funktionierende Spracherkennung für Computersysteme gäbe – man schaue sich nur mal die Vista Spracherkennung an – könnte ich mir sowas vorstellen, wobei immer noch die Herausforderung des Aufnehmen eines ganzen Wohnzimmers bleibt. Aber so glaube ich das erst, wenn ich es selbst ausprobiert habe. Ganz zu schweigen übrigens davon, dass man den Spaß ja auch für Deutsch, Französisch und alle anderen Sprachen der Länder in denen die X-Box vertrieben wird, anpassen muss. Zur Bilderkennung und dem Tiefensensor weiß ich nicht so recht, wie gut das funktionieren kann, wenn eine ganze Familie in gut 4 Meter Entfernung vor dem Bildschirm sitzt. Die Kamera müsste dabei schon eine verteufelt hohe Auflösung haben.
Zweitens: (Die Frage war, warum scheitert die Technologie – für die unkonzentrierten Leser.) Man bracht was für die Hand. Ganz einfach, stellt euch vor, ihr sitzt vor dem Fernsehr und spielt einen First Person Shooter (Killerspiele-Alarm!), wie dumm kommt man sich wohl vor, wenn man – wie aus alten Kindertagen – seine Hand zu einer “Pistole” formen soll und den Abschuss durch ein lautes, spracherkanntes “Peng!” initiiert. Na ja. Ähnlich komisch kommt mir die Buzz-Werbung im Video vor, wo man seine Faust in die Hand schlagen soll – also zum buzzern. Interessant hingegen finde ich den Tony Hawk und den Steetfighter oder was immer das für ein Spiel sein soll – Teil. Allerdings scheint es mir für Spieler gewisser Statur schwierig seinen Gegner mit einem Roundhouse-Kick zu finishen, wobei X-Kreis-Viereck-Zurück-Vor-Zurück-L1-L1 selbiges mit wesentlich weniger Bänderriss- und Knochenbruchgefahr tun würde. Andrerseits würden Spieler dann sicher bald von den eher beleibteren Persönlichkeiten zu den waschbrettbauchigen gehören. Netter Nebeneffekt. (Im Flirt-Chat: Sie: “Was ist denn dein Natal-Lieblingsspiel?” Er: “Street Fighter” Sie (denkt): Rrrrrrr.) Aber wie gesagt, aus diesen Gründen denke ich, dass die Technologie zwar ein bewunders- und sicher lobenswerter Ansatz ist, aber vermutlich scheitern wird.
Mein Favorit: Der Sony Motion Controller.
Auf den ersten Blick wirkt die Technologie wenig innovativ und erinnert vor allem an die Wii-Steuerung. Dennoch scheint mir dies die beste der vorgestellten Technologien zu sein,weil man 1. was in der Hand hat (siehe Natal-Kritik) und 2. das Konzept wesentlich akkurater zu funktionieren scheint als die Wii-Technologie. Offenbar kann auch dieses Gerät die Position im Raum relativ zur Erdoberfläche aber auch relativ zur Kamera bestimmen, ich weiß nicht ob Motion Plus der Wii auch diese Tiefenerkennung leisten kann, ich glaube aber nicht. Beeindruckend ist meiner Meinung nach außerdem, dass das Videobild, das die Kamera aufzeichnet, nahezu verzögerungsfrei mit 3D-Overlay Elementen belegt werden kann. Würde man die Kamera z.B. seitlich aufstellen, könnte man im eigenen Wohnzimmer einen Lichtschwert-Kampf gegen Darth Vader führen und sich selbst dabei im Fernseher betrachten. Gerade auch die Demo des Schwert-Schildkampfs lässt Erinnerungen an die Zelda “Schüttle den Controller um zu schlagen”-Mechanik aufkommen und zeigt welche starken Verbesserungen hier erzielt wurden.
