Mit ‘star trek’ getaggte Artikel

Star Trek Begins (oder Ends?!)

Freitag, 29. Mai 2009

Via Twitter bereits angekündigt, habe ich mir gestern (Update: Vor einigen Wochen…) Abend den neuen Star Trek Film, “Star Trek”, angesehen. Ich muss zugeben, dass ich nach den Trailern etwas skeptisch und voreingenommen war aber ich habe dann versucht den Film als solchen erstmal vorbehaltlos zu genießen akzeptieren.

Leider fällt meine Bilanz genauso wenig positiv aus, wie die von Rangoo. Um mich im Rahmen dieses Artikels in die richtige Rage schreiben zu können, muss ich jedoch einiges verraten, dass einem die noch verbleibende Freude des Films gänzlich nehmen würde a.k.a. Spoiler. Der folgende Text ist daher für Menschen, die den Film selbst noch nicht gesehen haben nicht zu empfehlen. (weiterlesen…)

iTunes Rentals: It just doesn’t work.

Montag, 27. April 2009

Wer hätte es gedacht, dass ich bei dem ganzen Apple-Fanb0iism einmal einen Artikel schreibe, in dem ich mich über diesen meinen Lieblingscomputerhersteller aufrege. Nun ist es aber so weit.

Seit kurzem bietet Apple im deutschen iTunes Store auch Filme an. Bisher konnte man dort nur Musik und Fernsehserien käuflich und in digitaler Form erwerben, nun eben auch Spielfilme. Das Angebot ist ziemlich reichhaltig wobei ein Film zwischen 7,99 Euro und 14,99 Euro (soweit ich weiß) kostet. Er kommt dann, wie sich herausstellt in angenehm guter SD-Qualität mit Auflösungen von 720 oder mehr Pixeln in der Breite.

(So, nun folgt wieder ein gedanklicher Exkurs:) Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass die Angabe bei HD-Filmen 1080p und 720p überhaupt gar keinen Sinn macht? Diese Angabe beschreibt nämlich die Zeilen in Pixel in der der Film aufgelöst ist, leider kann man diese ziemlich schlecht angeben, weil manche Filme in 16:9, manche in 21:9 und wieder andere noch ganz anders gedreht wurden. Sprich, sehr viele Filme haben ein unterschiedliches Seitenverhältnis. Würde man sagen, ein 21:9 Film muss auf jeden Fall 1080 Pixel hoch sein, dann wäre die Breite 2520 Pixel, damit das Bild nicht verzerrt würde. Blöd nur, dass ein ein 1080p Fernseher nur 1920 Pixel in der Breite hat. Damit man trotzdem das ganze Bild sieht, nimmt man jetzt also die Breite 1920 und passt die Höhe entsprechend mit schwarzen Balken an. Ein 21:9 Film hat also in der 1080p Version nur etwa 823 Pixel in der Vertikalen. Bei 720p ist es genauso. Wer hat sich also diesen Unfug ausgedacht? Warum konnte man das ganze nicht 1920p und 1280p nennen? Das hätte viel mehr Sinn gemacht! Pfuscher!

(Okay, zurück zum eigentlichen Artikel:) Auf jeden Fall kann sich jetzt diese Filme kaufen und sie sind in guter Qualität, entsprechen in etwa DVD Standard. Tonmäßig ist bei den meisten Filmen eine Englische und eine Deutsche Tonspur (in AAC Stereo, u.U. Dolby Surround, also 2.1) dabei, wobei trotteligerweise bei meinem Testfilm die Englische Standard war. Manchmal ist auch eine Dolby Digital Tonspur dabei (AC3 5.1), die aber erstens im MP4 Standard gar nicht möglich ist (Hacks!) und zweitens auf meinem Testrechner trotz optischen Digitalausgang nicht abgespielt werden konnte. Außerdem sind Kapitelmarkierungen vorhanden und der Film scheint in Baseline Level 3.0 h264 encodiert zu sein, denn das iPhone und wohl auch die neuen iPods können die Filme abspielen. Die Kehrseite der Medaille ist das DRM. Ein Film wird über einen iTunes Account gekauft und kann dann (wegen FairPlay) nur auf den Rechnern abgespielt werden, die auch mit diesem Account aktiviert sind. Fröhliches Filmeverteilen bleibt also nicht nur verboten sondern auch technisch nicht möglich.

iTunes Movies

Worauf ich aber nun hinauswollte sind die iTunes Rentals. Also die Leihfilme. Mit den Kauffilmen hat auch das Leihangebot von iTunes gestartet (Newsmeldung bei fscklog.com), dabei kann man Filme je nach Neuheitsgrad für 2,99 oder 3,99 Euro ausleihen und dann nach dem ersten Start für 48 Stunden gucken. Die Konditionen entsprechen dabei etwa denen einer DVD-Videothek (in meiner Stammvideothek kostet ein Film z.B. 1,50 pro Tag, bei 2 Tagen also 3 Euro). Das Nette daran ist jetzt, dass man ja ganz spontan abends mal sagen kann, hey warum nicht noch nen Film ausleihen ohne noch groß in die Videothek fahren und am nächsten Tag den Film auch noch wieder zurückbringen zu müssen.

