Wie meinen geschätzten Lesern sicher aufgefallen ist, hat sich die durchschnittliche Zeit, die zwischen der Veröffentlichung meiner Beitrage vergeht, in den letzten Tagen stark erhöht. Das liegt vor allem daran, dass ich derzeit umziehe. Obwohl mir meine zwar kleine aber feine Wohnung in unserem Studentenwohnheim in den letzten 3 Jahren ein sehr schönes Zuhause geboten hat, habe ich nun – da quasi eine komplette Flurseite – zufällig geschlossen auszieht eine von den größeren 2-Zimmer Wohnungen mit eigenem Bad ergattern können. Da auf der linken Seite des Wohnzimmers mein Schlafzimmer ist, auf der rechten Seite das Badezimmer meiner Nachbarn, unter mir ein Abstellraum und über mir ein Badezimmer, kann ich in Zukunft auch um zwei Uhr Nachts in angemessener Lautstärke meine Filmsammlung genießen. Vormals hatte ich nach einer solchen Aktion den Hinweis “Es wäre schön, wenn ich beim nächsten Mal nicht aus dem Bett fallen würde, weil knapp neben meinem Kopfkissen ein Flak-Geschoss einschlägt…” erhalten. Da ich ein rücksichtsvoller Mensch bin, habe ich seit dem natürlich Rücksicht genommen, freue mich aber schon zur Einweihung des neuen Zimmers mit Cloverfield das Sofa zum Wackeln zu bringen.
Klingt ja an sich ganz gut, wo bleibt also der im Titel angekündigte Staub und Stress. Na ja, bis es zu dem oben beschriebenen entspannenden Moment kommen kann, werde ich die Räume noch einmal gründlich Grundreinigen müssen. Dummerweise gab es nämlich zwischen meinem Vormieter und meinem Vermieter ein kleines Missverständnis was das Streichen beim Auszug angeht. Aus diesem Grund musste ich noch mal für gestern die Maler bestellen, die leider nur unzufriedenstellende Arbeit geleistet haben, wie ich Abends feststellen musste. Bei einem Rückruf bei meinem Hausmeister stellte er die Situation wie folgt da. Die Maler hätten die Decken der Wohnung angesehen und waren der Meinung, dass selbige noch in einem guten Zustand waren. Okay, dieser Meinung konnte ich mich vorbehaltlos anschließen. Allerdings bezieht sich der gute Zustand auf vor dem Streichen. Anstatt, dass die Maler die Decken abgeklebt hätten, damit diese halt keine Farbe abgekommen, haben Sie die Wände so gestrichen, als würde die Decke noch gestrichen werden. Das heißt fleißig um die Ecken gestrichen, sodass ein hübsch abgesetzter Rand zwischen strahlendem Weiß am Rand und der nach einigen Jahren natürlich abgedunkelten Mitte entstand. Lustigerweise haben sich die Maler auch erst nachdem sie die Streichrolle ein paar Mal auf der Decke angesetzt hatten, entschlossen die Decke doch nicht zu streichen. Außerdem fehlten kleine Teile der Wände. Fast sah es so aus, als wäre zwischendurch einfach die Farbe ausgegangen.

Streichen? Ja, Nein, Vielleicht ... Hinweis: Das Bild gibt das tatsächliche Ausmaß zumindest auf meinem Bildschirm schlecht wieder, um die Tatsachen nicht zu verfälschen habe ich es aber unbearbeitet gelassen.
Stress war natürlich die Folge. Im Eilverfahren musste ein neuer Termin mit dem Maler ausgemacht werden, an dem die Mängel behoben werden sollten – glücklicherweise heute. Ich hatte sogar führsorglich die fehlenden Stellen an den Wänden mit großen schwarzen Pfeilen gekennzeichnet, damit die armen Leute nicht noch ein drittel Mal wiederkommen müssen… Ich hatte mir sogar vorgenommen extra früh (9 Uhr) aufzustehen, um vor Abschluss der Arbeiten noch einen kritischen oder wohlwollenden – je nach Ausgang – Blick auf die Wohnung zu werfen. Leider waren die Maler da schon wieder weg, haben aber zu meiner großen Freude alles zu meiner Zufriedenheit ausgebessert.
Im Laufe des Tages wird heute noch diverser Staub folgen, denn die Wohnung ist “nur” besenrein übergeben worden und insbesondere im Bad muss noch einiges getan werden. Außerdem müssen diverse IKEA-Möbel, die mein Portemonnee gestern Abend noch um ein gutes Tutorengehalt leichter gemacht haben, noch aufgebaut werden und ich muss noch evaluieren, ob “Lack” meinen neuen HTPC tragen kann. Sobald der gröbste Stress/Staub vorbei/weg ist gibt es wieder neue Beiträge und ggf. auch Fotos meines neuen Reiches.