Insgesamt scheint mir die Playstation Motion Controller Technologie eine konsequente Weiterführung der Wii-Idee zu sein allerdings mit dem Vorteil eine “echte” Next-Gen Konsole mit anständiger Leistung zur Verfügung zu haben, was bei mir – den Gedanken an Darth Vader weiterspinnend – einen immensen Zusammen-mit-der-nächsten-Version-von-Jedi-Knight-haben-will-Effekt auslöst. Ich bin gespannt, wann die Technologie marktreif ist und freue mich schon jetzt darauf, bald eine Next-Generation-Wii von Sony zu besitzen.
Zur Stunde gucke ich auf gamespot.com, während ich inverse Vektoriterationen berechne, die Pressekonferenz von Sony auf der E3. Dort wurde, wenn auch schon vorher bekannt, gerade die PSP go vorgestellt. Diese neue kleinere Version von Sony’s mobiler Spielekonsole bzw. Handheld verzichtet auf das von Sony vormals verwendete UMD Mediaformat, bei dem Spiele auf seperaten Datenträgern erworben werden konnten. Das Gerät verfügt über 16 GB Speicherplatz und ist – wie schon die “alte” PSP – als Spielekonsole mit mobilem Mediazugriff (a.k.a. MP3, Video-Player) positioniert.
Durch den Wegfall von UMD liegt der Vergleich mit dem iPod touch nahe, der – betrachtet man die Fernsehwerbung – von Apple auch eher als mobile Spielekonsole positioniert wird wobei der Namesteil “iPod” in “iPod touch” ja bereits ausreichend die “Medienkompetenz” des Geräts betont.
Derzeit muss man allerdings sagen, dass dem iPod mindestens zweieinhalb Voraussetzungen fehlen um tatsächlich den Markt der PSP direkt anzugreifen.
1. Grafik und Sound-Hardware: Der iPod bietet zwar für ein mobiles nicht-100%-Gamekonsolengerät eine sehr gute Grafikleistung, um aber an die Grafik der PSP heranzutreten wäre hier doch noch ein deutliches Update nötig. Ich kenne mich auf dem Chipmarkt nicht aus, aber die PSP-Hardware ist auch bereits 5 Jahre alt und ich denke, durch ein Upgrade der Grafikhardware könnte man die PSP hier sogar noch überflügeln. Vom Nintendo DS ganz zu schweigen. Gut wäre auch ein Sound-Upgrade, die PSP bietet hier sehr überzeugenden Stereo-Klang, der iPod touch nur einen “Quäker”-Lautsprecher.
2. Steuerungshardware: So gut viele der bereits veröffentlichten Spiele sich mit dem Motionsensor spielen lassen oder ein “digitales” Touchpad auf dem Screen umgesetzt wurde, so richtig gut spielen kann man einfach nicht – ohne “echte” Buttons. Zumindest ein digitales Steuerkreuz und vielleicht sogar einen analogen Controller sollte es dafür geben.
2 1/2. Software: Obwohl einige der großen Entwickler bereits auf den Zug aufgesprungen sind, beispielsweise SEGA oder EA, macht doch die Software die Hardware erst nutzenswert. Dies ist allerdings nur ein halber Punkt, erstens weil es wie gesagt bereits jede Menge Spiele für das Gerät gibt, zweitens, weil – sollte 1. und 2. umgesetzt werden, dieser Punkt sicher sehr schnell wegfallen würde.
Stellen wir uns also folgendes vor. Apple erneuert den iPod touch mit entsprechend stärkerer Hardware und ergänzt das Gerät z.B. mit einem optionalen Gamecontrollerzubehör. Durch die einfach zu programmierende OpenGL Basisplattform und das lukrative Geschäftsmodell könnte ich vorstellen, dass in kürzester Zeit nicht nur die großen Spieleentwickler gleichwertige oder sogar höherwertige Spiele für diese Plattform herstellen würden, der iPod touch würde auch von den jetzt schon vorhandenen vielen kleinen unabhängigen Entwicklern profitieren. Abgesehen davon, stehen für den iPod touch immer noch alle anderen App Store Anwendungen zur Verfügung, genauso wie der iTunes Wireless Store und würde damit – zumindest in meinen Augen – selbigen zu einem wesentlich besseren Gerät machen, als es die PSP go es nun ist.