So dachte ich auch gestern, als mir Star Trek IV ausleihen wollte. 2,99 Euro kostet der Spaß (brutto für mich 1,50, wegen der genialen Media Mark Buy 1 Get 1 Free-iTunes-Gutscheine-Aktion) und gestartet werden kann normalerweise schon wenige Sekunden nach Download-Beginn (der Rest wird nachgeladen).

Star Trek IV

Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart

Was funktioniert jetzt nicht? Na ja, voller Vorfreude und mit warmem Essen auf dem Tisch, startete ich den Film und lies mich bei iTunes authentifizieren (das ist wohl vor jedem Start nötig). Danach folgte ein schwarzer Bildschirm ohne Ton. Die Zeitleiste war da, die Kapitel hatten Bildchen aber der ganze Film war einfach schwarz und ohne Ton. Klasse. Neustart. Nichts gebracht. Ein bisschen gegooglt und dabei auf diesen Thread “Movie Rentals: Grey Screen and no sound. ..” von 18. Januar 2008 (ja, 2008) gestoßen, wo Jemand – oder besser Viele – genau das gleiche Problem haben. Dieses Problem ist also seit mehr als einem Jahr bekannt und trotzdem tritt es noch auf? Hallo? Apple? Qualität? It just works? Offenbar nicht. Ich bin erschüttert.

Also, eine Lösung habe ich nicht gefunden. Nun wird’s aber noch besser. Irgendwer hat in dem Thread geschrieben, er hätte den Film auf sein iPhone kopiert und dort lief er dann komischerweise. Also hab ich das auch gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass es ein tolles neues Menü in iTunes gibt, um die Ausleihfilme auf das Gerät zu VERSCHIEBEN. Ja, verschieben. Es ist also nicht möglich die digitale Datei sowohl auf dem Rechner zu behalten, als auch auf das iPhone zu kopieren, nein, die Datei muss verschoben werden und damit auf dem Rechner gelöscht. Was soll denn das? Ich hätte mir doch auch vorher manuell eine Kopie machen können und abgesehen davon, welchem Zweck dient das? Damit sich nicht 2 Leute unabhängig voneinander den Film ansehen können, einer auf dem Computer, einer auf dem iPhone? Mal abgesehen davon, dass die Idee völlig abstrus ist, selbst wenn – was spricht dagegen, wenn beides mit dem gleichen iTunes Account aktiviert wurde.

Wie dem auch sei, tatsächlich funktionierte der Film auf dem iPhone, war allerdings – auch wenn’s im Bett gemütlicher war als auf dem Sofa – kein sonderliches Vergnügen, den Film auf dem 36,5” kleineren Bildschirm als im Wohnzimmer zu gucken. Nun will ich heute Morgen den Film zurück VERSCHIEBEN (Autsch!), um die Sache noch mal genauer zu untersuchen, da sagt mir iTunes mitten im Verschieben-Prozess, es sei keine Verbindung zum iTunes Store möglich und das Verschieben sei deshalb abgebrochen worden. Ich klicke also noch mal auf Synchronisieren ohne zu Verschieben, da sagt mir iTunes, mein iPhone könnte nicht mehr synchronisiert werden (Fehler-50). Klasse.

Nächster Versuch. iTunes schließen, iPhone trennen, iTunes starten, iPhone anschließen. Unter dem “Übertragenen” Menü steht sogar, dass man für das Übertragen eine Internetverbindung braucht. Okay, Synchronisation geht wieder, und den Film zurückbewegen auch. Gerade rechtzeitig, bevor die Aluminium-Rolle die Erde verdampft hätte…

Was bleibt also zu sagen? User Experience obwohl Apples Paradedisziplin – nada. Schade, denn gerade der Vorteil – einfach mal spontan einen Leihfilm besorgen – fällt damit irgendwie weg, wenn man sich nicht sicher sein kann, dass man ihn dann auch abspielen kann. Es ist ja klar, dass Leihfilme irgendeine Form von DRM haben müssen, aber dann doch bitte eines in Apples sonstiger “It just works”-Manier.

Star Trek und Seneca

Mittwoch, 01. April 2009
Senecabüste (Quelle: Calidius, Wikipedia.) 

 

Senecabüste (Quelle: Calidius, Wikipedia.)

Nachdem ich in den letzten Tagen ein asketisches Leben geführt hatte, dessen Tagesablauf daraus bestand mit geschätzte 1000 Folien ins Hirn zu prügeln für’s Leben zu lernen. – Übrigens (ich schweife schon wieder ab, und diesmal merke ich das gleich nach dem ersten Wort, toll, oder … egal.): Der (insbesondere von Lateinlehrern geliebte) Ausspruch: Man lernt für’s Leben und nicht für die Schule, geht auf einen argen (6, setzen.) Übersetzungsfehler zurück. Im Original heißt es nach Seneca in seinen Epistulae morales (hab ich meine Facharbeit drüber geschrieben) “Non vitae sed scholae discimus.” Was genau das Gegenteil bedeutet, nämlich: “Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.” (Man Beachte den antithetischen Beginn, der die parallelistische Gegenüberstellung in besonderer Weise Dramatik verleiht. Ach, Schule, das waren noch Zeiten…). Zum Ausdruck wird in diesem Ausspruch eine Kritik am römischen Philosophie-Schulwesen gebracht, die ich gern in der sechsten Klasse meiner Lehrerin an den Kopf geworfen hätte, als ich zu Hause die verschiedenen Mägen der Kuh auswendig lernen musste.

Okay, wie dem auch sei. Jetzt habe ich schon wieder intensiv von meiner Position als VP of Schwafel gebrauch gemacht. Wo war ich denn, ach ja. Das asketische Leben, fast so wie die Kyniker… Aber lassen wir das, sonst werde ich noch zum VP of Klugscheiß degradiert. Auf jeden Fall, wollte ich meinen Blog-Artikel eigentlich mit einer Referenz auf Roland beginnen, der sich unlängst den Trailer zu Star Trek Begins XI aka Star Trek angesehen hat. Als alter Star Trek-Fan – Übrigens: ich hatte man mit einem Freund eine eigenen Star Trek-Fanseite und zwar mit selbstgeschriebenem Content-Management System im LCARS-Look und Feel. Bei einer entsprechenden

LCARSnet (von gtjlcars.de, die uns freundlicherweise verlinkt hatten)

LCARSnet (von gtjlcars.de, die uns freundlicherweise verlinkt hatten)

Google-Suche habe ich sogar noch einen Screenshot gefunden. Also auf jeden Fall bin ich froh, dass jemand den Trailer ähnlich Kritisch betrachtet wie ich selbst. Ich hatte ihn schon vor einiger Zeit in Englisch gesehen und hatte mich insbesondere darüber gewundert, aus welchem Grund der junge James T. Kirk in einem alten was-auch-immer Sportwagen von einem Roboter(?)-Polizisten gejagt auf eine Klippe zu rast und dann in letzer Sekunde in bester Mission: Impossible II Manier in Bullet-Time rausspringt. Nicht, dass das nicht effektreich wäre und irgendwie auch eindrucksvoll aussieht, die Frage nach dem Warum bleibt aber irgendwie. Auch das, wie soll ich sagen, Look und Feel des Raumschiff-Interieurs scheint mir so gar nicht zu Star Trek zu passen. Klar ist natürlich, dass man jetzt nicht die 60er Jahre-Leuchtknopf-Konsolen verwenden kann, aber dafür eine so große Inkonsistenz zu schaffen. Ich weiß ja nicht, aber man soll nicht zu voreingenommen sein.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte kann dies (in HD) auf der apple.com/trailers (Direktlink) Seite tun. Wer kein Quicktime hat, muss zur Strafe selbst bei YouTube suchen (oder auf Rolands-Beitrag gehen, der hat’s verlinkt).

Eigentlich hatte dieser Beitrag übrigens den Titel “April, April … ähh ne … Aquarium (fängt aber auch mit A an)”, da ich aber nun schon wieder so viel geschrieben habe, allerdings nichts über April und auch nichts über Aquarien benenne ich ihn flux um, und verfasse meine Weisheiten zu diesen Themen in einem separaten Artikel.

PS: Der Klempner, der letzte Woche bereits 4 Stunden lang versucht hat meine Toilette abzudichten, war gerade da um mir mitzuteilen, dass er die Ersatzteile immer noch nicht hat und erst nach Ostern wiederkommt. Toll.