Geht man noch einen Schritt weiter, kann natürlich auch beides in das iPhone gebaut werden. Damit würde das Gerät zum ultimativen “Digital Life Companion” werden und sich durch GPS Navigation, Gameconsole und mobiles Internet sehr schnell “amortisiert” haben – selbst bei einem etwas höheren Preis und der (Zwangs-)Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag.
Ich denke mit dem nun wohl bald erscheinenden iPhone “4G”, wie immer es dann heißen mag, wird ein derartiges Update noch nicht angedacht oder zumindest umgesetzt sein. Für die Aktualisierung des iPod touch, die wohl dann im September anstehen würde, könnte ich mir diese Schritte aber durchaus vorstellen. Was Apple tatsächlich aus dem Hut zaubert, wird sich dann zeigen – ich für meinen Teil würde für sowas durchaus mein hart verdientes Geld ausgeben.
Ich habe heute Abend spontan beschlossen mal ein wieder ein PS3 Spiel auszuleihen. In Antizipation des nahenden Blu-Ray Releases von Quantum of Solace habe ich mich also für selbiges Spiel entschieden (nachdem HAWX ausgeliehen war, das hätte mich nach der vielversprechenden Demo auch interessiert). Nachdem ich nun die (mich nicht als süchtig deklarierenden) 2 Stunden und 59 Minuten gespielt habe, – okay in Wirklichkeit habe ich etwa 4 Stunden gespielt, aber ich habe ja auch nicht “vorm Rechner” sondern “vorm Fernseher” gesessen -, muss ich sagen, dass das Spiel doch ganz nett ist. Bond und M (aka Daniel Craig und Judi Dench) haben haben sogar die Originalsynchonstimmen. Interessanterweise war aber offenbar entweder die Bezahlung schlechter oder die Motivation geringer, da die Dialoge – auch wenn sie nett anzuhören sind – im Film mit wesentlich mehr Elan gesprochen werden. Noch viel faszinierender ist, dass das Spiel, okay irgendwie muss das ja sein, denn im Film schießt sich Bond ja nicht durch Gegnerhorden, einige Szenen doch etwas uminterpretiert. Den Einstieg fand ich sehr gelungen, der zeigt nämlich was zwischen Casino Royale und Quantum of Solace passiert (oder passieren soll…), danach kam mir die ein oder andere Stelle doch etwas komisch/anders als im Film vor. Insgesamt ist das ganze eine Mischung aus Quantum of Solace und Casino Royale, da man auch aus letzterem Film einige Missionen nachspielt. Grafisch ist das Spiel keine Offenbarung, es ist jetzt nicht schlecht, aber es haut einen auch nicht vom Hocker – abgesehen davon unterstützt es auch nur 720p (igitt…). Mich erinnerte das ganze an das Spiel zu Golden Eye, das ich mal versucht habe, auf einem Nintendo 64-Emulator zum Laufen zu kriegen. War allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Alles in allem würde ich sagen, nett aber nicht umwerfend. Ob ich es kaufen würde, weiß ich aber nicht, da ich jetzt scheinbar bereits die Hälfte des Spiels abgeschlossen habe und mit noch nem Tag ausleihen wohl durchkomme. Dazu muss man sagen, dass ich a) kein Berufsspieler bin und b) mich erstmal mit der Ego-Perspektive und der Steuerung mit 2 Analogsticks anfreunden musste: gewöhnungsbedürftig aber okay.
Was ich übrigens generell an den Playstation 3-Spielen liebe, ist der 3D Ton, der in Echtzeit in einen Dolby Digital oder – was ich noch ausgezeichneter finde (z.B. bei Uncharted, dazu später mehr) – DTS Stream verpackt und über den Receiver ausgegeben werden kann. Gerade bei Spielen wo man sich fragt, von wo jetzt gerade die Schüsse kamen oder wo sich der Gegner versteckt, wirklich klasse. Im Online-Modus übrigens fast schon ein bisschen unfair .
Um meinen bisherigen Erfolg in geeigneter Form zu evaluieren, werde ich jetzt noch mal Casino Royale gucken. Mal schauen ob Daniel Craig genauso cool als Bond ist, wie ich – oder so … Übrigens, wo wir gerade beim Thema sind, auch wenn ich Craigs Bond Interpretation sehr schätze und Casino Royale für einen ausgezeichneten Film halte, meine endgültige Meinung zu Quantum of Solace steht noch aus, wäre mein Favorit für 007 Clive Owen gewesen.
Bis zu drei Stunden jeden Tag sitzen sie vor dem Rechner und zocken: Allein unter deutschen Neuntklässlern gibt es nach SPIEGEL-Informationen mehr als 14.000 Jugendliche, die computerspielsüchtig sind. Mehr als 23.000 weitere Teenager gelten als stark gefährdet.
Erst hab ich mich über das “bis zu 3 Stunden” gewundert aber dann hab ich das “Schüler” gelesen. Puh, ich dachte schon, ich wäre unnormal.
PS: Nun werden die Risikospiele genannt (SPON). Na, wer von euch spielt Far Cry 2?
Wie Roland treffend beschreibt, beginnt nun die Hexenjagt. Nach dem Amoklauf gestern wird nun natürlich nach Gründen gesucht und erneut geraten brutale Computerspiele in die Diskussion. In den nächsten Wochen darf man sich also auf vermutlich meist unfundierte Aussagen diverser Politiker freuen, vielleicht sogar als Wahlkampf-Thema.
Ich will nichts beschönigen, aber gestern Abend kam im Radio die Aussage der Junge hätte “häufig dunkle Klamotten getragen” und auf seinem Computer seien sowohl “Killerspiele” als auch “Pornobilder” gefunden worden. Die Korrelation liegt auf der Hand, besonders Menschen mit dunklen Klamotten, sind sicher Risikokandidaten.
Interessant fände ich psychologisch fundierte und anerkannte Studien zum Thema Aggression und Computerspiele. Nach einer schnellen Google-Suche habe ich nämlich die unterschiedlichsten Aussagen gefunden.
Mehr bei Google (”studie computerspiele aggression”)
Die Meinung scheint also geteilt zu sein, aber letztlich denke ich ist die ganze Diskussion sowieso hinfällig, da Computerspiele mit brutalem Inhalt mit Sicherheit nicht nach internationalem Recht verboten werden. Ich würde behaupten, die meisten Jugendlichen – offenbar auch Tim K. (komisch, im Radio wurde sein Nachname noch gesagt…) – haben diese Spiele nicht gekauft sondern als Raubkopieren sonstwo her. “Counter Strike” beispielsweise, nicht dass ich das toll fände, wird ja immer als Paradebeispiel herangezogen ist ab 18 Jahren und hätte damit von Tim K. gar nicht gekauft werden können. Verantwortungsbewusste Verkäufer vorausgesetzt. Ein Verbot von FSK18 Spielen in Deutschland hätte vermutlich nur zur Folge, dass sich Erwachsene über selbiges ärgern und die Jugendlichen weiter ihre gebrannten Spiele spielen. Ich denke Kritik haben im wesentlichen die Eltern verdient, die nicht anständig darauf achten mit was ihre Kinder ihre Freizeit verbringen. (Update: Konsens. (SPON))
Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Politik in den nächsten Tagen und Wochen so anbietet. Falls übrigens jemand Psychologe ist und “die” Studie zum Thema kennt, würde ich mich über Hinweise freuen.